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Homöopathische Hausapotheke:
Teil 4: Belladonna

In der Natur ist die Tollkirsche giftig. Als homöopathisches Arzneimittel kann sie Entzündungen lindern. Sie hilft zum Beispiel bei Kopfweh und Ohrenschmerzen

Belladonna

Belladonna: Ihre Frucht ist verlockend, aber giftig

So nehmen Sie das Mittel richtig ein:
Belladonna D 6 erhalten Sie als Globuli in Ihrer Apotheke. Im akuten Fall nehmen Sie am ersten Tag stündlich eine Dosis ein, am zweiten Tag alle zwei Stunden. Ab dem dritten Tag reicht es, das Mittel dreimal täglich anzuwenden. Pro Dosis bekommen Erwachsene jeweils fünf Kügelchen, Kinder drei.

Anwendungsgebiete: 

 

  • Kopfweh

 

Symptome: Besonders bei klopfenden, pulsierenden Kopfschmerzen und einem roten Gesicht ist Belladonna das richtige Mittel.

 

Wann zum Arzt? Wenn die Kopfschmerzen von Anfang an ungewöhnlich stark sind, trotz Selbstbehandlung nach drei Tagen nicht vorüber sind oder gar zunehmen. Sofort zum Arzt sollten Sie, wenn hohes Fieber oder Erbrechen das Kopfweh begleiten, wenn die Schmerzen nach einer Kopfverletzung auftreten (Stoß, Schlag, Sturz, Sonnenstich) sowie bei starkem Krankheitsgefühl.

  • Trockener Husten

 

Symptome: Mund und Hals sind trocken. Der Hustenreiz ist den ganzen Tag über vorhanden. Ein Hitzegefühl breitet sich im Hals-Rachen-Raum aus.

 

Wann zum Arzt? Nach zwei bis drei Tagen, wenn der Husten nicht besser wird. Bei Babys und kleinen Kindern gilt: gleich zum Arzt!


  • Ohrenschmerzen

 

Symptome: Es drückt und pocht im Ohr. Kleine Kinder fassen sich ständig an das gerötete und erhitzte Ohr, wälzen den Kopf hin und her und quengeln. Bei einer Mittelohrentzündung kommt es zu pulsierenden, meist starken Schmerzen. Häufig treten hohes Fieber, Hörstörungen und Druckgefühl auf. Eiter sammelt sich hinter dem Trommelfell.

 

Wann zum Arzt? Wenn die Beschwerden nach einem Tag nicht weg sind oder zunehmen. Bei Ohrenschmerzen die Homöopathie nur als Begleittherapie anwenden.

  • Erkältungskrankheiten

 

Symptome: Die Nase läuft, die Glieder schmerzen. Schnell kommen Fieber und Schweißausbrüche dazu.

 

Wann zum Arzt? Wenn die Beschwerden von vornherein stark sind oder das Kind noch sehr klein ist. Bei Fieber (über 38,5 Grad), Nackensteife oder Benommenheit muss man mit einem Kind sofort zum Arzt gehen. Auch, wenn das Kleine eine erhöhte Temperatur hat und gleichzeitig erbricht oder an Durchfall leidet.

  • Bindehautentzündung

 

Symptome: Die Bindehaut am Auge juckt und brennt. Das Auge tränt, ist heiß, gerötet und kann verkleben.

 

Wann zum Arzt? Sofort, wenn Symptome auftreten! Steht die Diagnose fest, kann die Bindehautentzündung begleitend mit Belladonna behandelt werden.

 


Dr. Markus Wiesenauer

 

 

Fachliche Beratung:  

Dr. Markus Wiesenauer arbeitet als Allgemeinmediziner und Homöopath in Weinstadt bei Stuttgart. Er ist Autor des Buches „Quickfinder. Homöopathie für Kinder“



Baby und Familie/GesundheitPro; 09.11.2007, aktualisiert am 26.06.2010
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