Sieben Ideen für das Workout mit Kinderwagen

Täglich steht der Spaziergang mit Kinder­­wagen an. Warum sollte man ihn nicht sportlich gestalten und gleichzeitig etwas für die Figur tun? So geht's

von Stefanie Becker, aktualisiert am 31.08.2018
Workout mit Kinderwagen

Den täglichen Spaziergang mit Sport zu verbinden, hält fit und macht Spaß


Stimmt schon, mit einem Baby zu ­Hause bleibt nicht viel Zeit fürs Fitnessstudio. Der einfachste Weg, trotzdem etwas für sich zu tun: die Spazierfahrten mit dem Kinderwagen nutzen! Wenn die Rückbildung abgeschlossen ist und der Frauenarzt das Okay gegeben hat, kann es losgehen.

Den Bestmarken-Ehrgeiz lässt man aber am besten zu Hause. Vielmehr heißt es: langsam starten, langsam steigern! Anfangs genügt es, das Spazier­tempo zu ­erhöhen und 15 Minuten flott zu walken. Die Übungen, die Sportwissen­schaftlerin Carolin Heilmann zusammengestellt hat, machen das Training effektiver. Wer ­gerne joggt, kann nach und nach die Walking-Intervalle verkürzen, die Lauf-Einheiten verlängern (pro Woche etwa um 30 Sekunden).

Aufgepasst: mit Jogging frühes­tens sechs Monate nach der Geburt beginnen, rät der Berufsverband der Frauenärzte.

Wichtig: Nicht überfordern

Am besten trainiert man dreimal pro Woche und legt dazwischen Ruhe­tage ein. Immer gilt: So laufen, dass man sich mit kleinen Verschnaufpausen noch unterhalten kann. "Man sollte sich beim Laufen und danach wohlfühlen", so Heilmann. ­Dazu trägt auch bei, dass man – nicht nur am Trainingstag – ausreichend trinkt.

Wichtig: ein Kinderwagen, der sich für Sport eignet. Denn nicht jeder Jogger ist auch fürs Joggen zugelassen! Gut sind große Räder, starke Bremsen, ein verstellbarer, umklappbarer Griff. Im Handel gibt es Sicherungsbänder, mit denen man sich mit dem Kinderwagen verbindet. So kann einem der Wagen nicht aus Versehen entgleiten. Kind immer anschnallen!

Workout mit Kinderwagen

Richtig Walken: So geht's

Mit den Händen leichten Druck nach vorne unten auf den Griff ausüben. Das Vorwärtsrollen des Kinderwagens schafft einen zusätzlichen Antrieb für die Vorwärtsbewegung beim Walken. Aktiv längere Schritte machen, dabei kräftig nach vorne ab­drücken. Der Fuß setzt mit geradem, aber nicht überstrecktem Bein auf der Ferse auf. Die Hüfte ist gerade nach vorne gerichtet. Das heißt, sie bewegt sich möglichst nicht auf und ab oder seitlich (kein Hüftschwingen).

Der Rücken bleibt beim Walken ge­rade und neigt sich leicht in Bewegungsrichtung. Der Griff des Kinderwagens befindet sich beim Walken am bes­ten auf Höhe des Nabels oder der Taille.

Wenn es mal bergauf geht: Den Oberkörper weiter nach ­vorne legen, um das Gewicht des Kinder­wagens besser bewegen zu können.

Wenn es mal bergab geht: den Oberkörper etwas zurück­nehmen, um ein Gegengewicht zum ziehenden Kinderwagen zu schaffen. Dabei auch leicht in die Knie gehen und das Gewicht mit der Oberschenkelmuskulatur abfangen.


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