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Daher kommt der Heißhunger in der Schwangerschaft

Schwangere wundern sich oft, was sie plötzlich alles essen wollen und in welchen Mengen. Was steckt hinter dem Heißhunger?

von Christian Andrae, aktualisiert am 12.08.2019
Schwangere Frau isst Pralinen in der Küche

Die Lust aufs Essen nimmt be manchen Schwangeren rapide zu


Heißhunger, der sich kaum noch beherrschen lässt – dieses Phänomen kennen viele Schwangere. Aus dem Nichts entsteht plötzlich ein unbändiges Verlangen auf Süßkram: Schokoriegel, Fruchtriegel, Kuchen, Kekse, Eis, Gummizeugs und zur Not ein Löffel Honig – alles, was gerade recht und greifbar ist, wird verschlungen. "Aber genau das sollte man lieber lassen", sagt Dr. Linda Weber, Ernährungsberaterin aus Wendelstein. Denn wer ungebremst seinen Gelüsten nachgibt, erhöht nicht nur das Risiko eines Schwangerschaftsdiabetes. Auch der Stoffwechsel des ungeborenen Kindes kann nachhaltig beeinflusst werden. 

Die Hormone sind schuld

Grund allen Übels ist laut Weber der veränderte Hormonhaushalt während der Schwangerschaft. Der bringt den Stoffwechsel durcheinander und in der Folge schwankt auch der Blutzuckerspiegel. Und ist der im Keller, weckt das den Heißhunger. Doch so weit muss es gar nicht kommen. "Mit ausgewählten regemäßigen Mahlzeiten kann man starken Blutzuckerschwankungen vorbeugen", rät die Ernährungswissenschaftlerin.

"Gerade schnell verfügbare Kohlen­hydrate wie Zucker aus Süßigkeiten und Fertigprodukten sowie Weißmehl, aber auch Honig, Agavensirup, Smoothies oder Laugengebäck treiben den Blutzucker rasch in die Höhe – was auf Dauer das Risiko für einen Schwangerschaftsdiabetes erhöhen kann", sagt Weber. Dieser kann nicht nur einen chronischen Diabetes Typ 2 für die Mutter zur Folge haben. Laut einer 2018 im US-amerikanischen Ärzteblatt JAMA veröffentlichten Studie erhöht sich auch das Geburtsgewicht des Kindes sowie sein eigenes Diabetes-Risiko deutlich. "Denn abhängig von der Ernährung der Mutter wird auch der spätere Stoffwechsel des Kindes programmiert", erklärt Linda Weber.

Mehrere kleine und gesunde Mahlzeiten beugen vor

Greift man aber alle zwei bis drei Stunden zu einer gesunden Zwischenmahlzeit, kann man nicht nur den Heißhunger um­gehen, sondern laut Weber den Körper auch mit wichtigen Nährstoffen versorgen. Am besten eignen sich da vor allem unbehandelte Nüsse wie Cashews, Mandeln oder Walnüsse. Oder auch Salate mit Kicher­erbsen. Die lassen sich gut für den Arbeitstag vorbereiten und halten lange satt.  


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