{{suggest}}


Wie Sie Kopfläuse bei Kindern bekämpfen

Ein Befall mit Läusen versetzt Eltern oft in Schrecken. Dabei sind die Tiere zwar nervig, aber eigentlich kein Drama

von Ralf Schlenger, aktualisiert am 09.12.2019

Unsere Experten erklären, was Eltern tun müssen, wenn ihr Kind Kopfläuse hat


Kopfläuse! Oh nein! Panik! Wenn Eltern das große Krabbeln auf den Köpfen ihres Kindes entdecken, ist die Aufregung groß. Wie konnte das passieren? Warum unser Kind? Dabei ist ein Kopfläusebefall nicht selten, in der Regel ungefährlich und mit etwas Geduld gut zu behandeln. Wie man die Tierchen wieder loswird, erklärt Apothekerin Heike Übler.

Wie erkennt man einen Kopflausbefall?

Wegen ihrer hautähnlichen Farbe sind Läuse und Eihüllen (Nissen) leicht zu übersehen. Es bestehen auch nicht immer Symptome wie Juckreiz. Die zwei bis drei Millimeter kleinen Insekten halten sich nahe der Kopfhaut auf, wo sie winzige Mengen Blut abzapfen und ihre Eier ans Haar heften. Normales Waschen entfernt sie nicht. Am zuverlässigsten spürt man Läuse durch nasses Auskämmen auf: Das Haar wird mit Conditioner befeuchtet, mit einem normalen Kamm in Strähnen gelegt und jede Strähne mit einem speziellen Läusekamm mit engen Zinken durchgezogen – von der Kopfhaut bis zu den Haarspitzen. Nach jedem Zug wird der Kamm auf Krepp ausgestreift.

Welche Mittel eignen sich für Kinder?

Ich empfehle die Produkte mit Dimeticon, weil sie die Läuse ohne Anwendung von Gift ersticken und schon bei Kindern ab sechs Monaten angewendet werden können. Es sind auch Arzneimittel mit Bioziden wie Allethrin für Kinder zugelassen. Manche Präparate kann der Arzt verordnen, dann zahlt sie die Krankenkasse. Wichtig ist stets, dass man sich genau an die Gebrauchsinformation hält. Dimeticon-haltige Mittel sind von Zündquellen fernzuhalten, bei Sprays soll man das Aerosol nicht einatmen.

Wie sieht die Behandlungsprozedur aus?

Die Lösung wird auf das trockene Haar aufgetragen. Das Haar muss damit vollständig durchfeuchtet werden! Die vorgeschriebene Einwirkzeit ist unbedingt einzuhalten. Manche Mittel werden nach kurzer Zeit ausgewaschen, andere bleiben über Nacht im Haar. Ganz wichtig: eine zweite Behandlung nach neun Tagen. Dann erwischt man auch zwischenzeitlich geschlüpfte Läuse.

Sind MIttel mit sehr kurzer Einwirkzeit wirksam?

Grundsätzlich ja, sofern man sich genau an die Herstellerangeben hält. Wer ganz sichergehen will, bleibt bei einem Mittel mit längerer Einwirkung.


Wer macht bei Ihnen mehr im Haushalt?
55,47%
23,23%
21,3%
Beide gleich viel
Er
Sie
Insgesamt abgegebene Stimmen: 5544
Haben Sie Ihr Kind taufen lassen?
Zum Ergebnis