Was bei Regelschmerzen hilft

Viele Frauen leiden vor oder während ihrer Regelblutung unter Schmerzen und Krämpfen im Unterbauch. Dagegen gibt es wirksame Abhilfe

von Apotheker Ralf Schlenger, 21.12.2016
Frau hält sich Wärmflasche an den Bauch

Bei Regelschmerzen hilft eine Wärmflasche oft gut


Tief durchatmen und entspannen! Kurz vor und während der Regelblutung stöhnen viele Frauen über krampfartige Schmerzen im Unterbauch. Kopfschmerzen, Übelkeit, Nervosität und Gereiztheit können hinzukommen. Was "die Tage" zum Krampf macht, ist das schmerzhafte Zusammenziehen der Gebärmutter. Es wird ausgelöst durch den Anstieg von Prostaglandinen (Gewebshormonen), die die Gebärmuttermuskulatur beim Abstoßen der Schleimhaut unterstützen.

Tipp: Wärmflasche, warme Bäder, Sauna oder Wärmepacks aus der Apotheke sorgen für anhaltende und entspannende Körperwärme. Wer regelmäßig Sport treibt oder Yoga übt, hat oft weniger Probleme!

Welche Medikamente helfen bei Regelschmerzen?

Die Krämpfe können durch einen Anstieg der Prostaglandine oder durch eine vorübergehende Überempfindlichkeit gegen die Gewebshormone ausgelöst werden. Hemmstoffe des Prostaglandins, wie Ibuprofen und Naproxen, packen das Übel an der Wurzel. Naproxen ist bei Menstruationsbeschwerden für Mädchen ab zwölf Jahren zugelassen. Paracetamol eignet sich eher bei leichten Beschwerden. Bei bekannten Beschwerden sollte man Schmerzmittel immer frühzeitig und ausreichend dosiert einnehmen!

Gibt es auch pflanzliche Mittel gegen Regelschmerzen?

Oft können auch pflanzliche Mittel die Beschwerden lindern: beispielsweise mit Mönchspfeffer, Frauenmantel, Kamille, Melisse und Traubensilberkerze. Hier stehen Tees, Tropfen und Kapseln zur Verfügung. Langfristig helfen kann die vorbeugende Einnahme von Fischöl (Omega-3-Fettsäuren), Magnesium oder Vitamin B 1.

Wann soll man bei Regelschmerzen zum Arzt?

Treten Regelschmerzen zum ersten Mal auf, sind sie heftig oder verschlimmern sich, gehen Sie bitte zum Frauenarzt! Dies gilt auch im Falle von Fieber, Ausfluss, Zwischenblutungen und Schmerzen zwischen zwei Regelblutungen. Mädchen unter 15 Jahren sollten bei starken Beschwerden immer ärztlich untersucht werden. Manchmal verordnet der Arzt Östrogen- und Gestagenpräparate.


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