Sind Keime auf Eiern gefährlich?

Ein Sonntag ohne Frühstücksei? Unvorstellbar. Doch sammeln sich nicht auf deren Schale lauter Keime? Wie Sie Infektionen vorbeugen

von Marian Schäfer, 22.03.2018
Ostereier

Gerade zu Ostern haben bunt gefärbte Eier Hochsaision


Eiern, rohes Schweine- und Geflügelfleisch: Vor allem Tierprodukte können mit Salmonellen behaftet sein und zu Magen-Darm-Infektionen führen. Was davor schützt, das beantwortet Professor Dr. Eberhard Haunhorst vom Nieder­sächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit.

Wo befinden sich bei Eiern­ Keime – und was schützt davor?

Legen Hühner Eier, kommen sie mit Kot und Schmutzkeimen in Berührung, vor allem Salmonellen­. Sie befinden sich meist nur auf der Eierschale­. Sehr selten tragen Hennen die Keime auch im Körper, wodurch sie ins Ei-Innere gelangen. Deshalb: Eier und Eispeisen immer gut durchkochen und -backen.

Ist es schlimm, wenn Kinder rohe Eier in den Mund nehmen?

Das Infektionsrisiko ist heute­ nur noch gering. Dennoch ist die Hygiene das A und O: Die Schale roher Eier gehört nicht in den Mund. Eier zu Ostern also nur mit Strohhalm ausblasen – und danach immer gut die Hände waschen!

Würde es helfen, die Eier nach dem Einkauf abzuwaschen?

Auf keinen Fall! Eier besitzen eine natürliche Schutzschicht, die das Eindringen von Keimen verhindert und zerstört würde.

Zusätzliche Tipps:

  • Eier immer im Kühlschrank aufbewahren. So können sich die Salmonellen nicht vermehren.
  • Eier mit beschädigter Schale sofort verwenden und dann immer durchkochen, -braten oder -backen.
  • Frühstückseier mindestens fünf Minuten brodelnd kochen lassen.
  • Für Speisen mit rohen Eiern (z.B. Mayonnaise, Zabaione oder Tiramisu) nur frische Eier verwenden und innerhalb von 24 Stunden verbrauchen.
  • Rühreier immer gut durchbraten, Spiegeleier am besten beidseitig anbraten.
  • Nach jedem Kontakt mit rohen Eiern gilt: Gründlich die Hände waschen.

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