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Müffelalarm: Was gegen Schweißfüße bei Kindern hilft

Kinderfüße haben genauso viele Schweißdrüsen wie Erwachsene. Wie Eltern kleinen Stinkefüßen vorbeugen

von Kirsten Hoffmeister, 22.11.2018
Müffelalarm: Was gegen Schweißfüße bei Kindern hilft

Gegen kleine Müffelfüße hilft am besten Waschen


Winzig kleine Babyfüße duften noch süßlich-blumig. Ihr Geruch ist so verführerisch, dass viele Eltern ständig an ihnen schnuppern und sie liebkosen wollen. Leider verpufft dieser Zauber, sobald die Kleinen laufen können und Schuhe tragen. Der süße Babyduft wird dann häufig von einem muffeligen Fuß­geruch abgelöst. Der Grund: Füße schwitzen im Schuh. "Durch die Feuchtigkeit entstehen Bakterien. Diese zersetzen vorhandene tote Hautzellen auf dem Fuß in übel riechende Fettsäuren", erklärt der Hamburger Apotheker Simon Oetter.

Schweißfüße adé: Die Empfehlung des Experten

Am besten hilft Waschen – so bringt es Oetter auf den Punkt. Seine Empfehlung: möglichst kühles Wasser verwenden und auf Seife verzichten, da so die natürliche Hautbarriere am besten erhalten bleibt. "Danach trocknen Sie die Füße ab, besonders gründlich zwischen den Zehen." Bei trockener Haut die Füße nach dem Waschen zusätzlich eincremen. Das beugt kleinen Rissen vor, die ebenfalls eine Eintrittspforte für Bakterien und Fußpilz sein können. "Schwitzt das Kind schnell an den Füßen, kann auch ein Fußpuder aus der Apotheke sinnvoll sein", sagt Oetter.

So beugen Sie Schweißfüßen vor

Saubere Füße gehören in saubere Socken. Sie werden täglich gewechselt oder, wenn das Kind stark schwitzt, immer dann, wenn die Socken feucht sind. Baumwollsocken nehmen Feuchtigkeit gut auf und sind deshalb Synthetik­socken vorzuziehen. Für ältere Kinder und Erwachsene eignen sich Funktions­socken, die den Schweiß nach außen transportieren können. Allerdings funktioniert das nur, wenn auch  die Schuhe atmungsaktiv sind. Dann kann die  Feuchtigkeit nach außen und die Außenluft nach innen zirkulieren. Oetter rät, Kleinkindern eher Lederschuhe anzuziehen. "Achten Sie darauf, dass Sie die Innensohlen herausnehmen können, um sie leichter zu trocknen." Ein Kind hat am besten mindestens zwei Paar Schuhe, die es abwechselnd trägt. Im Sommer lassen Eltern die Kleinen möglichst oft barfuß laufen, da der Fuß dann weniger schwitzt.

Lauwarme Fußbäder mit Salbeitinktur, Eichenrindenextrakt oder Teebaumöl können neben dem täglichen Waschen kleinen Schweißfüßen und möglichem Fußpilz entgegenwirken. Zur Fußhygiene gehört auch, dass die Nägel kurz geschnitten sind und mögliche Hornhaut, die entstehen kann, sobald ein Kind viel läuft, entfernt wird. So werden aus Käse­füßen schnell wieder Schmusefüße.

Bei Fußpilz - ab zum Arzt

Manchmal hilft jedoch die beste Hygiene nichts, und das Kind handelt sich einen Fußpilz ein. Aufmerksam sollten Eltern werden, wenn sich die Haut unter den Füßen in großen Schuppen löst und die Haut stark gerötet ist: "Ab zum Arzt, heißt es dann", sagt die Hamburger Kinderärztin Dr. Cornelia Wiggert-Türkis. "Fußpilz entsteht im feuchten Milieu." Im Schwimmbad, in der Turnhalle, im Kindergarten – und auch zu Hause. Sporen können etwa über den Badezimmer­teppich weitergereicht werden. Bei Kindern empfiehlt die Ärztin dann gerbstoffhaltige Fuß­bäder sowie Sprays oder Lotionen mit Miconazol oder Clotrimazol. Damit ist der Pilz schnell vergessen.


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