Was tun bei Verbrühungen?

Wenn Kinder sich verbrennen, ist schnelles Handeln wichtig. Wie Eltern vorbeugen und im Ernstfall Erste Hilfe leisten können

von Barbara Weichs, aktualisiert am 26.11.2018
Verbrühungen

Alltägliche Gefahr: Kinder verbrühen sich oft an heißen Flüssigkeiten


Verbrennungen gibt es kaum noch, so die Erfahrung von Florian Hoffmann, Oberarzt an der Dr. von Haunerschen Kinderklinik in München. Inzwischen sind es meist heiße Flüssigkeiten, die bei Babys und Kleinkindern zu Verletzungen führen.

Was tun bei Verbrühungen?

Die betroffene Hautstelle fünf bis zehn Minuten mit lauwarmem Wasser kühlen. Danach ziehen Sie dem Kind die nassen Sachen aus und trocknen es ab. Ist der Rücken oder Bauch betroffen, das Kind bitte nicht in die Dusche stellen und von oben bis unten abbrausen. "Das Auskühlen über diese große Körperfläche ist viel zu ­ge­fährlich", erklärt der Mediziner.

Bei einer offenen Wunde vorsichtig abtupfen. Auf keinen Fall Zahnpasta oder anderes, was angeblich die Wundheilung fördert, daraufgeben! Mit kleinen oberflächlichen Verbrühungen bitte zum Kinderarzt gehen. Größere Verbrühungen oder Verbrennungen im Ge­sicht, an Händen und Füßen sowie im Genitalbereich müssen in der Klinik versorgt werden.

Wie Sie vorbeugen können, erfahren Sie auch in dieser interaktiven Grafik

So beugen Sie Verbrühungen vor

  • Was­serkocher (inklusive Kabel), aber auch Tassen mit heißen Getränken gehören außer ­Reichweite von Kindern.
  • Verzichten Sie auf Tischdecken, denn sie verführen zum Herunterziehen.
  • Prüfen Sie die Wassertemperatur, bevor Sie Ihr Kind in die Badewanne setzen.
  • Der Platz um einen Grill oder Kamin sollte für Kleine tabu sein.
  • Kinder dürfen auf keinen Fall mit heißem Wasser inhalieren! Lassen Sie sich in der Apotheke über Alternativen beraten.

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