So viel sollten Babys trinken

Kleine Breiesser brauchen irgendwann zusätzlich Flüssigkeit. Doch wie viel? Und welche Getränke eignen sich am besten?

von Sabine Hoffmann, 24.05.2018
Soviel sollten Babys trinken

Bei einem gut gefüllten Trinkbecher muss das Kind das Kinn nicht so hoch heben – das Trinken fällt ihm dadurch leichter


Was sollte mein Baby trinken?

Die erste Wahl heißt Wasser, direkt aus der Leitung (Standwasser ablaufen lassen). "Die Wasserqualität in Deutschland ist so gut, dass es ohne Abkochen verwendet werden kann. Auch abgepacktes Babywasser ist nicht nötig", sagt Nadia Röwe, Ernährungswissenschaft­lerin beim Netzwerk "Gesund ins Leben" in Bonn.

Ausnahme: Das Wasser kommt aus Blei­­leitungen (Vermieter fragen). Dann könn­ten sich aus den Rohren Schwermetalle lösen und ins Wasser gelangen. Wer einen Haus­brunnen hat, lässt die Wasser­qualität im Labor prüfen.

Alternativen zum Wasser: ungesüßte Früchte- oder Kräutertees.

No Go: Saft und Limonade. Denn der Zucker schädigt die Zähne.

Wie viel Flüssigkeit braucht das Kind?

Führen Eltern die dritte Breimahlzeit ein, brauchen die Kleinen zusätzlich zu den verbliebenen Still- oder Flaschenmahlzeiten etwas Flüssigkeit. Die Kinder nehmen nun mehr feste Nahrung zu sich und geben zugleich über Urin, Stuhl, Atem und Haut Wasser ab.

Deshalb gilt: zu jeder Mahlzeit etwas zu trinken geben. Auch zwischendurch Wasser anbieten und die Menge mit der Zeit steigern. "Für Einjährige beträgt die empfohlene Trinkmenge 600 Milliliter am Tag", so Röwe.

Flasche oder Becher?

"Definitiv Becher. Saugflaschen verführen zum Dauernuckeln, weil es nicht nur den Durst stillt, sondern auch beschäftigt", sagt Röwe. Ihr Tipp: den Becher gut füllen. Dann müssen die Kleinen ihr Kinn nicht so hoch anheben, das Trinken fällt ihnen leichter.

Das Baby will nichts trinken – und jetzt?

Gelassen bleiben. "Es ist völlig okay, wenn das Baby anfangs nur ganz wenig trinkt", beruhigt die Er­nährungswissenschaftlerin. "Babys trinken immer so viel, wie sie gerade benötigen. Das ist, wie das Hunger- und Sättigungsgefühl, angeboren." An die neue Situation müssen sich die Kinder auch erst gewöhnen.

Eltern unterstützen das, indem sie selbst bei jeder Mahlzeit ihr Glas Wasser trinken. So lernt das Kind, dass Essen und Trinken zusammen­gehören. "Loben Sie Ihr Kind, wenn es etwas trinkt – selbst wenn es nur zwei Schlucke sind", so die Ernährungsexpertin.


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