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Hygiene bei Erkältungen

Ein Schnupfen lässt sich gerade bei kleinen Kindern oft nicht vermeiden. Ein paar Hygiene-Tipps helfen jedoch, die Anzahl der Infekte gering zu halten


Ganz wichtig im Kampf gegen Viren: gründliches Händewaschen

Ihr Sohn und sein bester Freund sind ganz ihr Spiel vertieft: emsig schieben sie Bauklötzchen hin und her, teilen dabei brüderlich die bereits angekauten Apfelschnitze. Blöd nur, dass der Freund Ihres Nachwuchses einen ausgewachsenen Schnupfen hat.

"Bei kleinen Kindern kommt der Keimaustausch so rasch zu stande, so schnell kann man gar nicht schauen", sagt Dr. Ulrich Fegeler, Kinder- und Jugendarzt und Bundespressesprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte. Aber der Experte betont, dass der Austausch von Keimen für Kinder sogar wichtig sei. Denn indem die Sprösslinge sich mit den Erregern auseinandersetzen, entwickeln sie ihr immunologisches Gedächtnis – kommt das Kleine das nächste Mal mit den gleichen Viren in Kontakt, produziert sein Immunsystem schneller Antikörper dagegen.


Trotzdem sollten Eltern etwas auf Hygiene achten: "Hat ein Kind eine Erkältung, sollten die anderen nicht mit dem selben Besteck essen", rät Fegeler. Dasselbe gilt für Gläser, Becher und Teller. Denn über die Schleimhäute gelangen die Erreger rasch in den Körper. Achten Sie darauf, dass die Kleinen sich nach der Kindertagesstätte, dem Besuch auf dem Spielplatz oder vor dem Essen stets gründlich die Hände waschen – unter fließendem Wasser und mit Seife. Danach mit einem sauberen Handtuch gut abtrocknen.

Besonders auf Spielzeug lauern viele Keime. Deshalb kann es nicht schaden, die Spielsachen hin und wieder zu reinigen. Bauklötzchen aus Plastik etwa können Sie bedenkenlos in einen Kopfkissenbezug mit Reißverschluss packen und im Schonwaschgang in der Waschmaschine waschen. Auch die meisten Kuscheltiere überstehen ein solches Bad. Spielzeug, dass nicht in die Waschmaschine gesteckt werden kann, können Sie mit einer warmen Seifenlauge säubern und anschließend mit klarem Wasser abspülen.

Ist ein Familienmitglied bereits krank, lüften Sie die Wohnung mehrmals täglich für zehn Minuten gut durch. Das senkt die Anzahl der in der Luft umherschwirrenden Viren und ist außerdem gut für das Raumklima.

Hat Ihr Kleines einen Schnupfen, verwenden Sie zum Naseputzen am besten Papiertaschentücher – die sind hygienischer als Stofftaschentücher. Und: Benutzen Sie jedes Taschentuch stets nur einmal, entsorgen Sie es gleich und waschen Sie sich die Hände, wenn Sie Ihrem Kind beim Schneuzen geholfen haben. So übertragen Sie die Krankheitserreger nicht auf andere Familienmitglieder. Sollten Sie doch Stofftaschentücher verwenden wollen, waschen Sie die schmutzigen Taschentücher in der Waschmaschine bei mindestens 60 Grad. Denn bei geringerer Temperatur können besonders hartnäckige Viren und Bakterien den Waschgang überleben.



Vanessa von Blumenstein-Langer / www.baby-und-familie.de; 05.10.2010, aktualisiert am 16.09.2011
Bildnachweis: istock/Wojciech/gajda

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