Geschenke zur Geburt

Jippie, das Baby ist da! Gibt es einen besseren Grund zum Schenken? Wohl kaum. Diese Ideen kommen bei frischgebackenen Eltern gut an
von Sabine Hoffmann, aktualisiert am 18.07.2017

Was schenkt man bloß am besten zur Geburt? Wir haben Ideen gesammelt

CD/ BrandX/ Hands On

Fünf Spieluhren, acht Kuscheltiere, drei Badetücher – wer ein Baby bekommt, braucht auf Geschenke nicht lange zu warten. Denn nicht nur die Eltern, auch Großeltern, Freunde und Kollegen sind ganz verzaubert von dem Baby und möchten es mit einer Aufmerksamkeit auf der Welt begrüßen. Doch nicht immer kommen die Präsente bei den Müttern und Vätern gut an. Besser ist es, wenn sich Eltern schon während der Schwangerschaft etwas überlegt haben und Schenkenden konkrete Tipps geben können.

Der Mannheimer Familientherapeut Bodo Reuser empfiehlt: "Erstellen Sie eine Liste mit allem, was Sie brauchen." Für Anspruchsvolle gilt: Wünsche konkret ­äußern, um später nicht enttäuscht zu werden. Praktisch sind Online-Geschenklisten oder Geschenkboxen im Babymarkt. So gehen die Eltern auf Nummer sicher, dass sie das bekommen, was sie sich wünschen. Hier ein paar Anregungen:

Individuelles – zum Beispiel von den Paten

Entweder sind Onkel Klaus und Opa Rudi gar nicht auf den Fotos oder sie gucken komisch. Oder, noch ärgerlicher, die Bilder sind unscharf. Die Lösung? Die Paten organisieren ein professionelles Familienshooting bei der Tauffeier und gestalten anschließend ein Fotoalbum mit den schönsten Bildern.

Witzig: ein personalisiertes Kinder­buch. Durch die Personalisierung wird das Kind zur Hauptfigur der Geschichte. "Egal, ob selbst gemacht oder gekauft: Generell sind hand­gefertigte und individualisierte Geschenke im Trend", sagt ­Hebamme Jule ­Tilgner aus Hamburg. Zur Taufe schlägt sie zum Beispiel eine Spielzeugkiste mit dem Namen des Kindes vor. Auch hübsch: Babykleidung oder eine Wickel­tasche mit aufgesticktem Namen des Kindes.

Wer es lieber traditionell mag: Der Silberlöffel mit Namensgravur und Taufdatum ist immer noch ein beliebtes Erinnerungsstück.

Größere Anschaffungen – zum Beispiel von Oma und Opa

Kaum ist die Nachricht verkündet, dass es Nachwuchs gibt, planen viele Großeltern begeistert, was sie zum Babyglück beisteuern können. Meis­tens zeigen sich die werdenden Großeltern sehr spendabel. Nützlich sind zum Beispiel:

Bitte bedenken: "Bei so großen Anschaffungen klären beide Seiten am besten vorher ihre Erwartungen und den Preisrahmen ab", sagt Familientherapeut Bodo Reuser. Wäre doch ­schade, wenn man sich später in die Haare kriegt, weil der teure Kinderwagen einen Kratzer hat, der für Oma und Opa tragisch ist, für die Eltern aber ganz normal.

Wer die Eltern lieber finanziell unter­stützen möchte, kann zur Geburt ­einen Windel-Gutschein für das erste Lebensjahr schenken und jeden Monat die Windelkosten von etwa 30 Euro übernehmen.

Unterstützung – zum Beispiel von den besten Freunden

Während Mama in der Wanne das Schaumbad genießt, bespaßt die ­beste Freundin das Baby. Wie wertvoll Freunde sind, zeigt sich in solchen Momenten. "Entlastungs­gutscheine sind im Trend", sagt Ulrike Käfer, Schwangerschafts-­Concierge aus Berlin. "Freunde helfen im ­Alltag, das entspannt die Eltern und schweißt die Freunde zusammen."
Ideen gefällig?

  • Abo für "Kinderwagen durch den Park schieben". Mama und Papa ­dürfen ein Nickerchen machen.
  • Putz-Gutschein für den ersten Monat mit Baby. Staubsaugen, Bad oder Fenster putzen. Rückt die Clique an, ist der Hausputz im Nu erledigt. 
  • Wer kochen kann, zaubert einen Eintopf für die ersten Tage zu ­Hause mit Baby. "Die Eltern werden sich freuen, denn sie können sich voll auf das Baby konzentrieren und müssen sich nicht ums eigene Essen ­kümmern", sagt Jule ­Tilgner.

Praktisches oder Selbstgemachtes – zum Beispiel von Freunden oder Verwandten

Eine Windeltorte ist immer will­kommen – je mehr Freunde zusammenlegen, ­­desto üppiger fällt sie aus. Schnuller, Kamm, ­Bürste, Söckchen, Mandelöl zum Massieren oder Pflegeprodukte (vorher fragen, welche Marke die Eltern bevorzugen) werden zusammengebunden und mit Windeln (ideal: Größe 2) umhüllt. Das ganze mit einer Schleife und den Lieblings­naschereien der Eltern verzieren.

Wenn es etwas Besonderes sein soll und gerne auch etwas mehr kosten darf: Schön und zugleich praktisch ist ein Tragetuch oder eine Babytrage. Am besten gleich mitsamt Trageberatung verschenken.

Für Kreative: Nähen, Häkeln, Stricken oder Sticken – Handarbeiten sind so beliebt wie nie. Und das kommt bei Eltern an:

  • eine selbst genähte Babydecke
  • ein Handtuch mit dem Namen des Babys bestickt oder als Stoffapplikation
  • ein Umschlag für das Vorsorgeheft
  • eine gehäkelte Mütze oder Söckchen

Buch oder Gutschein – zum Beispiel von Nachbarn oder Kollegen

Vor allem beim ersten Baby ist guter Rat teuer. Toll, wenn das Nachschlagewerk dann zu ­Hause verfügbar ist. Beliebter Klassiker: "Babyjahre", geschrieben von dem renommierten Schweizer Kinderarzt Remo Largo.

Legen mehrere Personen zusammen, eignen sich Gutscheine für Babymassage, Pekip-Kurs oder einen Baby-Ausstatter. Wichtig: Bei Kursen vorher Termine absprechen!


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