Corona-Pandemie: Mit Schnupfen in die Schule? Alle Bundesländer im Überblick

Darf mein Kind in die Schule, wenn es Erkältungssymptome hat? Wann muss ich es testen lassen und wer entscheidet das? Welche Auflagen gelten überhaupt? Die Antworten der Bundesländer exklusiv bei uns

von Christian Parth, Judith Blage, aktualisiert am 11.09.2020

Die Sommerferien gehen zu Ende und für Eltern, Schüler, Lehrer, Kita-Kinder und Betreuungspersonal beginnt eine Zeit der Ungewissheit. Erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie und den Ausgangsbeschränkungen starten Schulen und Kitas bundesweit wieder im Regelbetrieb. Doch die Verunsicherung ist groß. Es stellen sich drängende Fragen: Darf mein Kind in die Schule oder Betreuung, wenn es nach meiner Wahrnehmung nur einen leichten Schnupfen hat? Wann muss ich es testen lassen und wer entscheidet das? Welche Auflagen gelten überhaupt?

In Deutschland haben die Bundesländer auch in der Corona-Krise die alleinige Hoheit und Verpflichtung, Regeln für Schulen und Kitas festzulegen. Entsprechend unterschiedlich fallen die Konzepte aus, die sie zum Neustart erarbeitet haben. Wir haben alle 16 Länder zum Thema Teststrategie befragt und festgestellt: Eine klare und einheitliche Linie gibt es nicht. In manchen Ländern – wie beispielsweise Nordrhein-Westfalen – können sich Lehrer und Kita-Personal vom Schulstart bis zu den Herbstferien im wöchentlichen Wechsel freiwillig prophylaktisch testen lassen, andere – etwa Bremen und Schleswig-Holstein – lassen den Schul- und Kitastart sogar mit Studien wissenschaftlich begleiten. In Schleswig-Holstein etwa soll in zwei Städten und einem Landkreis untersucht werden, wie viele positive Fälle es in ausgewählten Schulen und Kitas gegeben hat. Im Rahmen dieser so genannten Prävalenzerhebung sollen Kinder, Eltern, Lehrer und Kita-Betreuer wöchentlich getestet werden.

Andere – dazu gehört Hamburg – setzen allein auf Maskenpflicht, Mindestabstand und die Vernunft der Eltern. Mit anderen Worten: Die Eltern sollten bei Krankheitsanzeichen sensibel genug sein, um im Zweifelsfall auch selbst zu entscheiden, wann es in diesen Zeiten noch zu verantworten ist, das Kind in die Betreuung oder in die Schule zu schicken und wann nicht mehr. Was letztlich alle eint, ist das Ziel, dass Kinder nicht zu Superspreadern und Schulen und Kitas nicht zu neuen unrühmlichen Hotspots der Corona-Krise werden.

RKI empfiehlt konsequentes Testen

Der deutsche Lehrerverband hat erhebliche Zweifel, dass die Rückkehr in den Normalbetrieb wirklich gelingen kann. Neue Hygieneschutzmaßnahmen wie die Isolierung von Lerngruppen, neue Lüftungskonzepte, Reihentestungen an vielen Schulen und auch in Kitas seien in der Praxis kaum umzusetzen, sagt Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger. Auch wegen der befürchteten zweiten Welle fordert der Gymnasiallehrer größtmögliche Flexibilität. Auf ein erneutes Umschalten in den Fernunterricht müsse man vorbereitet sein.

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat eine eindeutige Haltung: Das zentrale Gesundheitsinstitut des Bundes empfiehlt eine konsequente Testung für Bürger jeden Alters, sobald sie Symptome eines Atemwegsinfektes aufweisen – zum Beispiel eine laufende Nase oder Husten. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn äußerte sich noch Anfang Juli, selbst kleine Kinder könne man – wenn nötig – acht bis zehn Mal im Winter auf Corona testen. Außerdem dürfen laut RKI Personen mit Covid-19-Symptomen Schulen nicht betreten.

Kinderärzte können geforderte Anzahl der Tests nicht stemmen

Der Reutlinger Kinder- und Jugendarzt Till Reckert schüttelt da nur den Kopf: "Jedes Kind bei jedem kleinen Schnupfen zu testen bringt nichts." Gerade kleine Kinder machten das ganze Jahr hindurch eine Vielzahl von Atemwegsinfekten durch. Ihre Symptome wie Husten oder Schnupfen sind den Beschwerden bei einer Covid-19-Infektion sehr ähnlich. "Die schiere Häufigkeit der Infekte macht es viel unwahrscheinlicher, dass Kinder positiv auf das Coronavirus getestet werden, als das bei Erwachsenen der Fall ist", sagt der baden-württembergische Sprecher des Bundesverbands der Kinder- und Jugendärzte. Zudem zeigten erste Studien aus Südkorea, dass kleine Kinder im Alter von null bis neun Jahren nur rund fünf Prozent der Haushaltmitglieder ansteckten, während Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 19 Jahren fast 19 Prozent ihrer Haushaltskontakte infizierten. Kleine Kinder übertragen das Virus also deutlich seltener als Jugendliche, die andere genauso häufig anstecken wie Erwachsene.

Reckert warnt vor den Folgen einer allzu rigorosen Teststrategie: Die Testkapazitäten reichten bei Weitem nicht aus, um jedes Kind beim kleinsten Anzeichen einer verstopften Nase zu testen: "Schon jetzt sind die Labore am Limit. Und auch wir Kinderärzte können die schiere Anzahl von Testungen, die bei dieser Empfehlung nötig wäre, nicht leisten." Der Verband der Kinder- und Jugendärzte befindet sich noch in Gesprächen mit dem Robert Koch-Institut und hat bislang keine offizielle Haltung formuliert.

"Wir sollten weniger Angst vor kleinen Kindern haben"

Kinderarzt Reckert spricht sich jedoch für Augenmaß und Gelassenheit aus: "Kranke Kinder, insbesondere mit Fieber, sollten zuhause bleiben – genau wie bislang". Eltern sollten allenfalls etwas strenger in der Entscheidung sein, was sie als Krankheit ansehen und was nicht und das Kind eher und länger zuhause lassen. "Ein Schnupfen ohne andere Krankheitszeichen ist aber noch kein Ausschlussgrund für einen Kita- oder Schulbesuch. Wir Erwachsenen sollten uns weniger vor kleinen Kindern als Ansteckungsherd fürchten."

Dies widerspricht der Haltung des Robert Koch-Instituts, das sich für eine durchgehende Testung und sogar für ein Betretungsverbot in Schulen für kranke Personen ausspricht. "Wir sind im Gespräch mit dem RKI und den Ministerien", betont Reckert. Das letzte Wort haben in diesem Fall aber die einzelnen Landesregierungen. In Baden-Württemberg zumindest nutzten die Gespräche etwas: Dort haben sich das Kultusministerium und das Gesundheitsministerium zu einer gemeinsamen Haltung durchgerungen. Die Kinder in Baden-Württemberg müssen zuhause bleiben, wenn sie Fieber haben. Wenn es aber nur ein Schnupfen ist, heißt es: Ab in die Schule oder Kita.

Die Teststrategien der einzelnen Bundesländer

Um Licht in das Dickicht der Verordnungen zu bringen, haben wir bei den zuständigen Landesbehörden nachgefragt. Folgendes wollten wir wissen:

  • Gibt es Vorgaben für regelmäßige Tests auf das Coronavirus an Schulen? Wenn ja, welche?

  • Darf, kann oder muss das Kind auf das Coronavirus getestet werden, wenn es leichte Erkältungssymptome zeigt?

  • Dürfen Kinder mit Schnupfen in die Schule oder müssen sie grundsätzlich zunächst einen Arzt aufsuchen? 

  • Darf das Kind mit einem negativen Test-Ergebnis wieder in die Schule, auch wenn es noch leichte Erkältungssymptome zeigt?

  • Darf ein Arzt eine Art Unbedenklichkeitsbescheinigung ausstellen, um dem Kind trotz leichter Erkältungssymptome den Schulbesuch wieder zu ermöglichen?

  • Wer entscheidet darüber, ob ein Kind getestet wird? Wer testet?

  • Wie lange muss man auf das Ergebnis warten?

  • Wie werden die Tests finanziert?

  • Im Falle eines positiven Tests: Welcher Mechanismus läuft jetzt ab? Wer kommt und bleibt aus dem Kontaktumfeld in Quarantäne, wer wird zusätzlich getestet?

  • Gibt es bezüglich Infektionsschutz/Hygiene Vorgaben bei der Kommunikation zwischen Lehrkräften, Kita-Personal, Eltern, Kinder- und Jugendärzten?

  • Dürfen die Kinder zuhause fremdbetreut werden – zum Beispiel von den Großeltern – sollte es sich nur um einen Schnupfen handeln oder sogar ein negativer Coronatest vorliegen?

  • Ist eine finanzielle Unterstützung (für die Eltern oder den Arbeitgeber) seitens der Regierung geplant, wenn die Eltern ihre Kinder wegen Coronaverdacht zuhause betreuen müssen?

Die Antworten kamen von unterschiedlichen Ministerien, da Kitas, Schulen und Gesundheit in den unterschiedlichen Bundesländern in verschiedene Zuständigkeitsbereiche fallen. Zudem sind die Antworten mal mehr und mal weniger ausführlich und schwanken hinsichtlich ihrer Qualität. Falls Sie einzelne Antworten zu Ihrem Bundesland nicht finden, bedeutet das: Die Ministerien haben uns keine oder keine aussagekräftige Antwort gegeben.

Folgendes gilt in allen Bundesländern:

  • Eltern können selbst entscheiden, ob und von wem ein Kind zuhause fremdbetreut wird, wenn es krank wird. Dazu geben die Länder und der Bund keine Regeln vor.

  • Großeltern gehören meist zur Risikogruppe. Sie sollten Kinder im Krankheitsfall nur dann betreuen, wenn es keinerlei Anzeichen einer Corona-Infektion gibt. Bei Unklarheiten über eine mögliche Corona-Infektion, sollten sich Risikogruppen zurückhalten.

  • Tests auf das Coronavirus SARS-CoV-2 führen stets ein Arzt oder das Gesundheitsamt durch. Sie entscheiden auch, ob ein Test überhaupt notwendig ist.

  • Die Kosten für die Tests müssen Eltern nicht selbst bezahlen. Die Kosten trägt die Krankenkasse oder das Land.

  • Eltern können unter Umständen einen Anspruch auf Leistungen nach Paragraph 56 des Infektionsschutzgesetztes haben, wenn Sie durch die Betreuung ihrer Kinder aufgrund einer behördlich angeordneten Schul- oder Kitaschließung nicht arbeiten konnten und deshalb einen Verdienstausfall erlitten haben. Näheres dazu finden Sie hier.

  • Im Fall eines positiven Coronatests laufen bundesweit die gleichen Mechanismen entsprechend der Empfehlungen des Robert Koch-Instituts ab: Ein positives Testergebnis wird automatisch an das zuständige Gesundheitsamt gemeldet. Dieses ermittelt sofort Kontaktpersonen und koordiniert gegebenenfalls weitere Testungen für diese. Außerdem werden eventuell Quarantänemaßnahmen angeordnet. Das Vorgehen des Gesundheitsamtes richtet sich immer nach dem Einzelfall und der Situation vor Ort.

Die Regelungen der Bundesländer für die Corona-Tests an Schulen

Rheinland-Pfalz

Schulstart: 17.8.2020

Alle Lehr- und Erziehungskräfte an Schulen und Kitas in Rheinland-Pfalz können sich noch bis zum 15. September 2020 freiwillig auf das Coronavirus testen lassen. Allerdings ist pro Person nur ein Test möglich. Die Kosten dafür übernimmt nach Aussagen des Bildungsministeriums das Land. Das freiwillige Angebot ergänze die bestehende Teststrategie mit anlassbezogenen Tests beim Auftreten von Symptomen sowie Reihentests an einzelnen Schulen und Kita.

Schüler mit coronaspezifischen Krankheitssymptomen wie unter anderem Fieber, Halsschmerzen, trockener Husten, Kopf- und Gliederschmerzen, Durchfall, Verlust von Geschmacks-/Geruchssinn oder Atemprobleme dürfen nach Angaben der Landesregierung nicht in die Schule. Bei Auftreten von Symptomen während der Unterrichtszeit sollen die betreffenden Schüler isoliert und die Eltern informiert werden. Außerdem sollen das Datum des ersten Auftretens der Symptome, der Name des Kindes sowie eine Zuordnung der Erkrankung zu den Kategorien "Erkältungssymptome", "Bauchschmerzen/Übelkeit", "Allgemeine Schmerzen", "Sonstiges" notiert werden. Die Schulleitung muss die Information vier Wochen aufbewahren und anschließend vernichten.

Schüler mit nur leichten Symptomen wie Schnupfen, leichtem Husten, Halsschmerzen oder einem bereits bekannten Heuschnupfen oder einer Pollenallergie dürfen in der Schule weiterhin betreut werden.

Sollte ein positiver Fall von Corona in der Schule auftreten, müssen nach Vorgaben des Gesundheitsamts etliche Personen getestet werden und in Quarantäne. Das gilt für Personen mit Symptomen, nahe Kontaktpersonen der Kategorie I (ab 15 min "face to face") sowie für die gesamte Klasse oder den Kurs, auch wenn die Mitglieder keine Symptome aufweisen. Ähnlich ist die Regelung in den Kitas: Bei einer Neuinfektion wird das gesamte Umfeld getestet, auch wenn die betreffenden Personen keine Symptome zeigen. Sämtliche Personen, die Kontakt zu einem Infizierten hatten, müssen in Quarantäne.

Die Entscheidung, ob eine Person die häusliche Quarantäne verlassen kann, trifft das zuständige Gesundheitsamt. Laut Landesregierung ist die Vorlage eines negativen Testergebnisses weder vorgeschrieben, noch ist die Schulleitung berechtigt, einen Test zu verlangen.

Updates zum Schul- und Kitastart finden Sie hier:
Schulen: https://corona.rlp.de/de/themen/schulen-kitas/faqs-schule/
Kitas. https://corona.rlp.de/de/themen/schulen-kitas/faqs-kita/

Hessen

Schulstart: 17.8.2020

Lehrkräfte ohne Symptome können sich nach Angaben des hessischen Kultusministeriums bis zum 1. Oktober 2020 kostenfrei im Abstand von 14 Tagen testen lassen. Wegen der großen Nachfrage hat die Landesregierung das Testangebot inzwischen erweitert. Anspruchsberechtigt sind nun alle, die in einer Schule für das Land, den Schulträger oder Jugendhilfeträger sowie freie Träger tätig sind und regelmäßig mit Schülern Kontakt haben. Dazu gehören unter anderen Betreuer aus dem Ganztag, Schulsozialarbeiter oder auch Hausmeister.

Für den Umgang mit Krankheits- und Erkältungssymptomen gibt es für Schulen und Kitas eine einheitliche Vorgehensweise:  Weist ein Kind Krankheitssymptome für Covid-19 auf, darf es Kita oder Schule nicht besuchen. Schnupfen ohne weitere Krankheitszeichen, genauso wie gelegentlicher Husten oder Halskratzen sind kein Grund für einen Ausschluss. Sollte das Kind Symptome aufweisen, die deutlicher auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 hinweisen (Fieber über 38 Grad, trockener Husten, Störung des Geschmacks- und Geruchssinns), muss es zuhause bleiben. Ob es getestet wird, entscheidet der behandelnde Kinderarzt. Ist das Testergebnis positiv, gilt folgende Regelung: Das Kind muss mindestens 48 Stunden symptomfrei sein und darf frühestens zehn Tage nach Symptombeginn die Kita oder Schule wieder besuchen. Zur Wiederzulassung ist kein negativer Virusnachweis und auch kein ärztliches Attest notwendig.

Updates zum Schul- und Kitastart in Hessen finden Sie hier:
https://soziales.hessen.de/kita-regelbetrieb-seit-dem-6-juli
https://kultusministerium.hessen.de/schulsystem/aktuelle-informationen-zu-corona

Auf der folgenden Seite gibt die Landesregierung eine grafisch aufbereitete Handlungsanweisung im Falle auftretender Symptome:
https://kultusministerium.hessen.de/sites/default/files/media/hkm/anlage_5_umgang_mit_krankheits_und_erkaeltungssymptomen_bei_kindern_und_jugendlichen.pdf

Bremen

Schulstart: 27.8.2020

Vorgaben für regelmäßige Tests gibt es nicht. Derzeit bietet die Landesregierung jedoch allen Beschäftigten in Kindertagesstätten an, sich bis Ende September freiwillig testen zu lassen. Zudem erarbeitet das Gesundheitsamt Bremen mit dem Ressort für Kinder und Bildung sowie dem Leibniz-Institut der Universität Bremen eine wissenschaftliche Begleitung in Schulen – dabei sollen Tests eine zentrale Rolle spielen. An zwei Grundschulen wurde diese Praxis vor den Sommerferien erprobt. Die Testergebnisse waren nach Aussagen des Senats durchweg negativ.

Haben Kinder Krankheitssymptome, die auch auf eine Covid-19-Erkrankung hindeuten könnten, ist jederzeit eine Testung möglich, die Landesregierung empfiehlt diese sogar. Das Ergebnis soll innerhalb von 36 Stunden vorliegen. Eine Pflicht besteht jedoch nicht.

Sollte ein Kind positiv getestet werden, hat der Bremer Senat für Kitas und Schulen eine einheitliche Vorgehensweise beschlossen. Sämtliche Personen, die engeren Kontakt mit dem Infizierten hatten (Kategorie 1), müssen sich unmittelbar in Quarantäne begeben. Die betroffenen Kinder und Schüler sollen sich am ersten Tag nach dem Kontakt testen lassen. Eine weitere Testung nach sieben Tagen und – im Falle eines positiven Befunds – nach 14 Tagen wird empfohlen. Auch im Falle eines negativen Ergebnisses dauert die Quarantäne für Kontaktpersonen der ersten Kategorie im Normalfall 14 Tage. Bei Kontaktpersonen der Kategorie 2 (Abstandsregeln wurden eingehalten, direkter Gesichtskontakt weniger als 15 Minuten) endet Quarantäne spätestens nach sieben Tagen, wenn keine Symptome oder ein positives Testergebnis vorliegen.

Kinder mit leichtem Schnupfen oder Husten dürfen weiter betreut werden. Sie benötigen auch kein ärztliches Attest. Leichte Erkältungssymptome seien kein hinreichender Grund, um zuhause zu bleiben, sagt die Bremer Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard und verspricht: "Gerade mit Blick auf den Herbst werden Eltern, Kita und Schulen in diesen Fragen intensiv begleitet."

Updates zum Schul- und Kitastart in Bremen finden Sie hier:

https://www.bildung.bremen.de/informationen_zum_coronavirus-237989

Hamburg

Schulstart: 6.8.2020

Die Hansestadt verweist in ihrer Antwort auf die Homepage der Stadt und auf die Website der Behörde für Schule und Berufsbildung (siehe Links unten).

Screening-Tests von Lehrern, Erziehern und Betreuern sowie Kindern und Jugendlichen sind offenbar nicht vorgesehen. Beschäftigte an Schulen können sich aber bis zu den Herbstferien bis zu dreimal testen lassen.

Für Kita-Kinder und Schüler mit leichten Erkältungssymptomen gilt dieselbe Vorgehensweise: Handelt es sich lediglich um einen Schnupfen ohne weitere Symptome, darf das Kind weiter betreut werden.  Zu Hause bleiben sollte das Kind dagegen, wenn es unter akuten Atemwegserkrankungen leidet und mögliche Symptome einer Covid-19-Erkrankung zeigt. Hierzu gehören: Fieber ab 38 Grad, trockener Husten, Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Übelkeit und Durchfall. Nach den aktuellen Regelungen dürfen Kinder mit diesen Symptomen die Betreuungseinrichtung nicht besuchen.

Sollte das Kind oder der Schüler typische Symptome zeigen, entscheidet der Arzt, ob ein Test sinnvoll ist oder nicht. Wird kein Test angeordnet oder ist der Test negativ, muss das Kind zuhause bleiben, bis es mindestens einen Tag fieberfrei und wieder körperlich fit ist. Ist das Kind an Covid-19 erkrankt, gelten die Vorgaben des Gesundheitsamts, hierzu gehören 14 Tage in Quarantäne.

Das Gesundheitsamt übernimmt die Rückverfolgung der Kontaktpersonen mithilfe der Informationen von Schule oder Kita. Außerdem werden weitere Schritte wie Testungen und Quarantäne für alle Kontakte veranlasst.
Updates zum Schul- und Kitastart in Hamburg finden Sie hier:

https://www.hamburg.de/coronavirus/kita/

https://www.hamburg.de/coronavirus/schulen#anker_11

https://www.hamburg.de/bsb/13679646/corona-faqs/

Niedersachsen

Schulstart: 27.8.2020

Tests auf SARS-CoV-2 sind laut dem niedersächsischen Gesundheitsministerium nur vorgesehen, wenn es zu einem Corona-Ausbruch kommt. Wenn also bei einem Kind oder dem pädagogischen Personal eine Covid-19-Erkrankung im Labor bestätigt wurde. Unter bestimmten Voraussetzungen greift auch eine neue präventive Teststrategie: In Landkreisen oder kreisfreien Städten, in denen die Zahl von 35 Fällen pro 100.000 Einwohnern in einem Zeitraum von sieben Tagen überschritten wird (sogenannte 7-Tages-Inzidenz), soll unter anderem in Kindertagesstätten des betreffenden Landkreises getestet werden.

Bei einem Infekt mit Schnupfen oder leichtem Husten dürfen die Kinder auch weiterhin in die Schule oder in die Kita gehen. Dies gilt auch bei Vorerkrankungen wie beispielsweise Heuschnupfen oder Pollenallergie. Bei Infekten mit schwereren Krankheitssymptomen wie beispielsweise Husten, Halsschmerzen und Fieber muss sich das Kind zuhause auskurieren. Nach 48 Stunden Symptomfreiheit kann die Kindertagessstätte oder die Schule ohne weitere Auflagen – das heißt ohne ärztliches Attest und ohne Testung – wieder besucht werden, sofern das Kind keinen Kontakt zu einer Person hatte, die an Covid-19 erkrankt ist.

Anders sieht es aus, wenn das Kind eine schwerere Symptomatik aufzeigt. Dazu zählen Fieber ab 38,5 Grad und ein akuter, unerwartet auftretender Infekt insbesondere der Atemwege oder anhaltender starker Husten, der nicht durch eine Vorerkrankung erklärbar ist. In diesem Fall sollte ein Arzt aufgesucht werden, um die Symptome klären zu lassen. Dieser entscheidet, ob ein Test auf SARS-CoV-2 durchgeführt wird und ob, beziehungsweise wann das Kind unter welchen Bedingungen wieder die Schule oder Kita besuchen darf.

Personen mit Symptomen, die auf eine Covid-19-Erkrankung hindeuten, sollten umgehend telefonischen Kontakt mit dem behandelnden Hausarzt beziehungsweise Kinder- und Jugendarzt aufnehmen. Dieser entscheidet, welche Diagnostik angezeigt ist. Für Kontaktpersonen von Covid-19-Erkrankten ordnet das zuständige Gesundheitsamt die notwendigen Maßnahmen, wie Quarantäne und Testungen an.

In den meisten Fällen wird die Probe am Tag der Testung ins Labor geschickt und am Folgetag dort untersucht. Das Ergebnis liegt ca. 24 bis 36 Stunden nach Testung vor.

Updates zum Schul- und Kitastart in Niedersachsen finden Sie hier:

https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/hinweise_fur_schulen_und_kitas/hinweise-fur-schulen-und-kitas-191128.html

Schleswig-Holstein

Schulstart: 10.8.2020

Kinder mit leichten Erkältungssymptomen werden nicht getestet. Routinemäßige Tests finden statt bei Atemnot, Hinweisen auf eine virale Lungenentzündung oder bei Verlust des Geruchs- und Geschmackssinnes. Sollte es einen Corona-Ausbruch in der Schule oder Kita geben, sind flächendeckende Tests in der Einrichtung vorgesehen.

Für Kita- und Schulkinder gilt: Ein einfacher Schnupfen ohne weitere Krankheitszeichen (ebenso wie Halskratzen leichtes oder gelegentlich schwaches Husten oder Räuspern) sind keine Ausschlusskriterien (Stand: 26. August 2020). Treten keine weiteren Symptome wie etwa Husten oder Fieber auf oder klingt der Schnupfen ab, kann das Kind die Einrichtung besuchen.

Bei Fieber (ab 38 Grad Celsius), Muskel- und Gliederschmerzen, trockenem Husten, Halsschmerzen oder Verlust des Geruchs- und/oder des Geschmackssinns sollen Kinder zu Hause bleiben. Ist das Kind mindestens 24 Stunden fieberfrei, wieder in einem guten Allgemeinzustand und sind keine weiteren Symptome hinzugekommen, darf es wieder in die Kita beziehungsweise in die Schule.

Aber: Sehen die Eltern bei den oben genannten Symptomen die Notwendigkeit eines Arztes, entscheidet dieser über einen Test auf das Coronavirus. Wird kein Test angeordnet, muss das Kind mindestens 24 Stunden zu Hause bleiben. Bei einem negativen Testergebnis kann das Kind wieder in die Schule oder in die Kita – sofern es wieder allgemein gesund ist. Bei einem positiven Testergebnis ist den Anweisungen des jeweiligen Gesundheitsamtes Folge zu leisten.

Updates zum Schul- und Kitastart in Schleswig-Holstein finden Sie hier:

https://www.schleswig-holstein.de/DE/Schwerpunkte/Coronavirus

Nordrhein-Westfalen

Schulstart: 12.8.2020

Tests an Kitas und Schulen erfolgen aktuell anlassbezogen nach Einschätzung der örtlichen Gesundheitsbehörden. Lehrer und Kita-Beschäftigte haben die Möglichkeit, sich vorerst bis zu den Herbstferien alle 14 Tage freiwillig auf das Corona-Virus testen zu lassen. Um die Laborkapazitäten nicht zu überlasten, werden Lehrer und Betreuer im wöchentlichen Wechsel getestet. In der Regel liegt das Ergebnis nach ein bis zwei Tagen vor.

Kinder mit Schnupfen, die sonst keine weiteren Symptome haben und sonst fit wirken, sollten für 24 Stunden zu Hause beobachtet werden. Bleiben weitere Symptome wie etwa Husten oder Fieber aus, kann das Kind ohne ärztliches Attest zurück in die Kita.

Kinder mit Fieber und/oder Symptomen, die nach Einschätzung der Eltern und der Einrichtung auf eine akute, infektiöse und ansteckende Erkrankung hinweisen, sollen sich zu Hause auskurieren oder gegebenenfalls einem Kinderarzt vorgestellt werden.

In Bezug auf Schulkinder fällt die Antwort des zuständigen nordrhein-westfälischen Ministeriums unklar aus. Die Behörde verweist auf das Schulgesetz. Darin steht: Schüler dürfen nur vom Unterricht ausgeschlossen werden, wenn sie eine konkrete Gefahr für die physische und psychische Unversehrtheit der anderen Kinder bedeuten. Die Entscheidung trifft die Schulleitung aufgrund eines regelmäßig zu überprüfenden amtsärztlichen Gutachtens. Ob das auch bei Erkältungen nötig ist, wird nicht geklärt.

Updates zum Schul- und Kitastart in Nordrhein-Westfalen finden Sie hier:

https://www.schulministerium.nrw.de/themen/recht/schulgesundheitsrecht/infektionsschutz/angepasster-schulbetrieb-corona-zeiten

https://www.mkffi.nrw/corona-aktuelle-informationen-fuer-die-kindertagesbetreuung

Saarland

Schulstart: 17.8.2020

Im Rahmen eines neuen Testkonzeptes erhalten alle Lehrkräfte zu Beginn des Schuljahres die Möglichkeit, sich freiwillig auf SARS-CoV-2 testen zu lassen. Bei Bedarf können sie sich auch ein weiteres Mal testen lassen. Die Kosten trägt das Land. Zusätzlich wird es eine Studie in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum des Saarlandes geben. So sollen zusätzliche Erkenntnisse über das Infektionsgeschehen in Schulen und Kitas gewonnen werden.

Ein Schnupfen wird in vielen Einrichtungen toleriert. Da aber Erkältungssymptome wie Schnupfen zu den möglichen Anzeichen für eine Covid-19-Erkrankung zählen, sind die Leitungen der Kindertageseinrichtungen von den Trägern angewiesen, gegebenenfalls kranke Kinder abzuweisen. Auch können die Leitungen ein ärztliches Attest einfordern, das bestätigt, dass das Kind gesund ist und betreut werden darf.

Tests auf SARS-CoV-2 werden vornehmlich nach den Empfehlungen des Robert Koch-Institutes (RKI) durchgeführt. Neben Erkältungssymptomen muss deshalb ein konkreter Infektionsverdacht bestehen. Dieser kann zum Beispiel vorliegen, wenn sich das Kind in einem Risikogebiet aufgehalten hat oder Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatte.

Zeigt ein Schüler einschlägige Symptome, soll er einem Arzt vorgestellt werden.  Dieser entscheidet, ob ein Test sinnvoll ist oder nicht. Wird kein Test angeordnet oder ist der Test negativ, muss das Kind zu Hause bleiben bis alle Symptome abgeklungen sind. Bei einem positiven Ergebnis gelten die Vorgaben des Gesundheitsamts. Das Kind muss 14 Tage in Quarantäne. Sämtliche Kontaktpersonen werden informiert und werden gegebenenfalls getestet und isoliert.

Die Auswertung eines Corona-Abstriches kann bis zu zwei Tage in Anspruch nehmen. Die Zeitspanne ist vom aktuellen Testaufkommen abhängig.

Updates zum Schul- und Kitastart im Saarland finden Sie hier:

https://corona.saarland.de/DE/schulenundkitas/faq-schule/faq-schule_node.html

Mecklenburg-Vorpommern

Schulstart: 3.8.2020

Kinder, Kita-Personal, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte werden getestet, wenn sie typische Symptome einer Covid-19-Erkrankung zeigen. Sind sie symptomfrei, besteht keine Testpflicht. Das Gesundheitsamt nimmt außerdem wissenschaftlich begleitete Testungen an ausgewählten Lehrkräften, Erzieherinnen und Erziehern, sowie Kindern und Jugendlichen vor. Für Kita-Beschäftigte und Lehrpersonal gibt es die Möglichkeit, sich freiwillig bis zu fünf Mal testen zu lassen. Hat ein Kind leichte Erkältungssymptome, prüft der behandelnde Arzt, ob eine Testung sinnvoll ist. Das Ergebnis liegt in der Regel nach zwei bis drei Tagen vor.

Kinder mit einem leichten Schnupfen dürfen in den Einrichtungen betreut werden. Nehmen die Beschwerden aber zu und verschlechtert sich der Allgemeinzustand des Kindes, muss es zuhause bleiben. Eltern sollten sich dann telefonisch in der betreuenden Kinderarztpraxis melden. Mit dieser wird das  weitere Vorgehen besprochen.

Zur besseren Einschätzung bestimmter Atemwegssymptome hat das mecklenburg-vorpommerische Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) eine Handlungsempfehlung für Kitas und Schulen erarbeitet.

Kinder dürfen die Einrichtungen wieder besuchen, wenn ein Test auf SARS-CoV-2 negativ ausgefallen ist und das Kind 24 Stunden fieberfrei war. Auch wenn der Arzt attestiert, dass eine Weiterverbreitung des Infektes/der Krankheit nicht mehr zu befürchten ist, darf das Kind wieder betreut werden.

Das Landesamt für Gesundheit und Soziales erstellt wöchentlich einen Lagebericht, wie viele Kinder mit akuten Erkältungssymptomen getestet werden und wie viele Tests positiv ausfallen. Seit dem 8. Juni 2020 wurden von den 24 teilnehmenden Kinderarztpraxen 5.597 Kindern mit akuten Erkältungssymptomen gemeldet. 2.392 Kinder wurden auf SARS-CoV-2 getestet. Bei zwei Kindern war das Ergebnis positiv. Aktuelle Zahlen finden Sie hier: https://www.lagus.mv-regierung.de/Gesundheit/InfektionsschutzPraevention/Daten-Corona-Pandemie

Kinder, die positiv getestet worden sind, können nach zehn Tagen häuslicher Isolation und 48 Stunden Symptomfreiheit wieder die Kindertageseinrichtungen besuchen.

Updates zum Schul- und Kitastart in Mecklenburg-Vorpommern finden Sie hier:

https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/bm/Blickpunkte/Coronavirus

https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/wm/

https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/sm/

Bayern

Schulstart: 8.9.2020

Für Schulen gilt: Lehrkräfte und Unterrichtspersonal im Sinn von Art. 60 Bayerisches Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesen (BayEUG) können innerhalb der ersten vier Wochen nach Unterrichtsbeginn des neuen Schuljahres 2020/2021 einmalig an einer Reihentestung teilnehmen. Das Testangebot ist freiwillig.

Lässt es das Infektionsgeschehen zu, starten alle Schulen in Bayern im Regelbetrieb unter bestimmten Hygieneauflagen. Auf der Webseite des bayerischen Kultusministeriums finden Sie ihn als PDF unter dem Titel "Rahmen-Hygieneplan zur Umsetzung des Schutz- und Hygienekonzepts für Schulen nach der jeweils geltenden Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 2. September 2020 (Geltung ab dem Schuljahr 2020/2021)" den entsprechenden Plan. Es soll so viel Präsenzunterricht wie möglich stattfinden. Daher haben das Kultus- und Gesundheitsministerium einen Drei-Stufen-Plan1 entwickelt. Dieser Stufenplan orientiert sich am Infektionsgeschehen, an der sogenannten "7-Tage-Inzidenz" (d. h. an der Zahl der Neuinfektionen der letzten sieben Tage pro 100.000 Einwohner in einem Landkreis bzw. einer kreisfreien Stadt). Tagesaktuelle Daten zur 7-Tage-Inzidenz werden jeweils unter https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektionsschutz/infektionskrankheiten_a_z/coronavirus/karte_coronavirus/ veröffentlicht.

Für Kitas gilt: Ab dem 1. September 2020 dürfen alle Kinder ihre Einrichtung wieder regulär besuchen, sofern sie

  • keine Symptome einer akuten, übertragbaren Krankheit haben (davon ausgenommen sind Kinder, die lediglich milde Krankheitssymptome, wie zum Beispiel leichten Schnupfen ohne Fieber, aufweisen)
  • nicht in Kontakt zu einer infizierten Person stehen bewziehungsweise seit dem Kontakt mindestens 14 Tage vergangen sind und
  • keiner sonstigen Quarantänemaßnahme unterliegen.


Grundsätzlich gilt: Alle Bewohner Bayerns können sich auch ohne Symptome freiwillig, jederzeit bei einem Vertragsarzt der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern testen lassen. Die Kosten trägt das Bundesland Bayern. Vorrang haben aber Patienten mit Symptomen oder Verdacht auf eine Covid-19 Infektion. Diese sollen ihr Ergebnis innerhalb von 24 Stunden erhalten. Alle, die sich freiwillig und symptomfrei testen lassen, erhalten ihr Ergebnis spätestens nach einer Woche.

Für die Beschäftigten in Kindertagesstätten, die direkten Kontakt zu Kindern haben, gibt es zusätzliche, freiwillige Testangebote. Auch hierfür übernimmt das Bundesland Bayern die Kosten.

Kindertageseinrichtungen können aktuell ein ärztliches Attest, das ein Kind als gesund ausweist bzw. einen negativen Corona-Test akzeptieren, müssen das aber nicht. Hintergrund ist, dass ein Attest bzw. ein negativer Corona-Test stets nur eine Momentaufnahme darstellen.

Updates zum Schul- und Kitastart in Bayern finden Sie hier:

https://www.km.bayern.de/

https://www.stmas.bayern.de/coronavirus-info/corona-kindertagesbetreuung.php

https://www.stmgp.bayern.de/coronavirus/

Sachsen-Anhalt

Schulstart: 27.8.2020

Aufgrund des niedrigen Infektionsgeschehens in Sachsen-Anhalt gibt es derzeit keine systematischen Testungen an Schulen. Diese würden möglicherweise zu einer trügerischen Sicherheit führen, erklärt die zustände Behörde, denn: Ein aktuelles Testergebnis beschreibt immer nur eine Momentaufnahme, die sich jederzeit ändern kann.

Insofern soll an Schulen nur getestet werden, wenn es lokale Ausbrüche gibt. Bisher wurden bereits mehr als 1000 Schüler, Lehrkräfte und pädagogisches Personal auf SARS-CoV-2 getestet.

Bei Kita-Kindern mit leichten Erkältungssymptomen sieht das sachsen-anhaltinische Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration keine Testungen vor. Untersuchungen des Landes konnten zeigen, dass insbesondere bei Kindern hauptsächlich andere Erkältungsviren zu Symptomen wie Husten und Schnupfen führten. Kita-Kinder mit Erkältungsymptomen dürfen daher betreut werden. Nehmen die Beschwerden zu, entscheidet der behandelnde Arzt, ob ein Test auf SARS-CoV-2 nötig ist. In der Regel liegt das Testergebnis am nächsten Tag vor.

Haben Kinder Krankheitssymptome, die auf eine Covid-19-Erkrankung hindeuten, insbesondere Fieber in Kombination mit trockenem Husten dürfen sie die Einrichtung nicht besuchen. Dann sollten Eltern sich telefonisch beim behandelnden Kinder- und Jugendarzt informieren. Die Behörde rät, solche Beschwerden in jedem Fall von einem Arzt klären zu lassen.

Eltern von Kitakindern sind vor Beginn der ersten Betreuung in der Einrichtung dazu verpflichtet, einmalig eine schriftliche Bestätigung abzugeben. Damit erklären sie, dass sie ihr Kind jeden Tag gesund und ohne typische Covid-19-Symptome in die Betreuung geben und auch kein Kontakt zu einer an Covid-19 erkrankten Person bestand. Die Eltern erklären anschließend mit jeder Übergabe des Kindes an die Einrichtung automatisch, dass das Kind frei von einschlägigen Symptomen ist, die nicht auf chronische Krankheiten oder Allergien zurückzuführen sind.

Updates zum Schul- und Kitastart in Sachsen-Anhalt finden Sie hier:

https://coronavirus.sachsen-anhalt.de/

https://ms.sachsen-anhalt.de/aktuelles/

https://ms.sachsen-anhalt.de/themen/gesundheit/aktuell/coronavirus/

Thüringen

Schulstart: 31.8.2020

Aufgrund des aktuellen mäßigen Infektionsgeschehens finden Schule und Kindergarten im Regelbetrieb statt. Zurzeit wird ein thüringenweites Testsystem auf SARS-CoV-2 aufgebaut. Alle Beschäftigten in Kindertageseinrichtungen und Schulen können sich jetzt freiwillig auf eine akute Infektion testen lassen. Das Testsystem besteht mit Blick auf Schulen und Kindergärten aus zwei Stufen.

Stufe eins bietet freiwillige Testmöglichkeiten für Personal an Schulen und Kindergärten ab dem 17. August 2020 an. Das Bildungsministerium hat hierzu am 29. Juli 2020 einen Vertrag mit der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen abgeschlossen. Diese Stufe soll dann von einem thüringenweiten System von Pooltestungen abgelöst werden. In dieses werden dann auch alle Kinder und Jugendliche an Schulen und Kindergärten mit einbezogen w

Dieser Text gibt den derzeitigen Informationssstand zum angegebenen Datum wieder. Er wird regelmäßig nach den neuesten Kenntnissen aktualisiert.