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Stillhütchen: Was Sie beachten sollten

Wenn das Stillen nicht klappt, können Stillhüte manchmal helfen. Ob der Einsatz sinnvoll ist und wie man sie richtig anwendet, erklärt eine Stillberaterin

von Annett Zündorf, aktualisiert am 22.08.2019

Probleme beim Stillen können für Mutter und Kind sehr kräftezehrend sein. Manche Babys schaffen es nicht, richtig und ausdauernd zu saugen. Oder sie bekommen die Brustwarze nicht richtig zu fassen oder können sie nicht halten. Das ist frustrierend für den Säugling und für die Mutter: Das Baby wird nicht satt, die Milchbildung wird nicht richtig angeregt und die Mutter bekommt dazu vielleicht noch wunde Brustwarzen.

Bevor der Stillhut eingesetzt wird, bitte immer von einer Stillberaterin beraten lassen. Sie prüft, warum das Baby die Brustwarze nicht gut fassen kann. Zur Behandlung wunder Brustwarzen sind Stillhütchen in der Regel nicht hilfreich, da sie die Ursache nicht beseitigen können. Wer sie dennoch vorübergehend einsetzt, sollte sie richtig anwenden.

Apotheker als Stillhelfer

Kleine Helfer beim Stillen

Der Stillhut ist ein Aufsatz aus transparentem Silikon für die Brustwarze. Manchmal wird er auch Brusthut genannt. Es gibt ihn in verschiedenen Größen – zum Beispiel in Apotheken. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten dafür meist meist nicht. Manche Babys trinken nur für kurze Zeit mit Stillhütchen, später klappt es ohne. Aber es gibt auch Kinder, die dauerhaft mit Stillhut trinken. Die Hamburger Still- und Laktationsberaterin (IBCLC) Sabine Roßnick erklärt, wie Mütter den Stillhut richtig einsetzen.

So wenden Sie Stillhütchen richtig an

  • Der Hut muss genau auf die Brustwarze passen. Er soll nicht zu locker, aber auch nicht zu fest sitzen. Ist ein Stillhut zu klein, kaut das Baby nur auf der Spitze der Brustwarze herum, diese wird wund. "Das Stillen sollte nicht schmerzen", sagt Stillberaterin Roßnick. "Die Größe des Brusthutes muss unbedingt individuell passend sein."
  • Zuerst den Stillhut mit warmem Wasser oder mit einigen Tropfen Muttermilch anfeuchten, dann den Schaft umstülpen und den Hut gedehnt aufsetzen. Der Stillhut kehrt in seine Ausgangsform zurück und saugt dabei die Brustwarze in den Schaft ein, sodass er gut fixiert ist.
  • Das korrekte Anlegen ist auch beim Stillen mit Stillhut unerlässlich, es sollte möglichst viel Gewebe im Mund des Kindes verschwinden. Die Lippen des Babys liegen ausgestülpt auf dem Rand des Hutes.
  • Trinken Babys mit Stillhut, ist es wichtig, die Brust von Anfang an gut zu stimulieren, damit dauerhaft genug Milch gebildet wird. Nach sechs bis acht Wochen kann zusätzliches Abpumpen zweimal täglich nötig sein, um die Milchproduktion aufrechtzuerhalten.
  • Der Stillhut sollte nur so lange wie nötig und so kurz wie möglich eingesetzt werden. Mütter sollten deshalb immer mal wieder versuchen, auf den Stillhut zu verzichten. Wenn das Baby etwas größer ist, klappt das Stillen oftmals ohne die Hilfe.
  • Ein neuer Stillhut muss vor dem ersten Stillen ausgekocht werden – und dann alle 24 Stunden einmal. Nach dem Stillen reicht es, ihn unter fließendem warmen Wasser mit einem Tropfen Spülmittel gründlich abzuspülen. Sieht er abgekaut aus oder verfärbt er sich milchig, bitte austauschen.

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