Stillen: Was hilft bei wunden Brustwarzen?

Gerade zu Beginn der Stillzeit werden bei vielen Müttern die Brustwarzen wund und schmerzen. Apotheker Ralf Schlenger erklärt, was dann hilft

von Apotheker Ralf Schlenger, aktualisiert am 10.01.2017

Die richtige Anlegetechnik beim Stillen beugt wunden Brustwarzen vor


Wunde Brustwarzen vermeiden: Das hilft

Um wunde Brustwarzen zu vermeiden, ist es besonders wichtig, das Baby richtig an der Brust anzulegen und korrekt wieder abzunehmen. Manchmal stimmt nur eine Kleinigkeit nicht. Liegt das Kind zum Beispiel ungünstig, verformt es mit seinem Mund die Brustwarze und klemmt sie im Kiefer ein. Auch kann ein abruptes Lösen des Kindes von der Brust kleine Einrisse bewirken.

Selten führen Besonderheiten bei der Mutter – wie etwa Hohlwarzen – oder dem Gaumen oder der Zunge des Kindes zu einer falschen Saugtechnik beim Baby. Fragen Sie Ihre Hebamme oder Stillberaterin und lassen Sie sich von ihr verschiedene Still­positionen zeigen. Wechseln Sie bei schmerzenden Brustwarzen die Position häufiger.

Wunde Brustwarzen? Die richtige Pflege

Vor jedem Stillen sollten Sie Ihre Hände gut waschen. Nach dem Stillen können Sie hochgereinigtes Wollwachs auf die Brustwarzen auftragen. Erwärmen Sie eine erbsengroße Menge zwischen den Fingern und reiben Sie die Brustwarze und den Warzenhof damit ein. Verwenden Sie nur spezielle hochgereinigte, paraffinfreie Brustwarzensalben, die vor dem Stillen nicht abge­waschen werden müssen.

Viele Hebammen empfehlen, einen Tropfen Muttermilch auf die Brust zu geben.

Beim Stillen zu Hilfsmitteln greifen

Stilleinlagen, ob als Einweg- oder als waschbare Variante, müssen trocken und sauber sein. Daher regelmäßig wechseln! Bei offenen Stellen der Brustwarzen beschleunigen spezielle Hydrogel-Pads aus der Apotheke die Heilung. Zwischen den Stillmahlzeiten können Brust­­warzenschoner verhindern, dass Kleidung unan­genehm reibt.

Bei entzündeten Brustwarzen können Still­hütchen das Stillen weiter ermöglichen. Allerdings reagieren manche Babys irritiert und trinken schlechter. Lassen Sie sich von Ihrer Hebamme und in Ihrer Apotheke beraten.


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