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Zytomegalie

Die Infektion mit dem Zytomegalievirus ist eine der häufigsten problematischen Infektionen in der Schwangerschaft

von Vanessa von Blumenstein-Langer, 14.12.2010

Zytomegalie (CMV) ist eine Virusinfektion, die für gesunde Erwachsene in der Regel harmlos ist. Übertragen wird das Virus über Speichel, Harn, Muttermilch, Blut und sexuelle Kontakte. Bei vielen Menschen verläuft die Infektion gänzlich unbemerkt. Bei manchen treten Symptome auf, die an eine leichte Grippe erinnern: Fieber, geschwollene Lymphknoten, Kopf- und Gliederschmerzen. Ist ein Mensch einmal an Zytomegalie erkrankt, trägt er das Virus lebenslang in sich, was in den meisten Fällen keine weiteren Konsequenzen hat. In Deutschland besitzt etwa die Hälfte der Erwachsenen Antikörper gegen CMV.

Steckt sich jedoch eine Schwangere im ersten oder zweiten Schwangerschaftsdrittel erstmalig mit dem Virus an, kann es beim Ungeborenen zu Missbildungen kommen. Neugeborene, die sich bereits vor der Geburt mit CMV infiziert haben können beispielsweise unter Hirnschädigungen, Gelbsucht oder Vergrößerungen von Milz und Leber leiden. Auch Fehlgeburten können eine Folge von CMV sein. Entwarnung geben Gynäkologen für Frauen, die die Erkrankung bereits vor der Schwangerschaft durchgemacht haben: In einem solchen Fall kann dem Baby in der Regel nichts passieren – auch wenn die werdende Mutter Kontakt mit Erkrankten hat.

Ob Sie gegen CMV immun sind, kann der Arzt mit einem Bluttest herausfinden. Die Kosten für den Test werden jedoch meist nicht von den Krankenkassen übernommen. Falls Sie überlegen, einen solchen Test zu machen, lassen Sie sich am besten von Ihrem Arzt beraten. Er weiß, ob er für Sie sinnvoll ist. Sprechen Sie mit ihm auch darüber, welche Konsequenzen das Testergebnis für Sie haben könnte. Eine Impfung gegen CMV gibt es bisher nicht.