Wellness-Tipps für Schwangere

Das Beste an der Schwangerschaft: Sie dürfen es sich richtig gut gehen lassen! Ein kleines Verwöhn-Programm

von Barbara Weichs, aktualisiert am 26.10.2017

Einmal tief durchatmen: Mit Yoga geht's entspannt durch die Schwangerschaft


Die Haut verwöhnen

Der Teint strahlend, die Haut geschmeidig – eine kleine Extraportion ­Pflege unterstützt jetzt die Haut optimal. Was Ihre schützende ­Hülle nun vor allem braucht: Feuchtigkeit, denn so bleibt sie elas­tisch. "Lassen Sie sich am bes­­ten beraten, welches Produkt zu Ihnen passt", sagt Apothekerin Meike ­­Roßberg aus Wuppertal.

Besonders effek­tiv, um abgestorbene Hautzellen zu entfernen: ein Peeling, ein- bis zweimal in der ­Woche angewendet. "Benutzen Sie ein Produkt mit mechanischen Reibekörpern", sagt Meike Roßberg. Auch eine Bürs­tenmassage, zum Beispiel mit einem Luffa-Handschuh, rubbelt die Haut glatt und regt die Durchblutung an. Anschließend gut eincremen! Peelings mit Vitamin A und Fruchtsäure sind für Schwangere nicht geeignet! Schenken Sie Ihrer Haut am Bauch besondere Aufmerksamkeit. Denn die extreme Dehnung kann dort zu Streifen führen. Mit Zupfmassagen können Sie vorbeugen. "Eine Garantie gibt es jedoch nicht, denn es spielt eine große ­Rolle, wie das Bindegewebe aufgebaut ist", erklärt die Apothekerin.

So geht’s: Ölen Sie zunächst Ihren Bauch (und die Oberschenkel) entweder mit einem hochwertigen Olivenöl oder einem duftneutralen ­Jojoba- oder Mandelöl mit kreisenden Bewegungen ein. Lassen Sie das Öl etwas einziehen. Nehmen Sie dann kleine  Hautrollen zwischen Daumen und Zeigefinger und zupfen Sie ­diese nach oben weg. Es darf nicht wehtun! Und: vier Wochen vor Geburtstermin nur noch ölen und nicht mehr zupfen!

Bitte nicht: Ohne Sonnenschutz rausgehen! Bereits eine halbe ­Stunde vorher eincremen, in unseren Breiten mit Lichtschutzfaktor 30, im Süden oder ­­Gebirge brauchen Sie LSF 50. Bitte nie ­direkt in der ­Sonne aufhalten!

Extra-Tipp: Trinken Sie genug, und bewegen Sie sich regelmäßig. Auch das macht die Haut schön!

In Bewegung bleiben

Sich weniger gestresst fühlen, seltener unter Stimmungsschwankungen leiden? Wenn Sie regelmäßig Sport machen, erreichen Sie das ganz nebenbei. "Bewegen Sie sich an möglichst vielen Tagen in der Woche 30 Minuten mit moderater Intensität", sagt Dr. Nina ­Ferrari vom Kölner Zentrum für Prävention im Kindes- und Jugendalter. Das heißt: Sie strengen sich an, können sich aber noch locker unterhalten.

Gut geeignet für Schwan­gere sind alle ­gelenkschonenden Sportarten wie Walken, Schwimmen, Radfahren in der Ebene oder Aquafitness. Sie sind bislang gejoggt? Dann spricht auch jetzt nichts dagegen, wenn es Ihnen gut geht. "Von Reiten, Mountainbiken oder an­deren Sportarten mit einem hohen Verletzungs­risiko ­rate ich ab", so Ferrari.

Bitte nicht: Sport treiben, wenn Ihnen schwindelig oder schlecht ist oder Sie Druck im Bauch spüren!

Extra-Tipp: Wer sich nicht gut motivieren kann, profitiert von einem Kurs. "Man lässt sich mit­reißen, lernt Gleichgesinnte kennen und kann sich zusätzlich austauschen", sagt Ferrari.

Schwitzen und entspannen

Einfach mal abschalten – und nebenbei noch die Abwehrkräfte stärken und Wasser­einlagerungen vorbeugen? All das macht das Wechselspiel von Hitze und ­Kälte eines Saunabesuchs möglich. Aber nur unter bestimmten Voraussetzungen:

  • Sie sind bereits eine erfahrene Saunagängerin, haben die Frühschwangerschaft hinter sich und keinen Bluthochdruck.
  • Sie gehen zu zweit in die Sauna für maximal zehn Minuten.
  • Sie legen ein Handtuch unter, duschen sich anschließend gut ab und vermeiden abruptes Abkühlen.

Alle Punkte gelten auch für einen Besuch im Dampfbad.

Bitte nicht: ln den Whirlpool steigen! Die Gefahr, dass das Wasser mit Keimen verunreinigt ist und eine Whirlpool-Dermatitis auslöst, ist sehr groß. "Es dauert nur wenige Sekunden, dann ist die Haut infiltriert, eitrige Pusteln entstehen", erklärt Doris Scharrel, Gynäkologin in Kronshagen.

Extra-Tipp: Wasser ist der ­beste Durst­löscher, ganz klar! Es spricht aber nichts dagegen, sich hin und wieder ­einen Smoothie zu gönnen, zum Beispiel aus Wasser­melone. Für ein Glas pürieren Sie 100 g Wassermelone mit 2 EL Zitronensaft und 3 Minzeblättern. Köstlich erfrischend!

Streicheleinheiten genießen

Sie sind total verspannt? Wie wär’s mit ­einer Mas­sage? Ob die klassische Variante mit Streichen, Kneten und Reiben oder eine Hot-Stone-Massage, bei der heiße Steine aufgelegt werden – erlaubt ist, was Ihnen guttut! In welcher Position Sie sich massieren lassen, hängt von Ihnen ab: Ist es Ihnen im Sitzen angenehmer oder in der Seitenlage? Manche Salons haben auch Liegen, die Platz für den Bauch lassen.

Bitte nicht: Massagen im Lendenwirbelbereich! "Hier liegen Akupunkturpunkte, die die Gebärmutter stimulieren können", erläutert Frauenärztin Doris Scharrel.

Extra-Tipp: eine Fußmassage. Alles, was Sie dafür brauchen, ist Ihren Partner und Öl. Probieren Sie aus, was Sie angenehm finden: leichte oder festere Ausstreichungen? Kreisende oder reibende Bewegungen? Schließen Sie die Augen, lassen Sie sich verwöhnen!

Den Rücken stärken

Die perfekte Ergänzung für Ihr Bewegungsprogramm: Yoga oder Pilates. "Viele Positionen sind super für Rücken, Schulter und Beckenboden und damit für die gesamte Haltung", erklärt Nina Ferrari. Richten sich Kurse spe­­ziell an Schwangere, steht oft der Entspannungseffekt im Vordergrund, ergänzt durch Atem­übungen, die für die Geburt relevant sein können. Sie müssen aber nicht in einen solchen Kurs wechseln: "Zertifizierte Lehrer wissen, worauf Sie jetzt achten müssen, und weisen Sie darauf hin", sagt Nina Ferrari.

Bitte nicht: Ins Hot Yoga oder Hot Pilates gehen! "Wir wissen aktuell zu wenig darüber, wie sich diese Art von Bewegung auf das Kind auswirkt", so Ferrari.

Extra-Tipp: den Rücken entlas­ten. So geht’s: Setzen Sie ­Ihren Po auf den Füßen ab, legen Sie die Arme nach vorn ausgestreckt auf den Boden. Strecken Sie den Oberkörper nach vorn und werden ganz lang im unteren Rücken.


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Das war uns nicht wichtig
Daran haben wir gar nicht gedacht
Klar, im Frühling/ Sommer/ Herbst/ Winter Geburtstag zu haben, ist doch viel schöner
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