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Welche Folgen hat Angst vor der Geburt?

Vielen Schwangeren wird beim Gedanken an die Geburt mulmig. Manche entwickeln eine starke Angst – und die kann Folgen haben

von Peggy Elfmann, aktualisiert am 07.05.2019
Schwangere

Angst vor der Geburt: Nur etwas mulmig oder dauernd große Sorgen?


Zehn bis 15 Prozent aller Mütter entwickeln nach der Geburt eine Depression. Eine finnische Studie mit mehr als 500 000 Müttern fand heraus: Frauen mit Geburtsangst sind häufiger betroffen. Wir fragten bei Expertin Prof. Dr. Corinna Reck nach, die Psychologin an der Ludwig-Maximilians-Universität München ist und die Mutter-Kind-Studien am Universitäts-Klinikum Heidelberg leitet.

Frau Prof. Dr. Corinna Reck

Frau Professor Reck, fast alle Schwangeren haben Angst vor der Geburt. Wann kann sie schwere ­­Folgen haben?

Zunächst einmal: Angst vor der Geburt ist keine Störung, sondern ganz normal. Denn ­eine Geburt bedeutet immer eine Grenz­erfahrung. Manche Frauen entwickeln aber eine richtige Angststörung.

Kann es jede Frau ­treffen? 

Im Prinzip ja. Aber ­eine Angststörung hat häufig eine Ur­sache: Das können psychische Erkrankungen oder traumatische Erfahrun­gen wie eine komplizierte erste Geburt sein.

Woran merken ­Schwangere, ob sie ­betroffen sind?

Wenn sie sich ­dauernd sorgen, dass mit dem Kind etwas nicht in Ordnung ist, sie große Angst vor der Geburt haben, schlecht schlafen, keinen Antrieb spüren, sich nicht auf das Baby freuen – das sind Warnzeichen. Dann sollte man den Frauenarzt oder die Hebamme ansprechen.

Warum entwickelt sich bei ihnen häufiger ­eine Wochenbett­depression?

Bei Geburtsangst, die sich als Angststörung äußert, sind Frauen permanent höherem Stress ausgesetzt. Häufig sind die Geburten komplizierter, wie ich in einer früheren Studie gezeigt habe. Zugleich gelingt den Frauen danach die Anpassung an das Leben mit Baby nur schlecht.

Ist ein Kaiserschnitt die Lösung für Betroffene?

Viele Frauen mit Geburtsangst kommen zwar mit dem Wunsch nach einem Kaiserschnitt in die ­Klinik. Aber man sollte nicht vor­eilig dazu raten, sondern zunächst versuchen, die ­Ängste mittels Therapie abzubauen.


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