Was tun bei Sodbrennen?

Wie gerne würden wir die Feuerwehr rufen, wenn es in der Speiseröhre brennt. Gut, dass es wirksame Tipps gegen Sodbrennen in der Schwangerschaft gibt

von Madlen Ottenschläger, aktualisiert am 23.01.2018
Frau hat Sodbrennen

Unangenehm: Schwangere kämpfen häufig mit Sodbrennen


Wie entsteht Sodbrennen?

Der Übeltäter ist die Salzsäure im Magensaft. Eigentlich verhindern Muskeln, dass sie aus dem Magen nach oben steigt. Das Schwangerschaftshormon Progesteron lockert aber den Magen-Schließmuskel. Ab der 30. Woche drückt auch der nun nicht mehr so winzige Bauchmensch verstärkt auf den Magen. Gelangt die Salzsäure dann in die Speiseröhre, die keine Schutzschicht hat, brennt das wie Feuer. "In meiner Praxis sprechen mich etwa zwei von zehn Schwangeren an", erzählt die Gynäkologin Dr. Verena Breitenbach. Ihre Vermutung: Das Brennen erleben in der Kugelzeit viele Frauen, den meisten helfen aber diese drei Tipps.

1. Achtsamer essen

Je üppiger und schwerer eine Mahlzeit, umso stärker dehnt sich der Magen aus und umso mehr Säure braucht er für die Verdauung. Deshalb: "Essen Sie kleine Mengen, und zwei bis drei Stunden vor dem Schlafen nichts mehr", rät der Gynäkologe Prof. Dr. Klaus Vetter, der zum wissenschaftlichen Beirat des Netzwerks "Gesund ins Leben" gehört. Werden Sie beim Essen zum Franzosen, denn "Käse schließt tatsächlich den Magen", verrät Ernährungsberaterin Dr. Gabriele Schilling aus Weil der Stadt. Gut zu wissen: Manche Lebensmittel wie Sprudelwasser, Schokolade oder Kaffee locken Säure, andere binden sie. Dazu gehören Kartoffeln, Milch oder Karottenbrei.

2. Besser schlummern

Schlummern Sie wie die Menschen Im Mittelalter: "Damals schliefen die Menschen oft mit erhöhtem Oberkörper und das ist auch mein Tipp bei Sodbrennen", sagt Klaus Vetter. So steigen Magenbrei und Säure schwerer auf. Und noch ein Trick: Schlafen Sie auf der linken Seite. Rechts ist der Mageneingang, daher fließt die Säure bei Rechtsschläfern etwas leichter in die Speiseröhre.

3. Aufmerksam sein

Kaffee lockt Säure, doch nicht bei allen Sodbrennengeplagten löst er das Feuer aus. Tipp: Führen Sie eine Woche lang Tagebuch darüber, was Sie wann gegessen und getrunken haben und wann die Beschwerden aufgetreten sind.

Medikamente geeignet?

Hilft dies alles nicht, gibt es Medikamente, die die Produktion der Magensäure verringern. Diese dürfen auch Schwangere nach ärztlicher Verordnung nehmen. "Meist genügt eine Kurzzeittherapie", sagt Klaus Vetter.

Tipps bei akuten Problemen

  • "Kauen Sie Mandeln, ganz langsam und genüsslich", rät Dr. Verena Breitenbach.
  • "Essen Sie Hafer-Porridge", empfiehlt Dr. Gabriele Schilling. Dazu 300 ml Milch mit einer Prise Salz aufkochen. 50g Haferflocken einrühren und für ca. vier Minuten rührend einkochen. Eine Banane klein schneiden, in das Porridge geben.

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