Was tun bei Sodbrennen?

Viele Schwangere leiden unter Sodbrennen. Was gegen den lästigen Rückfluss hilft
von Ralf Schlenger, aktualisiert am 04.04.2016

Unangenehm: Schwangere kämpfen häufig mit Sodbrennen

Your Photo Today/Garo/Phanie

Brennen hinter dem Brustbein, saures Aufstoßen – Sodbrennen entsteht, wenn saurer Mageninhalt in die Speiseröhre zurückfließt. Das geschieht mit dem Fortschreiten der Schwangerschaft immer öfter, weil die wachsende Gebärmutter stärker auf den Magen drückt.

Zudem lassen Schwangerschaftshormone den Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre erschlaffen. Dann stößt es sauer auf und kann zu Brennen in der Speiseröhre kommen. Was Schwangere tun können? Die folgenden drei Strategien helfen.

Säurerückfluss stoppen

Der Säurerückfluss wird erschwert, wenn Sie leicht aufgerichtet liegen. Den Oberkörper können Sie zum Beispiel mit Kissen höher lagern oder das Kopfende des Bettes etwas hoch stellen. Tragen Sie keine enge Kleidung und vermeiden Sie, wenn möglich, häufiges Bücken.

Das richtige Essen

Mehrere kleine, leicht verdauliche Mahlzeiten sind nun besser als drei üppige. Die letzte sollte drei Stunden vor dem Zubettgehen eingenommen sein. Meiden Sie Säurelocker wie Kaffee oder scharfe Gewürze. Auch Fettes, Süßes, Fruchtsäfte und Kohlensäure vertragen viele werdende Mütter nicht gut. Nahrungsmittel, die Magensäure neutralisieren, sind etwa Milch, Joghurt, Möhren, Kartof­feln, Tomaten oder getrocknete Feigen. Auch Kamillentee oder ein paar zerkaute Mandeln helfen, über­schüssige Säure zu binden.

Medikamente geeignet?

Nur falls die Ernährungs- und Verhaltensmaßnahmen keine Besserung bringen, sollten Sie es mit Medi­kamenten versuchen. Viele gängige Mittel gegen Sodbrennen sind für Schwangere aber ungeeignet. Fragen Sie daher unbedingt Ihren Arzt und Apotheker um Rat, bevor Sie ein Medikament nehmen.


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