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Was tun bei Sodbrennen?

Wenn das Baby wächst, kommt es bei vielen Schwangeren zu Sodbrennen. Was dann hilft, erklärt Apothekerin Birgit Gräber-Brenner

von Ralf Schlenger, aktualisiert am 20.02.2019

Auch in diesem Videos geben ein Arzt und ein Apotheker Tipps, wie Schwangere Sodbrennen lindern können


Frau Gräber-Brenner, warum tritt in der Schwangerschaft oft Sodbrennen auf?

Die Hauptursache ist, dass Schwangerschaftshormone die glatte Muskulatur erschlaffen lassen. Dazu gehört auch der Schließmuskel zwischen Speise­­röhre und Magen. Wenn er nicht fest schließt, kann saurer Magen­inhalt in die Speiseröhre zurückfließen. Das löst das Brennen aus. Auch drückt die Gebärmutter zunehmend auf den Magen, wenn das Baby wächst. Deshalb tritt Sodbrennen vor allem im letzten Schwangerschaftsdrittel auf.

Kann ich die Beschwerden durch Ernährung beeinflussen?

Ungünstig sind "Säurelocker" wie Kaffee und scharfe Gewürze. Auch fette, frittierte, süße und blähende Speisen, Fruchtsäfte und kohlensäurehaltige Getränke vertragen viele Schwangere schlecht. Aber nicht alle! Beschwerden und Auslöser sind bei den Frauen sehr unterschiedlich. Ich rate, mög­liche Auslöser durch Beobachten und Weglassen zu prüfen. Beobachten Sie auch, ob Milch, Joghurt, Karotten oder Haferflocken die Beschwerden bessern – diese Nahrungsmittel können Magensäure gut neutralisieren. Mein Geheimtipp: Kartoffelsaft, zweimal täglich 50 ml vor dem Essen.

Birgit Gräber-Brenner

Kommen auch Medikamente gegen das Sodbrennen infrage?

Ja, aber Schwangere sollten vor der Einnahme von Medikamenten grundsätzlich mit dem Arzt sprechen, welches Präparat für sie infrage kommt. Denn an erster Stelle stehen Allgemeinmaßnahmen und Ernährungsumstellung. Besteht das Sodbrennen fort, rate ich am ehesten zu rein physikalisch wirkenden Präparaten pflanzlichen Ursprungs, wie Alginaten als Kau­tablette, Suspension oder Tabletten. Sie werden nach den Mahlzeiten und vor dem Schlafengehen angewendet.

Was kann sonst helfen?

Es erschwert den Säurerückfluss, wenn Sie leicht aufgerichtet und auf der linken ­Seite schlafen. Lagern Sie den Ober­kör­per durch Kissen oder Verstellen des Bettes höher. Tragen Sie keine einengende Kleidung.


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