Schwangerschaftswoche 34

Ihr Baby könnte jetzt bereits selbstständig trinken. Es wird Zeit, die Kliniktasche zu packen. Und: Demnächst beginnt Ihr Mutterschutz

von Daniela Frank, 10.12.2012

Ein Fetus in der 34. Schwangerschaftswoche. Hinweis: Nicht immer sind Bilder aus dem 3D- oder 4D-Ultraschall so deutlich und anschaulich


Babys Entwicklung

In der 34. Schwangerschaftswoche sind bei Ihrem Kleinen der Saug- und der Schluckreflex schon weitgehend ausgebildet. In den vergangenen Wochen hat es diese ja auch oft gebraucht – es hat laufend Fruchtwasser geschluckt und immer wieder an seinem Daumen gelutscht. Das hat sich gelohnt: Käme es jetzt auf die Welt, könnte es in der Regel bereits selbstständig trinken.

Weil das Ungeborene laufend weiterwächst, dehnt sich auch Ihre Gebärmutter immer noch weiter aus. Am Ende dieser Woche reicht sie bereits fast bis unter Ihr Brustbein. Das drückt Ihre Organe zusammen. Ihren Höchststand erreicht sie ungefähr in der 36. Woche. "Dann leiden viele Frauen am stärksten unter Kurzatmigkeit", sagt Dr. Anke Diemert, die die PRINCE-Studie (Prenatal Identification of Childrens Health) zur vorgeburtlichen Prägung leitet.

Doch das wird anschließend bald wieder besser, denn in Vorbereitung auf die Geburt rutscht das Baby dann etwas nach unten und nimmt im Laufe der folgenden Wochen mit dem Köpfchen Kontakt zu Ihrem Becken auf. "Nach den Senkwehen fällt der Schwangeren das Atmen meist wieder leichter", sagt Diemert.

Die Organe Ihres Nachwuchses sind mittlerweile fast vollständig funktionstüchtig. An Gewicht und Größe legt Ihr Kleines in den letzten Wochen noch Einiges zu. In dieser Woche wiegen Ungeborene im Durchschnitt rund 2.200 Gramm und sind etwa 45 Zentimeter lang. Natürlich kann Ihr Baby auch etwas kleiner oder größer sein – wie im späteren Leben gibt es jetzt schon zum Teil deutliche Größen- und Gewichtsunterschiede.

Die Gesundheit der Mutter

Waren Sie bisher voll im Job eingespannt? Berufstätigen werdenden Müttern stehen gesetzlich insgesamt 14 Wochen Mutterschutzfrist zu – sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt. Bei einer Zwillingsgeburt erhöht sich der Zeitraum nach der Entbindung auf zwölf Wochen. Möchten Sie in der Zeit vor der Geburt trotzdem noch arbeiten, können sie dies in einer entsprechenden Erklärung äußern – während der Schutzfrist nach der Geburt ist dies jedoch nicht möglich.

In jedem Fall sollten Sie die letzten Wochen vor der Geburt möglichst genießen. Das tut nicht nur dem Baby gut – wenn Sie entspannt und fit sind, verläuft häufig auch die Geburt leichter. Falls Sie es noch nicht getan haben: Suchen Sie sich spätestens jetzt eine Hebamme, die Sie in den Wochen nach der Geburt unterstützt.

Möchten Sie Elternzeit nehmen, müssen Sie diese spätestens sieben Wochen vor ihrem Beginn bei Ihrem Arbeitgeber anmelden. Gleichzeitig muss für zwei Jahre verbindlich erklärt werden, für welchen Zeitraum oder für welche Zeiträume Sie die Elternzeit in Anspruch nehmen möchten.

Tipp: Kliniktasche packen

So langsam ist es an der Zeit, die Kliniktasche zu packen. Schließlich interessieren sich Babys nicht für Termine: Manche bahnen sich früher als geplant ihren Weg auf die Welt, andere finden es in Mamas Bauch so gemütlich, dass sie sogar etwas länger da drin bleiben. Seien Sie deshalb am besten ab jetzt darauf vorbereitet, dass es jederzeit losgehen kann. Wir haben eine Checkliste mit den Dingen zusammengestellt, die Sie für die Geburt und die ersten Tage danach brauchen.


Wie oft war Ihr Kind im vergangenen Jahr krank?
47,2%
34,53%
18,27%
ein- bis dreimal
vier- bis siebenmal
gar nicht
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1538
Haben Sie den Geburtsmonat Ihres Kindes geplant?
41,57%
32,31%
26,12%
Das war uns nicht wichtig
Daran haben wir gar nicht gedacht
Klar, im Frühling/ Sommer/ Herbst/ Winter Geburtstag zu haben, ist doch viel schöner
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1501