Schwangerschaftswoche 28

Bald steht Ihr dritter Ultraschall an. Dabei sieht der Arzt, ob sich Ihr Baby schon gedreht hat. Und: Was bei Rückenschmerzen hilft
von Daniela Frank, aktualisiert am 23.02.2017

4D-Ultraschall: Ein Fetus in der 27. Schwangerschaftswoche. Hinweis: Nicht immer sind Bilder aus dem 3D- oder 4D-Ultraschall deutlich und anschaulich

SciencePhotoLibrary/DrLayyousNajeeb/SolarDynamicsLaboratory

Babys Entwicklung

In den kommenden Wochen wachsen die Haare auf Babys Kopf weiter – genau wie die an seinen Brauen und Wimpern. Dafür werden die Lanugohaare in der nächsten Zeit allmählich abgestoßen. "Manche Babys – vor allem Frühgeborene – haben allerdings noch bei der Geburt einen hellen, weichen Lanugoflaum am Rücken", sagt Prof. Dr. Kurt Hecher, Direktor der Klinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin des UKE. "Die Härchen fallen dann aber zügig aus."

Bisher wurde das Blut des Feten zum Großteil in der Leber und zum Teil auch in der Milz gebildet. In den nächsten Wochen übernimmt hauptsächlich das Knochenmark die Blutbildung, allerdings hat die Leber noch bis etwa vier Wochen nach der Geburt daran teil. Und auch beim Erwachsenen besitzen Leber und Milz noch die Fähigkeit zur Blutbildung. Bei bestimmten Krankheiten kann sie wieder zum Einsatz kommen.

Für die nächsten Wochen können Sie nun einen Termin bei Ihrem Frauenarzt vereinbaren, falls Sie noch keinen haben: Zwischen der 29. und der 32. Schwangerschaftswoche findet die dritte Ultraschalluntersuchung statt. Dabei kontrolliert der Arzt vor allem das Wachstum des Kindes. "Er ermittelt auch den Sitz der Plazenta", sagt Hecher. "Manchmal liegt sie vor dem Muttermund, sodass sie bei der Geburt im Weg sein könnte." Dann müsse der Arzt entsprechende vorsorgende Maßnahmen ergreifen.

Außerdem überprüft er, ob sich Ihr Kleines schon gedreht hat. "Viele Kinder liegen jetzt schon mit dem Kopf nach unten im Bauch", sagt Hecher. "Falls sich ein Kind noch nicht gedreht hat, ist das aber kein Grund zur Sorge." Bis zur 36. Woche würden das viele noch nachholen. Übrigens: Die Untersuchung führt oft dazu, dass das Baby aufwacht. Es bewegt sich dann und sein Herz schlägt schneller.

Vielleicht hat sich Ihr Baby schon gedreht und liegt mit dem Kopf nach unten

W&B/Dr. Ulrike Möhle

Die Gesundheit der Mutter

Das letzte Schwangerschaftsdrittel beginnt, wahrscheinlich startet Ihr Geburtsvorbereitungskurs um diese Woche herum. Denken Sie daran, sich bequem anzuziehen, damit Sie alle Übungen gut mitmachen können. Und ganz gleich, welche Fragen Sie auf dem Herzen haben – scheuen Sie sich nicht, sie zu stellen.

Ihr Baby wird immer größer und schwerer. Das bekommen Sie zu spüren: Vor allem im letzten Schwangerschaftsdrittel leiden viele werdende Mamas unter Rückenschmerzen. Durch den dicken Bauch hat sich Ihr Körperschwerpunkt nach vorne verlagert, und Sie verändern automatisch Ihre Haltung, um im Gleichgewicht zu bleiben. Dabei können Ihre Muskeln verkrampfen und verspannen. Mit der Zeit fangen sie an zu schmerzen. Das kann Fehlhaltungen verstärken.

Bei manchen Frauen macht nicht nur die Muskulatur, sondern auch der Ischiasnerv Probleme. Wird es dem Nerv zu eng, beispielsweise weil das Baby darauf drückt, verursacht das Schmerzen, die auch ins Bein ausstrahlen und zu Kribbeln und Taubheitsgefühlen führen können. Leiden Sie unter solchen Missempfindungen oder stärkeren Schmerzen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Ansonsten gilt: Werden Sie aktiv – aber richtig. Sanfte Sportarten und entspannende Maßnahmen können helfen, den Schmerz zu lindern.

Tipp: Das hilft bei Rückenschmerzen

  • Gezielter Sport wie Schwangerschaftsyoga, Wassergymnastik und Schwimmen kräftigen die Wirbelsäulenmuskulatur. Im Wasser wird auch der schwere Babybauch wieder nahezu schwerelos, was den Rücken entlastet. Empfehlenswert ist auch spezielle Schwangerschaftsgymnastik.
  • Zu Hause sollten Sie so oft wie möglich Ihre Wirbelsäule entlasten. Legen Sie sich dazu allerdings nicht auf den Rücken, sondern am besten mit einem Katzenbuckel auf die linke Seite.
  • Wenn Sie etwas vom Boden aufheben möchten, bücken Sie sich nicht, sondern gehen Sie dazu in die Hocke.
  • Packen Sie Ihre Einkaufstaschen so, dass Sie in jeder Hand etwa das gleiche Gewicht tragen.
  • Sind Sie sehr verspannt, kann Ihnen eine sanfte Massage helfen. Lassen Sie sich von Ihrer Hebamme ein paar geeignete Griffe zeigen, die Sie dann Ihrem Partner beibringen. Auch ein warmes Bad kann helfen.
  • Und falls Sie es bislang nicht getan haben: Verzichten Sie spätestens jetzt auf hohe Absätze.

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