Schwangerschaftswoche 24

Ihr Baby lagert vermehrt Fett ein und legt an Gewicht zu. Sinnvoll: Ihr Arzt kann nun den Test auf Schwangerschaftsdiabetes machen

von Daniela Frank, aktualisiert am 23.02.2017

4D-Ultraschall: Ein Fetus in der 24. Schwangerschaftswoche. Hinweis: Nicht immer sind Bilder aus dem 3D- oder 4D-Ultraschall so deutlich und anschaulich


Babys Entwicklung

Ihr Kind ist jetzt äußerlich praktisch schon voll entwickelt. Es lagert nun vermehrt Fett ein. "Dabei handelt es sich vor allem um Unterhautfettgewebe", sagt Dr. Mirja Pagenkemper, die im Rahmen der PRINCE-Studie (Prenatal Identification of Childrens Health) zur vorgeburtlichen Prägung forscht. "Das führt dazu, dass die Haut jetzt langsam nicht mehr so runzelig aussieht." Babys Haut hat nun eine Schutzschicht aus Hornzellen bekommen. Daher ist sie nicht mehr so durchlässig für Wasser und Elektrolyte, außerdem sieht sie rötlich gefärbt aus. "Jetzt beginnt die schönste Zeit für einen 3D-Ultraschall", sagt Pagenkemper. "Denn der Fetus sieht nun zunehmend aus wie ein Baby."

Nach Einschätzung der Expertin lassen immer mehr Frauen einen 3D-Ultraschall machen – obwohl sie ihn meist selbst bezahlen müssen. "Aus medizinischer Sicht ist er jedoch noch nicht die Methode der Wahl", sagt Pagenkemper. "Um Fehlbildungen wie zum Beispiel Herzfehler zu erkennen, eignet sich der normale Ultraschall immer noch besser." Die Technik entwickle sich aber rasch weiter und werde sicher bald auch für den Arzt ein wichtiges Hilfsmittel.

Das Unterhautfett macht sich zudem am Gewicht des Babys bemerkbar: Gegen Ende der 24. Schwangerschaftswoche wiegen Feten im Durchschnitt bereits etwa 650 Gramm. Das Ungeborene ist mittlerweile so groß, dass sich der obere Rand Ihrer Gebärmutter ungefähr auf der Höhe Ihres Bauchnabels befindet.

Seit einigen Wochen produziert der Körper des Babys schon weiße Blutkörperchen. "Anfangs wird ein Großteil seines Blutes in der Milz und der Leber gebildet", sagt Pagenkemper. "Jetzt fängt das Knochenmark allmählich an, diese Aufgabe zu übernehmen."

Die Gesundheit der Mutter

Sie sind jetzt in der 24. Schwangerschaftswoche. Ihr Bauch rundet sich nun merklich, so dass sich der Schwerpunkt Ihres Körpers allmählich nach vorne verlagert. Warum Sie nicht umkippen? Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Schwangere automatisch ihren Schwerpunkt verlagern, indem sie sich im Stehen nach hinten lehnen.

Kommt ein Kind zu früh auf die Welt, so hat es ab dieser Woche in der Regel Überlebenschancen, die ansteigen, wenn Mediziner und Eltern optimal auf den Fall einer Frühgeburt vorbereitet sind. Je früher jedoch die Geburt erfolgt, desto höher ist das Risiko dafür, dass das Kind Schäden davonträgt. Wenn Sie Fragen zum Thema Frühgeburt haben, können Sie jederzeit Ihren Arzt dazu befragen.

Tipp: Blutzuckerspiegel testen lassen

Man spürt ihn nicht und doch ist er eine der häufigsten Komplikationen während der Schwangerschaft: der Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes). Die Ursache dafür liegt in den Schwangerschaftshormonen. Durch sie entsteht im Körper der Mutter eine Art Insulinresistenz. Kann die werdende Mutter den dadurch erhöhten Insulin-Bedarf nicht ausgleichen, steigt ihr Blutzuckerspiegel. Und das kann für das Ungeborene gefährlich werden: Denn der Zucker im Blut passiert die Plazenta und führen dann zu einer Insulin-Überproduktion beim Baby. Die Folgen für das Kind können nicht nur Unterzucker nach der Geburt sein. Ein Geburtsgewicht von mehr als 4500 Gramm ist bei Babys von Müttern mit Gestationsdiabetes nicht selten, was zu Komplikationen bei der Geburt führen kann und teilweise auf einen Kaiserschnitt hinausläuft. Der hohe Blutzuckerspiegel lässt aber auch Reifungsprozesse im Körper des Baby verzögert ablaufen. Daher sind diese Kinder oft anfälliger für Atemnotbeschwerden.

Deshalb ist es wichtig, Schwangerschaftsdiabetes frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Bei den Vorsorgeuntersuchungen überprüft der Arzt regelmäßig den Zuckergehalt im Urin. Ein Screening-Test, bei dem der Blutzucker nach dem Trinken von etwas Zuckerlösung untersucht wird, kann ebenfalls helfen, Schwangerschaftsdiabetes zu bemerken. Er kann zwischen der 24. und dem Beginn der 28. Schwangerschaftswoche gemacht werden und wird grundsätzlich allen werdenden Müttern empfohlen.


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