Schwangerschaftswoche 18

Ab nächster Woche steht der zweite Ultraschall an – und damit ein Bild Ihres Babys. Und: Warum Sie Ihren Beckenboden kennen sollten
von Daniela Frank, aktualisiert am 12.10.2016

4D-Ultraschall: Ein Fetus in der 18. Schwangerschaftswoche. Hinweis: Nicht immer sind Bilder aus dem 3D- oder 4D-Ultraschall deutlich und anschaulich

Science Photo Library/Dr. Layyous Najeeb, Solar Dynamics Laborator

Babys Entwicklung

Spätestens in der 18. Schwangerschaftswoche wölbt sich Ihr Babybauch schon deutlich. Kein Wunder: Das Ungeborene in Ihrem Bauch wächst schnell. Im Schnitt wiegen Feten jetzt etwa 200 Gramm – im Einzelfall kann das aber schwanken. "Weil die Gebärmutter wächst, dehnen sich die Bänder, die sie halten", sagt Dr. Mirja Pagenkemper, die im Rahmen der PRINCE-Studie (Prenatal Identification of Childrens Health) zur vorgeburtlichen Prägung forscht. "Das kann Schmerzen in der Leistengegend verursachen."

Wenn es im Unterleib zieht, machen sich viele Schwangere – vor allem Erstgebärende – schnell Sorgen. "Im Zweifel sollte sich die Frau vom Arzt untersuchen lassen", sagt Pagenkemper.

Beim Mädchen entsteht jetzt schon die Anlage fürs spätere Kinderkriegen: "Seine Eierstöcke haben sich schon so weit differenziert, dass sich erste Eibläschen bilden", sagt Pagenkemper. Diese werden von einer Schicht Zellen umhüllt. Wissenschaftler vermuten, dass diese Schicht hilft, die Eizelle im Ruhestadium zu konservieren, bis die Frau erwachsen ist.

Jetzt, in der Fetalperiode, bilden sich Millionen Eizellen – nach der Geburt dagegen gar keine mehr. Viele baut der Körper sogar schon vor der Geburt wieder ab. Kommt das Mädchen auf die Welt, hat es noch etwa ein bis zwei Millionen Eizellen übrig, die im Ruhestadium verharren. Bei Eintritt in die Pubertät sind davon nur noch etwa 40.000 bis 200.000 Eibläschen übrig. Zahlreiche Eizellen bleiben dann noch viele Jahre in der Ruhephase. In den Wechseljahren ist der Vorrat der Frau dann vollkommen erschöpft.

Bei weiblichen Babys bilden sich bereits jetzt Millionen Eizellen

W&B/Dr. Ulrike Möhle

Die Gesundheit der Mutter

Auch wenn Sie sich gerade topfit und superwohl fühlen – Sie sollten keine Vorsorgeuntersuchung versäumen. Falls Sie zwischen zwei Terminen Beschwerden haben, gehen Sie lieber einmal öfter zum Arzt. Und: Demnächst steht Ihr zweiter Ultraschalltermin an. Er ist zwischen der 19. und 22. Schwangerschaftswoche fällig. Melden Sie sich spätestens jetzt dafür an.

Ihr Ungeborenes wird immer größer und schwerer. Dabei drückt es mehr und mehr auf Ihre Beckenbodenmuskulatur, aber auch auf die Harnblase. Die Geburt wird dem Beckenboden ebenfalls viel abverlangen – er muss sich weit öffnen, um dem Kopf des Babys hindurchzulassen. Wird er übermäßig beansprucht, droht unter Umständen eine Blasenschwäche (Inkontinenz). Diese ist unangenehm, in vielen Fällen jedoch gut behandelbar. Und außerdem können Sie schon jetzt, während der Schwangerschaft, einer Blasenschwäche vorbeugen.

Tipp: Übungen bereiten auf die Geburt vor

Weil Schwangere oft Rückenschmerzen haben und die Geburt den Beckenboden belasten kann, hilft es, wenn Schwangere regelmäßig etwas für Ihren Köper tun. Aber wo befindet sich der Beckenboden eigentlich genau? Der erste Schritt ist, sich die Muskulatur im Becken überhaupt bewusst zu machen. Husten Sie dazu bitte einmal. Merken Sie, dass sich auch im Becken etwas bewegt? Das sind die Muskeln. Auch wenn Sie sich vorstellen, Sie müssten Urin zurückhalten, werden die Beckenbodenmuskeln aktiviert.

Zusammen mit einer Hebamme haben wir Übungen zusammengestellt, die Ihre Sie fit machen für die Geburt. Diese Übungen finden Sie hier.


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