Beckenendlage

Bei einer Beckenendlage (Abk.: BEL) liegt das Baby am Ende der Schwangerschaft nicht mit dem Kopf nach unten im Mutterleib, sondern mit dem Beinen oder dem Po
03.03.2014

Ein Baby in Beckenendlage (links). Gegen Ende der Schwangerschaft sollte es sich drehen (rechts)

W&B/Dr. Ulrike Möhle

Von einer Beckenendlage (BEL) spricht man, wenn sich das Ungeborene am Ende der Schwangerschaft nicht gedreht hat, sodass sich sein Kopf immer noch am oberen Rand der Gebärmutter befindet.

Verschiedene Formen möglich

Dabei unterscheidet man verschiedene BEL-Typen: Bei der reinen Steißlage liegen die Beine des Kindes am Körper hochgezogen an, wie bei einem Klappmesser. Bei der kompletten Steiß-Fuß-Lage sitzt das Kind quasi mit angezogenen Knien da. Bei der vollkommenen Fußlage gehen die ausgestreckten Beine voran. Dazwischen gibt es Mischformen – zum Beispiel, wenn nur ein Bein nach unten gestreckt ist.

Die meisten Kinder drehen sich im letzten Drittel der Schwangerschaft von alleine, sodass sie mit dem Kopf nach unten im Mutterleib liegen. Nur bei etwa drei bis fünf Prozent aller Einlings-Schwangerschaften liegt das Kind in Beckenendlage. Oft sind die Ursachen einer BEL nicht eindeutig zu benennen. Es gibt zahlreiche Gründe, die dazu beitragen können, dass das Kind sich nicht dreht - unter anderem zu wenig Fruchtwasser oder eine bestimmte Beckenform der Mutter.

Entbindung häufig per Kaiserschnitt

Häufig wird bei einer Beckenendlage ein Kaiserschnitt gemacht, obwohl eine normale Entbindung nicht prinzipiell ausgeschlossen ist. Vaginale Geburten aus Beckenendlage werden allerdings immer seltener, da dafür Geburtshelfer nötig sind, die viel Erfahrung mit dieser Art von Entbindung haben. Auch können weitere Faktoren gegen eine normale Geburt und für einen Kaiserschnitt sprechen – so zum Beispiel ein Gewicht des Babys von über 3500 Gramm oder ein enges Becken.

Es gibt verschiedene Methoden, um zu versuchen, ein Kind in Beckenendlage noch während der Schwangerschaft zu drehen. Zu nennen sind zum Beispiel Moxibustion, äußere Wendung oder bestimmte Gymnastikübungen. Wichtig: Besprechen Sie mit Ihrem Arzt oder der Hebamme genau, ob die einzelne Methode für Ihren Zustand geeignet ist und lassen Sie sich über die Chancen und Risiken der verschiedenen Verfahren aufklären, bevor Sie sich entscheiden, etwas auszuprobieren.


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