Fünf Tipps fürs Campen mit Familie

Urlaub mit Zelt, Wohnmobil oder Wohnwagen: Für viele ist das eine tolle Alternative zu Hotel oder Ferienwohnung. Mit diesen Tipps gelingt der Ferienspaß

von Nadja Katzenberger, 04.09.2018
Campen mit Familie

Zwar ist der Auf- und Abbau etwas aufwendiger, dafür ist man beim Zelturlaub richtig nah an der Natur dran


Gefällt uns ein Campingurlaub überhaupt?

Von früh bis spät draußen sein, abends in den Schlafsack kuscheln: Camping hat immer einen Hauch von Abenteuer. Wer noch keine Erfahrung mit Zelt oder Wohnwagen hat, ist allerdings oft skeptisch: Wird es nicht nervig aufs Gemeinschaftsklo zu gehen und bei Regen keine feste Bleibe zu haben? Müssen wir den halben Hausstand mitschleppen?

Überlegen Eltern noch, ob ein Camping-Urlaub allen Familienmitgliedern gefällt, kann man es erst mal testen. Zum Beispiel bei einem Kurzurlaub übers Wochenende auf einem Campingplatz in der Nähe. Bei etwa 2900 Plätzen in Deutschland ist die Auswahl groß und sicherlich ein lauschiges Plätzchen frei. In der Hauptsaison lohnt sich eine Voranmeldung.

Große Ausrüstung braucht es nicht. Und wer erst einmal nur die Atmosphäre schnuppern will, hat noch eine Möglichkeit: "Viele Campingplätze vermieten kleine Bungalows oder Hütten, da braucht es weder Zelt noch Wohnwagen", sagt Thomas Biersack, Camping-Experte beim ADAC in München.

Zelt, Wohnwagen oder Wohnmobil?

Kommt darauf an, wie viel Komfort gewünscht ist und wie hoch das Budget ausfällt. Wohnwagen, Campingbus oder Wohnmobil kann man auch für einen längeren Urlaub mieten. Thomas Biersack rät, das Fahrzeug einige Monate im Voraus zu reservieren, vor allem in der Haupt­saison.

Camping- und Outdoorgeschäfte verleihen Zelte, vom kleinen Tunnelzelt für zwei Personen bis zum großen Hauszelt für die Familie. Soll es ein eigenes sein? Gute Zelte gibt es ab etwa 300 Euro. Je größer das Zelt und je besser das Material, desto teurer.

Wer zeltet, bleibt oft länger an einem Platz, denn Auf- und Abbau beanspruchen Zeit. Auch mit einem großen Wohnmobil ist man oft eher unflexibel vor Ort. Aufblasbare Zelte stehen schneller, sind manchmal aber weniger stabil. Wohnwagen und -mobil kosten dafür mehr, zwischen 50 und über 100 Euro Miete pro Tag.

Wie finden wir einen guten Platz?

Ähnlich wie Hotels werden auch Campingplätze mit Sternen bewertet. Ein Fünf-Sterne-Platz nach ADAC-Klassi­fikation ist demnach einer der besten. Da muss alles top sein: perfekte Sanitäranlagen, gepflegte Stellplätze, eine natürliche Badegelegenheit (See, Meer oder Fluss), guter Service und viele Angebote für Kinder.

"Gerade die Nähe zu einer Badegelegenheit ist einer der wichtigsten Gründe, warum sich Familien für einen Campingurlaub entscheiden", sagt Biersack. Meist sind es die großen Anlagen mit mehreren 100 Stellplätzen, die hier punkten. Wer es ruhiger und überschaubarer mag, fährt besser einen kleinen Platz an und macht Abstriche beim Rahmenprogramm und dem direkten Zugang zum Strand.

Wie sauber ist das Bad?

Ein wesentlicher Punkt, sich für oder gegen einen Campingplatz zu entscheiden, sind die Sanitäranlagen. "Viele Plätze sind auf Familien und Kinder eingestellt, bieten kleinere und tiefere Waschbecken, Kindertoi­letten oder Familienbäder an", sagt Thomas Biersack. "Gegen einen Aufpreis kann man sich bei einigen auch ein Bad mieten und während des Aufenthalts alleine nutzen."

Gut zu wissen: "Naturcamping" oder "Eco-Camping" meint oft besonders naturnahe oder nachhaltige Campingplätze – bedeutet in manchen Fällen aber auch, dass die Sanitäranlagen auf das Mindeste (Plumpsklo und Kaltwasserdusche) reduziert sind. Vorher genau informieren.

Ist noch ein Plätzchen frei?

Außerhalb der Hauptsaison ist es meist kein Problem einen freien Stellplatz zu bekommen. Mittags ankommen lohnt sich: Dann fahren viele Camper weiter, Neuankömmlinge können entspannt den schönsten Platz aussuchen. Anders in der Hauptsaison: "Gerade auf beliebten Plätzen in Italien oder Holland sollte man etwa sechs Monate im Voraus reservieren", rät Biersack. In der Ferienzeit liegen die Preise pro Stellplatz meist höher – wer noch unabhängig von den Schulferien ist, reist besser in der Vor- oder Nachsaison (bis Ende Oktober).


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