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Vaginalring

Der Ring aus Kunststoff setzt kontinuierlich Hormone frei. Bei den Nebenwirkungen ist er der Pille aber nicht in jedem Fall überlegen

von Vanessa von Blumenstein, 25.07.2013
Nuvaring

Eine der zahlreichen Alternativen zur Pille: Der Verhütungsring


Der biegsame Ring aus transparentem Kunststoff enthält eine niedrig dosierte Kombination aus Östrogen und Gestagen. "Der Vaginalring ist eine Variante der Pille", erklärt Gynäkologe Hausser. Die vom Ring gleichmäßig abgegebenen Hormone unterdrücken den Eisprung und verändern die Gebärmutterschleimhaut, sodass keine Spermien den Muttermund passieren können. Der Unterschied: Im Gegensatz zur Pille gelangen beim Verhütungsring die Wirkstoffe über die Scheidenwände in die Blutbahn.

Wenn Sie sich für diese Verhütungsmethode entscheiden, führen Sie den Ring selbst in die Scheide ein und platzieren ihn am oberen Ende – ähnlich wie einen Tampon. Wichtig: Nach dem Einlegen sollten Sie den Ring nicht spüren. Der Ring bleibt für 21 Tage in der Scheide. Danach wird er für sieben Tage entfernt. Während dieser einwöchigen Pause kommt es zur Blutung. Nach dieser einwöchigen Pause wird ein neuer Ring eingeführt, auch wenn die Blutung noch nicht beendet ist. Genau wie bei der Pille besteht auch in der ringfreien Woche der Empfängnisschutz.

Vaginalring erfordert auch Disziplin

Auch wenn Sie bei dieser Methode nicht täglich daran denken müssen, ein Dragee zu schlucken – ein bisschen Disziplin brauchen Sie trotzdem: Denn der Ring sollte stets am gleichen Wochentag und zur gleichen Uhrzeit eingesetzt, entfernt und ein neuer eingesetzt werden. Für den Fall, dass der Ring beim Geschlechtsverkehr stört oder versehentlich herausrutscht, dürfen Sie ihn pro Tag für maximal drei Stunden entfernen, ohne dass die empfängnisverhütende Wirkung nachlässt. Danach sollte er aber vor einer erneuten kurzen Unterbrechung mindestens wieder 24 Stunden am Stück getragen werden. Vor dem Wiedereinsetzen reinigen Sie den Ring mit lauwarmem Wasser. Bitte verwenden Sie auf keinen Fall Seife oder Desinfektionsmittel.

Nebenwirkungen des Vaginalrings

Mögliche Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Scheidenentzündungen und Ausfluss. Aber auch Akne, Stimmungsschwankungen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Brustspannen und schmerzhafte monatliche Blutungen können vorkommen. Manche Frauen lagern auch verstärkt Wasser ein.

Vor- und Nachteile des Vaginalrings

"Ein wesentlicher Vorteil des Rings gegenüber der Pille ist, dass man nicht an eine tägliche Einnahme denken muss", sagt Hausser. Die Anwendung ist einfach und sicher. Erbrechen oder Durchfall haben keinen Einfluss auf die empfängnisverhütende Wirkung. Das spontane Absetzen des Verhütungsmittels ist beim Ring möglich.

Aber: Viele Frauen entscheiden sich für die Verhütung mit dem Ring wegen der eigentlich niedrigeren Hormonbelastung im Körper. Eine dänische Studie, die im Jahr 2012 im British Medical Journal erschienen ist, zeigte jedoch, dass mit Hormonpflaster und Vaginalring das Thromboserisiko etwa doppelt so hoch ist wie mit einer moderneren Levonorgestrel-Mikropille. Einer der Gründe: Der konstante Wirkstoffpegel im Blut ist offenbar ungünstiger als die einmalige höhere Tagesdosis, weil die Hormone mit jeder Zirkulation wieder in die Leber gelangen und Gerinnungsfaktoren anregen können.

Außerdem empfinden manche Frauen oder Paare beim Sex den Ring als störend oder er kann unbemerkt herausrutschen. Und: Diese Verhütungsmethode schützt nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten.

Für wen ist der Vaginalring geeignet?

Für Frauen, die nicht täglich an eine Einnahme denken wollen, regelmäßige Einnahmezeiten nicht einhalten können oder die Pille nicht vertragen. Auch für Frauen, die unter chronischen Magen-Darm-Krankheiten leiden, kommt der Ring in Betracht.

Der Pearl-Index des Vaginalrings liegt zwischen 0,4 und 0,65.


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