Frühlingsfüße – Wie die Pediküre gelingt

Raus aus den Strümpfen, rein in die Sandalen! Höchste Zeit, wieder Luft an Zehen und Nägel zu lassen

von Julia Schulters, 21.06.2018

Fußbad ja oder nein?

"Das kommt auf den Zustand der Haut an", sagt Katja Fischer, pharmazeutisch-technische Assistentin und Fußpflegerin für medizinische Fußpflege aus Hamm. Wer viel Hornhaut hat, tut sich beim Entfernen der Hornschicht leichter, wenn er die Haut vorher in warmem Wasser eingeweicht hat. "Aber bitte nicht länger als fünf Minuten baden", rät Katja Fischer. Sonst weicht die Haut zu sehr auf und wird schrumpelig. Trockener Haut tun Zusätze auf Öl­basis gut, Neurodermitiker profitieren von Meersalz-Fußbädern. Tipp bei kalten Füßen trotz frühlingshafter Temperaturen: Bäder mit Rosmarin. "Durch ihre durchblutungsfördernde Wirkung fühlen sich
die Füße danach angenehm warm an", sagt Fischer.

Was hilft bei Hornhaut?

Am besten löst sie sich mit Bimsstein oder Feile. "Skalpell und Hobel sind wirklich nur etwas für Profis, die Verletzungsgefahr ist zu groß", warnt Fischer. Wer eine besonders dicke Hornschicht hat, kann die Füße mit einer harnstoffhaltigen Creme aus der Apotheke behandeln, dann geht sie mit dem Bimsstein noch einfacher ab. Wichtig: nur so viel Hornhaut abtragen, bis sich die Stelle wie die umliegende Haut anfühlt. "Das Entfernen sollte nicht wehtun", sagt die Expertin.

Schere, Knipser oder Zange?

Geschmackssache! "Man sollte das nehmen, was einem angenehmer in der Hand liegt", rät die Expertin. Sehr dicke Nägel lassen sich manchmal leichter mit einer Zange kürzen. Egal welches Werkzeug man benutzt: Die Nägel möglichst gerade ab­schneiden. Im schlimms­ten Fall kann der Nagel sonst einwachsen, abgerundete Seiten drücken außer­dem oft schmerzhaft auf die anliegende Haut. Auch zu kurz sollten die Nägel nicht sein: "Am besten ein bisschen weißen Rand stehen lassen, sonst fühlt es sich beim Laufen schnell unangenehm an", sagt ­Katja ­Fischer. Gut zu wissen: Alle sechs bis acht Wochen Nägel kürzen reicht!

Wie gelingt das Lackieren am besten?

Erste Voraussetzung: ein guter Nagellack. Ein hochwertiges Produkt lässt sich leicht auftragen, ist farbdeckend, trocknet schnell und riecht nicht zu sehr nach Lösungs­mitteln. Katja Fischer empfiehlt, immer einen Unterlack zu verwenden. "Er verhindert, dass sich die Zehennägel bei dunkleren Lacken unschön verfärben", sagt sie. Nach dem Trocknen dann den Nagellack gleichmäßig auftragen. Je nach Deckkraft ist manchmal eine zweite Schicht nötig. Dazwischen gut trocknen lassen! Damit das Ergebnis möglichst lange hält, kommt zum Schluss noch ein Überlack drüber. Beim Entfernen des Nagellacks gilt: lieber eine azetonfreie Variante wählen, das schont die Nägel.

Was tun bei Nagelpilz?

"Unbedingt schon erste Veränderungen ernst nehmen und behandeln", sagt Fischer. Zum Beispiel: gelbe oder weiße Verfärbungen, brüchige Nägel. Dann können Nagellacke mit pilzhemmenden Wirkstoff helfen. Ist mehr als zwei Drittel der Oberfläche oder sind mehr als zwei Nägel betroffen, sollte man zum Hautarzt gehen. Vielleicht sind Tabletten nötig. Tipp der Expertin: "Bitte nicht an der Nagelhaut herummanipulieren!" Eventuelle Verletzungen sind die perfekte Eintrittspforte für Pilze und Bakterien!


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