Wie Sie Babys richtig baden

Baden bereitet den meisten Babys großes Vergnügen. Wie Sie dabei auch die Haut ihres Kleinen richtig pflegen
von Julia Schulters, aktualisiert am 12.04.2016

Planschen und baden macht den meisten Babys Spaß

iStock/Vesna Andjic

Das erste Mal baden

"Sobald der Nabel gut verheilt ist, dürfen Babys das erste Mal baden", sagt Hebamme Ursula Jahn-Zöhrens aus Bad Wildbad im Schwarzwald. Der eingetrocknete Nabelschnurrest sollte abgefallen sein, die Hautfalte nicht mehr nässen oder gerötet aussehen. In der Regel sei das fünf bis zehn ­Tage nach der Geburt der Fall. "Es kann aber auch mal drei Wochen ­dauern", sagt die Expertin.

Egal, wann es so weit ist: Bis der Nabel verheilt ist, reicht eine einfache Katzenwäsche auf dem Wickeltisch. Dazu ein weiches, sauberes Tuch mit Wasser befeuchten und alle Hautfalten sorgfältig reinigen. "Am besten bittet man die Nachsorgehebamme, beim ersten Bad dabei zu sein", rät Jahn-Zöhrens. "Sie kann einem noch mal ganz in Ruhe zeigen, wie man das Baby am besten hält, und hat auch sonst ein paar praktische Tipps parat."

Baby in Wanne oder Eimer baden?

Worin Eltern ihr Baby baden, "ist reine Geschmackssache", findet Jahn-Zöhrens. Ein paar Vorteile hat der Eimer dennoch: Manche Kinder mögen etwa die Rückenlage in der Wanne nicht. Auch steht der Eimer stabiler, und das Kind rutscht nicht so schnell aus der Hand. In der Bade­wanne kühlen die Kleinen zudem leichter aus, weil ein Teil des Körpers über Wasser gehalten wird. Die freiliegenden Körperstellen daher am bes­ten mit einem Tuch abdecken, um das Kind warm zu halten. Von Badewannen mit Einsätzen rät die Hebamme ab. "Die Proportionen passen einfach nicht", sagt sie. "Die Kinder werden darin in eine unbequeme Position gepresst."

Der richtige Badezusatz

Babyhaut ist sehr empfindlich und trocknet viel schneller aus als die von Erwachsenen. "Deshalb sollte man sie durch zu häufiges Baden nicht überstrapazieren", warnt Apothekerin Dr. ­Elke Hinderer aus Taufkirchen bei München. Ein- bis zweimal in der Woche ein paar Minuten reichen aus. Und: "Sei­fen oder Badeschaum sind nicht nötig!" Am besten baden Kleine im klaren Wasser bei angenehmen 37 Grad. Ist die Haut trocken, können rückfettende Öle wie etwa Mandel- oder Jojobaöl als Badezusatz der zarten Hülle guttun. Wer ein mil­des Babybad oder ein Babyshampoo verwenden ­möchte, sollte darauf achten, dass die Produkte frei von Konservierungsmitteln, Seifen und Farb- sowie Duftstoffen ist.

Wenn das Baby nicht baden will

Nicht alle Babys planschen gerne. "Manchmal muss man aber nur eine Kleinigkeit ändern, damit es den Kindern besser gefällt", ist Jahn-Zöhrens überzeugt. Die Wanne zum Beispiel gegen ­einen Eimer tauschen oder gemeinsam mit dem Baby in die große ­Badewanne steigen. "Erstaunlicherweise funktioniert ­Duschen bei vielen Kindern besser als Baden", sagt die Hebamme. Dazu das Baby auf den Arm nehmen, über die Schulter schauen lassen und sich langsam unter dem Duschstrahl drehen. "Der vertraute Geruch und die Körperwärme entspannen viele Kinder", sagt sie.

Die Pflege nach dem Baden

Säuglinge verlieren besonders leicht Wärme. "Nach dem Baden müssen die Kleinen deshalb sofort dick eingepackt werden", sagt Ursula Jahn-Zöhrens. Vorgewärmte Handtücher und Kleidung sollten griffbereit in der Nähe von Wanne oder Badeeimer liegen. Eingecremt werden muss gesunde Babyhaut nach dem Baden nicht. "Ist sie allerdings trocken, können Baby­lotionen oder Cremes mit Calendula oder Malve Feuchtigkeit spenden", erklärt Elke Hinderer. Ein schönes Ritual ist eine Babymassage nach dem Bad. "Auch hier eignet sich Jojoba- oder Mandel­öl sehr gut", sagt die Apothekerin.


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