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Was kostet ein Kindergartenplatz?

Von 100 bis zu 1000 Euro im Monat – Die Preisunterschiede zwischen den verschiedenen Einrichtungen sind enorm. Warum das so ist, erfahren Sie hier

von Sandra Schmid, aktualisiert am 09.03.2016
Kochen mit Kids

Unter anderem kann selbst gekochtes Essen Extra-Kosten verursachen


Damit ein Kindergarten Fördergelder bekommt, muss er staatlich anerkannt sein. Die Voraussetzungen dafür sind in jedem Bundesland unterschiedlich. Neben dem Einsatz qualifizierten Personals sind zum Beispiel Kindergärten in Bayern verpflichtet, ihren jeweiligen pädagogischen Ansatz zu veröffentlichen und bestimmte Beobachtungsverfahren einzusetzen. Dies wird von der zuständigen Rechtsaufsicht, in der Regel das Jugendamt, geprüft. Nur, wenn die Einrichtung den Vorgaben entspricht, kann sie öffentliche Mittel bekommen.

Der Fördersatz unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland. Experte Nagel: "In Bayern bekommt die Einrichtung einen Betrag, der sich über einen Basiswert und die Buchungszeit, die das Kind im Kindergarten verbringt, errechnen lässt." Darüber hinaus gibt es mehr Geld, wenn das Kind unter drei Jahren ist, einen Migrationshintergrund oder eine anerkannte Behinderung hat. Die staatliche Förderung erfolgt also rein kindbezogen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Waldorfkindergarten oder eine Elterninitiative handelt.

Aber wie lassen sich dann die teilweise horrenden Beiträge erklären, die einige Kindergärten verlangen? "Das liegt zum einen an den unterschiedlichen Förderbeträgen in den einzelnen Ländern, was zu unterschiedlich hohen Elternbeiträgen führt. Zum anderen liegt es auch an speziellen Angeboten, die zusätzliche Kosten verursachen," sagt Nagel. Das kann der besonders gute Betreuungsschlüssel sein, das spezielle Bio-Essen oder individuelle Angebote wie zum Beispiel Sprachprogramme. "Montessori-Einrichtungen haben häufig besonders ausgebildetes Personal, das entsprechend mehr kostet", sagt Nagel. Diese zusätzlichen Kosten tragen dann natürlich die Eltern.


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