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Die wichtigsten pädagogischen Konzepte

Wie soll unser Kind erzogen werden? Im weiten Feld der Kindergarten-Pädagogik ist für jeden das passende Konzept dabei. Hier stellen wir Ihnen die in Deutschland geläufigsten vor

von Sandra Schmid, aktualisiert am 09.03.2016
Musizieren

Musik oder Montessori? Eltern können sich schon früh für eine Richtung entscheiden.


Montessori: "Hilf mir, es selbst zu tun!" lautet das bekannte Motto der Montessori-Pädagogik. Ihr Grundsatz ist, dass die individuellen Bedürfnisse des Kindes im Mittelpunkt stehen sollen. Es soll bereits früh in seiner Unabhängigkeitsbestrebung unterstützt und respektiert werden. Die Erzieher fungieren dabei nicht als aktive Führungspersonen, sondern als helfende Begleiter. Im freien Handeln und steten Ausprobieren entdecken die Kinder ihren eigenen Rhythmus sowie den der Gemeinschaft. Inzwischen gibt es in Deutschland mehr als 600 Kindertagesstätten, die das Prinzip der Montessori-Pädagogik verfolgen. Ein Drittel davon integriert behinderte Kinder in die Gruppen. Die Einrichtungen sind teils in öffentlicher, teils in privater Trägerschaft.

Waldorf: Eine große Rolle beim populären Waldorf-Konzept spielt der stets gleichmäßige Tagesablauf, der den Kindern Stabilität und Geborgenheit vermitteln soll. Außerdem ist ein grundlegender Gedanke, dass Kinder lernen, indem sie andere nachahmen. Im Waldorfkindergarten sind also die erziehenden Personen von entscheidender Bedeutung. Sie dienen als Vorbilder, die soziale Verhaltensweisen, Werte oder den Umgang mit der Natur vorleben. Vor allem im alltäglichen Spielverhalten wird viel Wert auf den Kontakt mit Naturmaterialien gelegt. In Deutschland gibt es momentan etwa 550 Waldorfkindergärten. Träger sind meist eingetragene Vereine, Elterninitiativen oder private Institutionen.

Elterninitiativen: Diese Initiativen gründen häufig Gruppen von Eltern, wenn sie einen Kindergarten mit gewissen Schwerpunkten haben möchten, den es so in der unmittelbaren Umgebung nicht gibt. Das kann beispielsweise ein Waldkindergarten sein, in dem die Kleinen ihren Kindergartenalltag fast komplett außerhalb von Gebäuden (das heißt in und mit der Natur) verbringen. Oder eine Einrichtung nach dem Freinet-Prinzip, bei dem es in erster Linie um die Selbstbestimmung der Kinder geht: Die Kleinen haben in den sogenannten Kinderkonferenzen oft sogar die Möglichkeit mit abzustimmen, zu welchem Zweck Gelder verwendet werden sollen. "In den letzten Jahren", sagt Nagel, "sind vor allem Initiativen entstanden, die viel Wert auf Sprachen legen, da viele Eltern wollen, dass ihre Kinder zweisprachig aufwachsen." Eine Elterninitiative kann gründen, wer eine Betriebserlaubnis vom Jugendamt hat und die Bedingungen des Kindergartengesetzes befolgt. Dann kann die Einrichtung auch eine öffentliche Förderung beantragen.

Bewegungs-, Kunst- oder Musikkindergarten: Diese Angebote steuern schon in früher Kindheit in eine bestimmte Richtung. Im Bewegungs- oder Sportkindergarten werden besonders die motorischen Fähigkeiten geschult. Die Kinder sollen den eigenen Körper kennenlernen. Dabei geht es nicht um ausgefeilte Trainingsprogramme, sondern darum, spielerisch Laufen, Springen, Klettern, Werfen und Koordination zu üben. Ähnlich wollen der Kunst- und der Musikkindergarten die entsprechenden Fähigkeiten des Kindes fördern und in den Kindergartenalltag einbauen.

"Eine Einrichtung mit einem bestimmten Schwerpunkt sollte natürlich Personal haben, das sich in diesem Bereich besonders qualifiziert hat", ist auch Nagel überzeugt. "Wenn ein Kindergarten den Schwerpunkt Musik hat, braucht er natürlich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die auch ein Instrument spielen können. Oder im Bewegungskindergarten jemanden, der eine zusätzliche Ausbildung in kindgerechter Bewegungserziehung hat."


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