Zecke richtig entfernen: So geht's

Was tun gegen Zecken? Und wie entfernt man sie bei Kindern? So wappnen Sie sich und Ihre Kleinen gegen die fiesen Tierchen

von Apotheker Ralf Schlenger, aktualisiert am 30.05.2016
Familie mit Kindern spazieren im Wald

Beim Spielen erwischt? Zecken lauern oft im Gras am Waldrand oder im Wald


So beugen Sie Zeckenstichen vor

Die Mini­vampire werden im Früh­jahr aktiv, wenn die Temperatur über fünf Grad steigt. Infizierte Zecken können Borre­liose übertragen, vor allem im Süden Deutschlands auch die Früh­sommer-Meningoenzephalitis (Eine Karte finden Sie hier). In Laub- und Misch­wäldern lauern die Tierchen germ im Unterholz und hohem Gras.

Schutz bieten lange Kleidung und festes Schuhwerk. Am besten die Hosenbeine in die Socken stecken. Freie Hautstellen und Kleidung können mit einem Insekten ab­wei­senden Mittel (Repellent) be­handelt werden. Für Kinder ab zwei Jahren eignen sich Wirk­stoffe wie Icaridin oder EBAAP. Der Schutz wirkt wenige Stunden. Beachten Sie bitte immer die Gebrauchsanleitung.

Gegen FSME impfen lassen

Eine Immunisierung ist nur gegen FSME möglich. Einen ersten ­FSME-Schutz bieten zwei Impfungen im Abstand von ein bis vier Wochen – je nach Hersteller und Impf­schema. Die dritte Impfung er­folgt etwa nach einem Jahr. Auch Schwangere können sich immunisieren lassen.

Zecken entfernen: So geht's

Suchen Sie nach einem Aufenthalt im Grünen unbedingt die Haut ab. Zecken bevorzugen dünne Hautstellen (Kniekehlen, Haaransatz, Leistenbeuge, hinter den Ohren). Entfernen Sie die Zecke so früh wie möglich. Dazu benutzen Sie am besten eine Zeckenkarte oder eine feine Pinzette (mit gebogenen Greifern). Fassen Sie die Zecke nahe der Haut­oberfläche – nie am voll gesogenen Körper. Ziehen Sie das Tier langsam und gerade heraus. Nicht drehen, quetschen oder mit Öl beträufeln. In der Apotheke gibt es Sets mit Pinzette, Repellent und Anleitung. Behandeln Sie die Stelle dann mit Wunddesinfektionsmittel.

Zeckenentfernung

Bei Zeckenstich: Wann zum Arzt?

Markieren Sie gleich die Einstichstelle. Bildet sich um diese in der folgenden Zeit ­eine Rötung, lassen Sie diese von einem Arzt begutachten. Die sogenannte Wanderröte kann auf Borreliose hindeuten. An eine FSME-Infek­tion sollten Sie auch denken, wenn binnen sieben bis 14 Tagen nach einem Stich grippe­ähnliche oder neurologische ­Symptome auf­tre­ten.­ Auch dann bitte zum Arzt!


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