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Wie gefährlich ist ein Zeckenstich?

Zecken lauern nicht nur in Wald und Wiesen, sondern zunehmend auch in Stadtparks und Gärten. Apotheker ­Stefan Keidel erklärt, wie man sich schützt – und einen Stich richtig behandelt

von Ralf Schlenger, aktualisiert am 09.08.2018
Laufen in hohem Gras

Vor allem in hohem Gras lauern oft Zecken – mittlerweile fast zu jeder Jahreszeit


Was ist an den winzigen Tierchen eigentlich gefährlich?

Infizierte Zecken können bei einem Stich Erreger von Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen. Eine Schutz­impfung gibt es zwar gegen FSME, nicht aber gegen Borreliose. ­Gerade bei Kleinkindern mit ihrer dünnen Haut haben Zecken leichtes Spiel.

Wie kann man sich gegen Stiche schützen?

Zecken lauern im Gras, Gebüsch oder Unterholz. Schutz bieten hohe Schuhe und geschlossene Bekleidung, am besten hell und glatt. Stecken Sie Kindern die ­Hosenbeine in die Schuhe oder Strümpfe. Sicherer vor Zecken sind Sie auf breiten Waldwegen. Repellents können zusätzlich auf freie Hautstellen gesprüht oder gerieben werden. Es gibt sie schon für Kinder ab einem Jahr. Zu Hause suchen Sie am besten gleich die Haut, inklusive Hautfalten und Gelenkbeugen, nach Zecken ab.

Und was tun, wenn eine Zecke zugebissen hat?

Vorsichtig gerade aus der Haut ziehen, und zwar so früh wie möglich, da mit der Zeit das ­Infektionsrisiko steigt. Nehmen Sie eine Pinzette, Schlinge oder ­­Karte, und fassen Sie die Zecke nah an der Haut­oberfläche an den Stechwerkzeugen und nicht am Körper. Nicht drehen, zerren, quetschen! Sonst gibt sie infektiösen Speichel ab.

Dann die Hautstelle mit einem Antiseptikum desinfizieren. Gegen leichte, sofort auftretende Rötungen und Entzündungen können Antihistaminika helfen, mit Kindern zum Arzt. Die Stichstelle markieren, mindes­tens ­sieben Tage beobachten. Eine ring­för­mige oder wandernde Rötung weist auf eine Borrelioseinfektion hin. Dann sofort zum Arzt, auch bei Sympto­men wie Abgeschlagenheit oder Fieber.


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