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Wie gefährlich ist ein Zeckenstich?

Zecken lauern nicht nur in Wald und Wiesen, sondern zunehmend auch in Stadtparks und Gärten. Apotheker ­Martin Straulino erklärt, wie man sich schützt – und einen Stich richtig behandelt

von Ralf Schlenger, aktualisiert am 23.08.2019

Was ist an den winzigen Zecken eigentlich gefährlich?

Meist bleibt ein Zeckenstich folgenlos. Aber manche Zecken sind mit Krank­heitserregern infiziert, die sie beim Blutsaugen übertragen. Solche Zecken können deutschlandweit Borreliose übertragen, vor allem im Süden Deutschlands auch Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Die FSME zeigt sich durch grippeähnliche Symptome und kann zu einer Gehirnentzündung führen. Hier gibt es ­eine Impfung, anders als bei der Borreliose, die verschiedene, auch chronische Komplikationen mit sich bringen kann. 

Was empfehlen Sie zum Schutz vor einem Zeckenstich?

Zecken lauern in Unterholz, Sträuchern oder hohem Gras. Am besten lange Kleidung und feste Schuhe tragen. Zudem können Sie knieabwärts ein Repellent auf Haut und Kleidung sprühen. Mittel mit natürlichen Inhaltsstoffen eignen sich für Kinder ab einem Jahr, chemische Wirkstoffe wie Icaridin sind ab zwei Jahren, DEET ab drei Jahren möglich. Nach dem Aufenthalt draußen suchen Sie Kleidung und Haut nach Zecken ab. Die Tiere wandern oft längere Zeit, um eine geeignete, dünne Hautstelle zu finden, bevorzugt an Kniekehlen, am Haaransatz, in der Leistenbeuge und hinter den Ohren.

Und wenn man eine Zecke findet?

So früh wie möglich entfernen! FSME-Viren werden nach dem Stich zügig übertragen, Borreliose-Bakterien meist erst nach mehreren Stunden. Fassen Sie die Zecke mit einer Zeckenkarte oder Pinzette nahe an der Hautoberfläche, nie am vollgesogenen Körper. Mit Besonnenheit herausziehen, also nicht drehen, zerren oder quetschen! Auf keinen Fall mit Öl oder Klebstoff beträufeln. So würden noch mehr Erreger in die Hautstelle gelangen. Desinfizieren Sie diese, markieren Sie sie eventuell und beobachten Sie die Einstichstelle in den nächsten zwei Wochen.

Wann ist der Arzt gefragt?

Falls Sie eine Zecke nicht selbst ent­fer­nen können, fragen Sie Ihren Arzt. Entzündet sich der Einstich, treten grippeähn­liche Symptome auf oder bildet sich innerhalb von 14 Tagen eine ringför­mige Rötung um die Einstichstelle: unbedingt zum Arzt.


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