Vorsorgeuntersuchungen: U10 und U11

Ursprünglich waren in der Grundschulzeit keine Vorsorgetermine geplant. U10 und U11 sollen die Lücke schließen
von Daniela Frank, 05.09.2013

Bei U10 und U11 prüft der Arzt die körperliche, aber auch die seelische Entwicklung

Brand X Pictures/ RYF

U10 – Wie läuft es in der Schule?

Wann findet die U10 statt? Die U10 wird für Kinder zwischen sieben und acht Jahren empfohlen. Zusammen mit der U11 soll sie die Lücke zwischen U9 und J1 schließen. Sie wird jedoch nicht von allen Krankenkassen bezahlt.

Was passiert bei der U10? Bei der U10 stehen mögliche schulische Leistungsschwächen, Entwicklungs- und Verhaltensstörungen im Vordergrund. Der Arzt prüft zum Beispiel, ob Entwicklungsstörungen wie Lese-, Schreib- oder Rechenschwäche vorliegen. Ohne die Untersuchung werden sie oft gar nicht oder zu spät festgestellt. Als Folge treten bei den Kindern Ängste auf, sie könnten in der Schule nicht mithalten. Außerdem schaut der Arzt nach der motorischen Entwicklung sowie möglichen Verhaltensstörungen wie ADHS.

Gut zu wissen: Schulleistungsprobleme führen häufig zu Erkrankungen wie Bauchschmerzen, Schlaflosigkeit, Übelkeit. Es ist wichtig, den Arzt beim Vorsorgetermin darauf aufmerksam zu machen. Denn wenn die wahren Ursachen erkannt werden, können diese meist gut behandelt werden.

U11 – Bewegung statt Fernsehen

Wann findet die U11 statt? Die U11 wird für Kinder zwischen neun und zehn Jahren empfohlen. Zusammen mit der U10 wurde sie erst nachträglich eingeführt, um die große Lücke zwischen U9 und J1 zu schließen. Die Kosten dafür werden aber nicht von allen Kassen übernommen.

Was passiert bei der U11? Wie bei der U10 stehen auch bei der U11 mögliche Probleme in der Schule im Vordergrund. Der Arzt soll dabei Leistungs-, Sozialisations- und Verhaltensstörungen erkennen. Außerdem prüft er, ob Anomalien bei Zähnen, Mund oder Kiefer vorliegen. Zudem geht es um Ernährung, Bewegung und Freizeitverhalten, auch um Medienkonsum. In diesem Alter tritt häufiger gesundheitsschädigendes Medienverhalten auf. Falls erforderlich kann der Arzt geeignete Maßnahmen empfehlen und dazu beraten, wie ausreichend Bewegung und Sport in den Alltag integriert werden können.

Gut zu wissen: Nicht nur Medienkonsum, sondern auch Substanzen wie Genussmittel und Drogen können zu Abhängigkeiten führen. Deshalb hat der Arzt bei der U11 frühzeitig Gelegenheit, mit entsprechender Beratung vorzubeugen.


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