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Vorsorge für Kinder: Von der U1 bis zur J2

Bei den Vorsorgeuntersuchungen überprüft der Arzt die altersgemäße Entwicklung Ihres Kindes. Worauf er jeweils schaut

aktualisiert am 11.06.2021

Es steckt voller wertvoller Informationen: das gelbe Vorsorgeheft. Von der Geburt bis etwa zum sechsten Lebensjahr begleitet es Ihr Kind – und sollte deshalb wie ein Schatz gehütet werden. Bei jeder der Vorsorgeuntersuchungen U1 bis U9 notiert der Kinderarzt darin seine Beobachtungen. Zudem befinden sich darin die Wachstumskurven für Kopfumfang, Gewicht und Körpergröße im Altersvergleich. In diese sogenannten Perzentilenkurven trägt der Arzt die Werte Ihres Kindes ein, um seine altersgerechte Entwicklung bezüglich der Körpermaße einschätzen zu können.

U-Untersuchungen U1 bis U9: Bitte nicht verpassen

Auch wenn Ihnen Ihr Kind rundum gesund erscheint, sollten Sie keine der Untersuchungen U1 bis U9 verpassen, die alle von der Krankenkasse bezahlt werden. Denn der Kinder- und Jugendarzt kann aufgrund seiner Erfahrung frühzeitig erkennen, wann es nötig ist, bei einer Entwicklungsstörung gezielt zu fördern und zu behandeln. Und je früher bei Fehlentwicklungen oder Krankheiten eingegriffen wird, desto weniger schwerwiegend sind oft die Folgen für das Kind. Deshalb haben die meisten Bundesländer für viele der U-Untersuchungen eine Meldepflicht eingeführt: Die Termine sind verpflichtend, wer sie versäumt, bekommt eine Mahnung.

Auch für die Eltern

Die Vorsorgeuntersuchungen bringen nicht nur viel für die Gesundheit des Kindes – auch den Eltern bieten die regelmäßigen Termine gewisse Vorteile: "Die Eltern profitieren vor allem davon, dass bei den Vorsorgeterminen mehr Zeit als in der normalen Sprechstunde eingeplant ist", sagt Dr. Michaela Meiswinkel, Kinder- und Jugendärztin in München.

"Es ist Zeit da, um auf Ängste und Sorgen einzugehen. Oder aber auch, um eventuelle Auffälligkeiten in der Entwicklung, zum Beispiel im Kindergarten, intensiver zu besprechen", erläutert Meiswinkel. "Über die Jahre wächst natürlich auch das Vertrauensverhältnis. Eltern trauen sich dann eher, Dinge anzusprechen – zum Beispiel wenn das Kind ein aggressives Verhalten zeigt", sagt Meiswinkel. Und sie ergänzt: "Die Mütter und Väter erhalten zudem über die Vorsorgetermine eine regelmäßige Rückmeldung über den Entwicklungsstand ihrer Kinder."

Wichtig ist, die Untersuchungen nicht mit einem Wettbewerb zu verwechseln, bei dem das Kind möglichst gut abschneiden muss. So bereiten Sie sich am besten auf die Termine vor: Notieren Sie alles, was Ihnen seit der letzten Untersuchung an Ihrem Kind aufgefallen ist und das Sie mit dem Arzt besprechen möchten – denn erfahrungsgemäß vergisst man in der Aufregung oft das Wichtigste. Die Untersuchungen sollten auf jeden Fall im vorgesehenen Zeitfenster durchgeführt werden. Deshalb haben wir für Sie einen Überblick zusammengestellt. So können Sie erkennen, welche Vorsorgetermine beim Kinderarzt Sie unbedingt einplanen sollten.

Im Schulalter: Kassen zahlen nicht alle Untersuchungen

Die J1 im Alter zwischen zwölf und 14 Jahren hat einen großen Abstand zur letzten Früherkennungsuntersuchung für Kinder. Um die Lücke zur U9 zu schließen, die mit rund fünf Jahren stattfindet, empfehlen die Kinder- und Jugendärzte drei weitere Untersuchungen: Die U10 für Sieben- bis Achtjährige und die U11 für Neun- bis Zehnjährige. Außerdem gibt es noch die J2 für 16- bis 17-Jährige. Diese drei Untersuchungen werden jedoch – im Gegensatz zur J1 – nicht von allen Krankenkassen bezahlt. Ihre Ergebnisse vermerkt der Arzt in einem eigenen Büchlein: Dem grünen Checkheft. Für die J1 gibt es ebenfalls einen gesonderten Dokumentationsbogen.


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