U1: Der Check nach der Geburt

Apgar-Test, Nabelschnurblutanalyse, Kopfumfangsmessung: Hebamme oder Kinderarzt vergewissern sich, dass es dem Baby gut geht und alles in Ordnung ist

aktualisiert am 10.07.2017

Winziger Patient: Die erste Untersuchung findet bald nach der Entbindung statt


Wann findet die U1 statt? Diese Untersuchung erfolgt unmittelbar nach der Geburt – üblicherweise innerhalb der ersten halben Stunde. Je nach Entbindungsort also vermutlich entweder im Kreißsaal, im Geburtshaus oder zu Hause.

Was passiert bei der U1? Arzt oder Hebamme untersuchen, ob das Baby die Geburt gut überstanden hat. Sie horchen das Herz und die Lunge ab, kontrollieren Atmung, Farbe und Durchblutung der Haut sowie Muskelspannung und angeborene Reflexe. Außerdem überprüfen sie, ob das Kleine mit Fehlbildungen, Gelbsucht oder Schwellungen zur Welt gekommen ist und ob es die volle Reife erreicht hat. Zudem werden Körperlänge, Gewicht und Kopfumfang gemessen. Etwas Blut aus der durchtrennten Nabelschnur kann weitere Informationen geben, zum Beispiel daüber wie gut das Baby während der Entbindung mit Sauerstoff versorgt war. Und: Um inneren Blutungen vorzubeugen, bekommt das Neugeborene Vitamin K in Tropfenform.

Gut zu wissen: Mit dem sogenannten Apgar-Test machen sich Ärzte und Hebammen ein erstes Bild vom Zustand des Neugeborenen. Er geht auf die amerikanische Ärztin Virginia Apgar zurück, die diesen ersten Check in den 50er Jahren veröffentlicht hat. Ein Punktesystem gibt über die Gesundheit des Säuglings Auskunft. Je mehr von den möglichen zehn Punkten erreicht werden, desto besser der Zustand des Babys. Untersucht und bewertet werden Atmung, Puls, Grundspannung der Muskulatur, Hautfarbe und Reflexe.


Lassen Sie Ihr Kind entsprechend der Empfehlungen impfen?
Zum Ergebnis
Wie lange waren Sie in Elternzeit?
Zum Ergebnis