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U1: Der Check nach der Geburt

Apgar-Test, Nabelschnurblutanalyse, Kopfumfangsmessung: Hebamme oder Kinderarzt vergewissern sich, dass es dem Baby gut geht und alles in Ordnung ist

aktualisiert am 11.06.2021

Wann findet die U1 statt? Diese Untersuchung erfolgt unmittelbar nach der Geburt – üblicherweise innerhalb der ersten halben Stunde. Je nach Entbindungsort also vermutlich entweder im Kreißsaal, im Geburtshaus oder zu Hause.

Was passiert bei der U1? Arzt oder Hebamme untersuchen, ob das Baby die Geburt gut überstanden hat. Sie horchen das Herz und die Lunge ab, kontrollieren Atmung, Farbe und Durchblutung der Haut sowie Muskelspannung und angeborene Reflexe. Außerdem überprüfen sie, ob das Kleine mit Fehlbildungen, Gelbsucht oder Schwellungen zur Welt gekommen ist und ob es die volle Reife erreicht hat. Zudem werden Körperlänge, Gewicht und Kopfumfang gemessen. Etwas Blut aus der durchtrennten Nabelschnur kann weitere Informationen geben, zum Beispiel daüber wie gut das Baby während der Entbindung mit Sauerstoff versorgt war. Und: Um inneren Blutungen vorzubeugen, bekommt das Neugeborene Vitamin K in Tropfenform.

Gut zu wissen: Mit dem sogenannten Apgar-Test machen sich Ärzte und Hebammen ein erstes Bild vom Zustand des Neugeborenen. Er geht auf die amerikanische Ärztin Virginia Apgar zurück, die diesen ersten Check in den 50er Jahren veröffentlicht hat. Ein Punktesystem gibt über die Gesundheit des Säuglings Auskunft. Je mehr von den möglichen zehn Punkten erreicht werden, desto besser der Zustand des Babys. Untersucht und bewertet werden Atmung, Puls, Grundspannung der Muskulatur, Hautfarbe (Aussehen) und Reflexe.

Zwischen der 24. und 36. Lebensstunde stehen verschiedene Scree­nings an:

  • Beim Pulsoximetrie-Screening misst ein Lichtsensor die Sauerstoffsättigung des Babys im Blut. Dies kann Hinweise auf Herzfehler liefern.
  • Durch das erweiterte Neugeborenen-Screening sollen bestimmte seltene, aber gefährliche Hormon- und Stoffwechselstörungen und Immundefekte sowie Mukoviszidose (Störung der Schleimdrüsen) rechtzeitig erkannt werden. Dafür braucht es ein paar Tröpfchen Blut.
  • Das Hör-Screening testet das Hörvermögen des Neugeborenen. Das geschieht mit ­einem elektronischen Gerät, meist während das Baby schläft. Manchmal liegt eine erkannte Hörstörung auch nur an Fruchtwasser-Resten im Gehörgang. In dem Fall wird der Test nach ein paar Tagen wiederholt.


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