Nasennebenhöhlenentzündung: Was hilft?

Das passiert oft bei einer Erkältung: Die Nasennebenhöhlen entzünden sich. Oft entsteht dann ein schmerzhafter Druck im Kopf. Was Kindern hilft
von Apotheker Ralf Schlenger, 29.12.2016

Bei Nasennebenhöhlenentzündung hilft inhalieren

Allesalltag Bildagentur GbR/--

Wenn sich Nasen­nebenhöhlen entzünden, schwellen die Schleimhäute dort an. Dies kann sich durch Fieber, eitri­gen Nasenschleim sowie Druckschmerz an Stirn, ­Augen und Wangen zeigen. Bei Säuglingen sind nur Kiefer­höhlen und Siebbein­zellen (hin­ter der Nasenwur­zel) so weit angelegt, dass sich dort die Schleim­haut entzünden kann. Mit Entzündun­gen der Stirnhöhle ist bei Kindern meist erst ab dem Schulalter zu rechnen.

Feuchtigkeit beugt Entzündung der Nebenhöhlen vor

Wichtig ist, die Atemwegsschleimhäute feucht zu halten. Sie sind dann weniger anfällig für Infekte. Überheizen Sie nicht die Wohnräume. Die relative Luft­feuchtigkeit sollte mindestens 50 Prozent betragen – hängen Sie feuchte Tücher über die Heiz­körper. Geben Sie Ihrem Kind aus­reichend zu trinken. Rauchen Sie auf keinen Fall in der Wohnung!

Was bei Nasennebenhöhlenentzündung hilft

Abschwellen fördern: Bei einer akuten Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) gilt es, das Abfließen des Sekrets aus den Nebenhöhlen zu verbessern oder wiederherzustellen. Hier helfen Wärmeanwendungen wie Rotlicht. Kinder können – unter Aufsicht eines Erwachsenen – heißen Wasser­dampf inhalieren. Zusätze mit Ka­millen­extrakt oder ätherischen Ölen sind für Kinder ab sechs Jahre geeignet. Nasentropfen oder -sprays mit Wirkstoffen wie Oxy­­­metazolin oder Xylometazolin bewirken ein Abschwellen. Zur Schleimverflüssigung gibt es Kapseln mit natür­lichen Wirkstoffen wie Myrtol und Cineol. Gegen stärkere Schmerzen und Entzündung hilft Ibuprofen. Bitte bei allen Präparaten auf die alters­gemäße Dosis und auf die Altersbeschränkungen achten. Ihr Apotheker berät Sie gerne.

Wann zum Arzt?

Nebenhöhlenentzündungen sind meist schmerzhaft. Bei eitrigem, grün­lich-gelbem Nasen­sekret und Fieber könnten Bakterien beteiligt sein. Dann ist even­tuell ein Antibiotikum nötig. Da­her sollte eitriger Schnupfen, der über eine Woche ohne Bes­serung anhält oder mit Fieber oder Kopf­schmerzen einhergeht, ärztlich abgeklärt wer­den. Mit Säuglingen immer sofort zum Arzt ge­hen!


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