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Der Mama-Coach: Vier Wege zu mehr Dankbarkeit

Dankbarkeit und Lebensfreude hängen eng zusammen. Warum das so ist und vier Strategien, wie wir mehr Dankbarkeit in unserem Alltag verankern können

21.05.2019
Seifenblasen

Dankbarkeit ist eine Form der Achtsamkeit gegenüber sich selbst, dem eigenen Umfeld und dem Leben selbst. Dass wir dankbar sein sollen, rät jeder Mindfulness-Coach, doch auch Studien belegen, dass sich Dankbarkeit positiv auf die Gesundheit, das Wohlbefinden und auf unsere Beziehungen auswirkt. Was geschieht eigentlich im Gehirn, wenn wir regelmäßig die eigene Dankbarkeit trainieren?

So wirkt Dankbarkeit

Oft haben wir unseren Fokus auf Mangel gerichtet. Es scheint leichter, sich auf die Dinge zu konzentrieren, die einem im Leben fehlen, denn Vieles sehen wir als selbstverständlich an. Zum Beispiel werden wir uns erst bewusst, wie dankbar wir für unseren Körper sein können, wenn wir mal zwei Wochen mit einer Grippe im Bett liegen.

Studien haben gezeigt, dass unser Hypothalamus beeinflusst wird, wenn wir aktiv an positive Dinge denken. Dieser kleine Teil unseres Gehirns beeinflusst nicht nur unseren Schlaf und Stoffwechsel, sondern auch unsere Stressresistenz. Außerdem wird beim Gefühl von Dankbarkeit der Neurotransmitter Dopamin ausgeschüttet, der für den Belohnungseffekt bekannt ist. Einige Studien zeigen, dass ​Übungen​ wie Dankbarkeits-Tagebücher die eigene Zufriedenheit erhöhen können.

Bei Dankbarkeit geht es nicht darum, alle negativen Gefühle zu verdrängen sondern nur den Blick für die Dinge zu schärfen, die schon gut funktionieren oder über die wir uns freuen können. Das beste Übungsfeld? Der Alltag.

1. Dankbarkeitsmeditation

Setzen Sie sich an einen ruhigen Ort und schließen Sie die Augen. Stellen Sie sich vor Ihrem inneren Auge eine Person, eine besondere Situation oder auch einen Gegenstand in Ihrem Leben vor, für den Sie besonders dankbar sind. Konzentrieren Sie sich dabei auf so viele Einzelheiten, wie nur möglich. Ob es Ihre aufgeweckten Kinder sind, Ihr verständnisvoller Partner oder einfach Ihr Zuhause. Das Schöne an dieser Übung ist, dass Sie sie jederzeit und an jedem Ort durchführen können, ohne dass sie viel Zeit erfordert.

Tipp: Machen Sie diese Übung direkt morgens nach dem Aufwachen. So können Sie mit einem positiven Gefühl in den Tag starten.

2. Dankbarkeitstagebuch

Ein Ritual, das vor allem gut für den Abend geeignet ist, ist das Schreiben eines Dankbarkeitstagebuchs. Beginnen Sie damit, jeden Abend mindestens drei Dinge aufzulisten, für die Sie an diesem Tag dankbar waren. Der Vorteil: Sie können diese Notizen immer wieder durchlesen. Besonders in Zeiten, in denen es Ihnen nicht so gut geht, kann es helfen, sich noch einmal aller positiven Sachen bewusst zu werden.

Ergebnisse zweier britischer Studien zeigten, dass sich Schüler, die sich schriftlich mit Dankbar​keit auseinandergesetzt hatten, deutlich glücklicher fühlten.​ ​Die positiven Effekte dieser Übung konnten auch in einer anderen Studie der amerikanischen Psychologen Robert Emmons und Michael McCullough belegt werden. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass die Versuchspersonen, die ein Dankbarkeitstagebuch führten, mehr Lebensfreude aufwiesen als die Vergleichsgruppe.

3. Dankbarkeitsbrief

Wann haben Sie das letzte Mal einer Person Ihre tiefe Dankbarkeit ausgedrückt? Menschen, die schon lange an Ihrer Seite sind und Sie in guten und schlechten Zeiten unterstützen. Oder Jemand, der Ihnen einen Gefallen getan hat. Manchmal fällt es uns schwer, anderen unsere Wertschätzung zu zeigen. Vielleicht fehlen uns die richtigen Worte oder der Mut. In diesem Fall kann es leichter fallen, die eigene Dankbarkeit in Form eines Briefes auszudrücken.

Der Effekt von Dankbarkeit auf unsere Beziehungen wird auch für die Forschung immer interessanter. Sara Algoe von der Universität North-Caro​lina beschäftigt sich unter anderem mit dem Zusam​men​hang von ausgedrückter Dank​bar​keit und sozia​len Beziehungen. Ihre groß ange​leg​ten Unter​su​chun​gen zeigen deut​li​che posi​tive Effekte auf das Gefühl, geliebt zu sein und zu lieben. So können durch Dankbarkeit Freund​schaf​ten, Bezie​hun​gen und auch das eigene Selbst​bild gestärkt werden.

4. Sich selbst danken

Wann haben Sie sich das letzte Mal selbst gedankt? Vielleicht fragen Sie sich jetzt, wofür Sie selbst eigentlich dankbar sein sollten, denn manchmal spielt das Leben einfach nicht mit. Holen Sie sich selbst in solchen Momenten aus dem Mangelbewusstsein und rufen Sie sich ins Gedächtnis, worauf Sie stolz sein können. Es geht nicht um große Errungenschaften, es reicht auch aus, einfach nur zu sein und sich bewusst zu werden, dass genau in diesem Moment Millionen kleiner Zellen für Sie und Ihren Körper arbeiten. Ein wahres Wunder, oder?

Hinweis:

Dieser Inhalt wurde von unserem Kooperationspartner 7Mind zur Verfügung gestellt und von der Baby-und-Familie-Redaktion nach wissenschaftlichen Standards geprüft und in Teilen überarbeitet.


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