{{suggest}}


Das hilft bei Halsschmerzen

Was lindert das Kratzen im Hals? Claudia Gutbrod, pharmazeutisch-technische Assistentin, gibt Tipps für die ganze Familie

von Ralf Schlenger, aktualisiert am 09.05.2019
Junge mit Halsschmerzen

Halsschmerzen sind oft Vorbote einer Erkältung


Wie zeigt sich eine Halsentzündung bei Kleinkindern?

Kleinkinder können die Beschwerden noch nicht lokalisieren. Aber Heiser­­keit, Schluckbeschwerden – das Kind isst nichts – und eine gerötete ­­Rachenschleimhaut sind zum Beispiel Zeichen einer Halsentzündung. Manchmal sagen Kinder dann auch, dass sie Bauchweh haben.

Wie lassen sich die Beschwerden lindern?

Damit die Schleimhäute nicht austrocknen, braucht es eine hohe Luftfeuch­­tig­keit. Mein Tipp: Effektiver als nasse Tücher auf der Heizung ist ein ­Wasser­­kocher, der ein paar Minuten lang Wasser verdampft. Immer aus­reichend trinken, etwa stilles Wasser und Tee, im Idealfall zimmerwarm.  

Arzneitees mit Salbei und Kamille lindern Entzündungen. Auch Honig im Tee wirkt reizlindernd, aber erst nach dem ersten Lebensjahr geben. In jedem Alter hilft ein Halswickel mit warmem Quark.

Welche Arzneimittel eignen sich?

Reizlindernde, befeuchtende Lutschpastillen, etwa mit Isländisch Moos oder Emser Salz, können Kinder lutschen, sobald sie die Pastillen nicht mehr verschlucken. Lutschtabletten mit desinfizierenden oder schmerzlindernden Wirkstoffen eignen sich eher für ältere Kinder und Erwachsene. Bei starken Beschwerden kann man auch ein Schmerzmittel wie Ibuprofen als Saft geben, natürlich in altersangepasster Dosis.

Ab welchem Alter können Kinder gurgeln?

Die Fachliteratur gibt ein Alter von etwa vier Jahren an, es ist aber indi­viduell sehr verschieden. Gurgeln üben Eltern mit dem Kind, wenn es gesund ist. Dabei tonlos gurgeln, das schont die Stimmbänder.

Wann sollte man zum Arzt?

Selbstbehandlung kommt nur bei leichten, bekannten Beschwerden und für Kinder ab etwa sechs Monate infrage. Gehen Sie zum Arzt, wenn das Kind total krank wirkt oder fiebert, bei stark ge­röteten oder geschwollenen Schleimhäuten, belegten Mandeln oder Atemnot. Und immer, wenn Sie beunruhigt oder unsicher sind.


Mit den Kindern in den Urlaub: Was überwiegt – Stress oder Entspannung?
Zum Ergebnis
Sind Sie auf Anhieb schwanger geworden?
Zum Ergebnis