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Coronavirus: Kinder scheinen weniger gefährdet

Die Zahlen sind zwar mit Vorsicht zu betrachten: Aber eine Auswertung der chinesischen Gesundheitsbehörden deutet darauf hin, dass das neue Virus für Kinder wohl kaum schwere Folgen hat

von Christian Andrae, 27.02.2020

Eine gute Nachricht vorweg: Eine Infektion mit dem neuen Coronavirus (Sars-CoV-2) verläuft für Kinder wohl weitestgehend ohne schwerwiegende Komplikationen. Das geht aus einer ersten Auswertung der chinesischen Gesundheitsbehörden hervor. Für die Studie wurden Daten von rund 44000 Menschen mit einer nachgewiesenen Corona-Infektion analysiert – darunter 416 Kinder im Alter von 0 bis 9 Jahren, bei denen es den Autoren zufolge keine Todesfälle gab. Auch für Menschen im Alter 10 und 39 Jahren ist die Gefahr für einen tödlichen Verlauf der Erkrankung mit 0,2 Prozent eher gering. Eine Übertragung des Virus im Mutterleib scheint ersten Erkenntnissen nach wie bereits berichtet nicht stattzufinden.

Frauen wohl weniger anfällig

Aus der Analyse geht auch hervor, dass es bei Frauen mit 1,7 Prozent eine deutlich niedrigere Sterblichkeitsrate als bei Männern (2,8 Prozent) gibt. Besonders gefährdet seien ältere Menschen ab 50 Jahren mit Vorerkrankungen wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Schwächen der Studie: Sie bezieht ausschließlich auf Infektionsfälle der stark betroffenen chinesischen Provinz Hubei. Ob die Sterblichkeitsraten eins zu eins auf Deutschland übertragbar sind, ist schon aufgrund der anderen Altersstruktur und des Gesundheitssystems hierzulande schwer zu sagen.

Hände waschen, Hände waschen

Doch wie kann man sich effektiv vor einer Infektion schützen? Diese Frage wurde unter anderem bei der Pressekonferenz des Robert Koch-Instituts (RKI) am Donnerstag beantwortet: RKI-Präsident Professor Dr. Lothar Wieler empfahl "banale Dinge" wie Händewaschen oder eben in den Ellbogen zu husten beziehungsweise zu niesen. Das RKI hat ebenfalls eine Liste zu häufig gestellten Fragen im Bezug auf das Coronavirus ins Netz gestellt.

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