Wann sollte ich bei blutigem Wochenfluss zum Arzt?

Der blutige Wochenfluss will nicht versiegen. Prof. Dr. Joachim Dudenhausen erklärt, wann die Frau zum Arzt sollte
aktualisiert am 08.11.2016

Im Wochenbett sollte sich die Frau ausruhen. Blutiger Wochenfluss ist anfangs normal

iStock/Steve Coleccs

Das kommt darauf an, wann er auftritt. Der Wochenfluss dauert in der Regel ungefähr drei Wochen. Dass er in den Tagen nach der Geburt blutig ist, ist vollkommen normal. In der zweiten Woche wird er dann bräunlich, in der dritten gelblich. Ist er im Spätwochenbett noch blutig – also etwa zwei bis drei Wochen nach der Geburt – sollte die Frau zum Arzt gehen. Der Gynäkologe macht dann in der Regel einen Ultraschall, um die Ursache zu finden.

In den meisten Fällen handelt es sich entweder um ein Blutgerinnsel in der Gebärmutter oder um eine Gebärmutterentzündung. Diese kann mit Fieber und eventuell mit Kopfschmerzen in der Stirn einhergehen. Oft sind dann noch Reste des Mutterkuchens in der Gebärmutter verblieben, diese müssen ausgeschabt werden. Anschließend bekommt die Mutter ein Antibiotikum. In seltenen Fällen kann auch eine Blutgerinnungsstörung Ursache für den immer noch blutigen Wochenfluss sein. Dann wird der Arzt entsprechend behandeln.


Prof. Dr. med. Joachim Dudenhausen, Professor Emeritus der Charité Universitätsmedizin Berlin, Professor für Geburtshilfe und Gynäkologie am Weill Cornell Medical College, Deputy Chief Medical Officer am Sidra Medical and Research Center, Chefredakteur des Journal of Perinatal Medicine

 

Diese Informationen enthalten nur allgemeine Hinweise und dürfen nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Sie können einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.


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