Hämorriden nach der Geburt: Was tun?

Nach der Geburt leiden viele Frauen unter Hämorriden. Was sie tun können, erklärt Prof. Dr. med. Joachim Dudenhausen
aktualisiert am 08.11.2016

Nach der Geburt braucht der Körper besonders viel Pflege

W&B/Marcel Weber

Hämorriden sind nach der Geburt nicht selten. In den allermeisten Fällen bilden sie sich aber wieder vollständig oder zumindest wesentlich zurück. Deshalb würde ich betroffenen Patientinnen immer raten, nach der Geburt mindestens etwa vier bis sechs Monate abzuwarten. Währenddessen ist gute Hygiene wichtig, damit sich die Hämorriden nicht entzünden. Außerdem sollte die Frau viel trinken, um ihren Stuhl weich zu halten und beim Stuhlgang nicht zu stark pressen.

Gegen die Schmerzen helfen spezielle Bäder oder Salben. Sie nehmen den Juckreiz, können aber die Rückbildung leider nicht unterstützen. Sollten sich die Hämorriden wider Erwarten nicht zurückbilden, kann die Betroffene einen Termin beim Proktologen machen. Er wird sie zu geeigneten Therapiemöglichkeiten beraten: Zum Beispiel können Hämorriden durch Einspritzen eines speziellen Wirkstoffes verödet oder im Rahmen einer kleinen OP entfernt werden.

 

Prof. Dr. med. Joachim Dudenhausen, Professor Emeritus der Charité Universitätsmedizin Berlin, Professor für Geburtshilfe und Gynäkologie am Weill Cornell Medical College, Deputy Chief Medical Officer am Sidra Medical and Research Center, Chefredakteur des Journal of Perinatal Medicine

 

Diese Informationen enthalten nur allgemeine Hinweise und dürfen nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Sie können einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.


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