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Süßes oder Saures! Der Halloween-Ratgeber

Der amerikanische Gruselspaß Halloween ist aus deutschen Kinderzimmern nicht mehr wegzudenken. Was man alles für die perfekte Party braucht

von Sandra Schmid, aktualisiert am 29.10.2018
Kürbislaternen zu Halloween

Kürbis, Kerzen und Kostüme: Halloween steht vor der Tür


Denken Sie einmal zurück an Ihre Kindheit. Spielten da im Herbst Glibber-Skelette, Kunstblut und Hexenkostüme eine größere Rolle? Wohl eher nicht. Denn es gab ja bereits ein Fest, an dem sich Kinder in Verkleidungen schmissen und auf Partys gingen. Damals hieß das Fasching oder Karneval. Und das Ganze fand an kalten Februartagen statt.

Fasching gibt es natürlich immer noch. Aber Anfang der 90er Jahre hat die fünfte Jahreszeit in Deutschland eine kleine Schwester bekommen: das Halloween-Fest. Jedes Jahr am Tag vor Allerheiligen, also am 31. Oktober, wimmelt es auf deutschen Straßen vor kleinen Vampiren, Monstern und Gespenstern.

Warum feiern wir Halloween?

Die wenigsten kennen den Grund dafür, dass wir das ursprünglich keltische, aber in den USA extrem populäre Fest übernomenn haben: Im Jahr 1991 wurden aufgrund des ersten Golfkriegs alle Faschingsumzüge und -feste in Deutschland abgesagt. Viele Unternehmen blieben demnach auf ihren gesamten Faschingsaccessoires sitzen und stellten sich natürlich die Frage: Wohin mit den Luftschlangen, Kostümen und Girlanden? Die Lösung: Man klaute sich einfach das schaurig-beliebte Faschingsfest der Nordamerikaner und vermarktete seine Fastnacht-Produkte hierzulande noch einmal. Noch schnell die Kürbisfratzen-Tradition übernommen und den Kinderspruch "Trick or treat" mit "Süßes oder Saures" ersetzt – fertig war ein neuer Brauch in Deutschland.

Und damit auch Ihre Halloween-Fete ein voller Erfolg wird, haben wir hier alles Nötige zusammengestellt:

Das richtige Kostüm

Kinder, die sich an Halloween als Indianer oder Prinzessin verkleiden möchten, sind eher die Ausnahme. Zum US-Gruselfest wollen die meisten Kleinen stilecht kostümiert werden. Die Devise lautet: je schauerlicher, desto schöner! Allerdings sollte man seine erwachsenen Maßstäbe von Horror bitte nicht an den Kostümen der Kinder ausleben. Ein Spinnennetz um das Auge der Fünfjährigen gemalt ist schon ziemlich furchterregend, ein paar Bluttropfen am Mundwinkel des kleinen Vampirs ausreichend schauderhaft.

Tipp: Selbst kreierte Kostüme und eigenhändig bemalte Gesichter sind auch an Halloween ein Renner. Fragen Sie Ihr Kind im Vorfeld, als was es sich gerne verkleiden möchte und überlegen Sie gemeinsam, wie sich das realisieren lässt. Sie werden sehen: Wenn Sie ein paar kreative Vorschläge zur gemeinsamen Herstellung des Kostüms machen, wird der Nachwuchs gleich Feuer und Flamme sein. Hier ein paar Inspirationen:

  • Die Spinne: Legere schwarze Kleidung anziehen (schwarze Leggins, schwarzes Shirt, schwarze Schuhe und Handschuhe). Dann von drei alten Kinderstrumpfhosen die Füße abschneiden und die Strumpfhosen mit Zeitung oder Schaumstoff füllen. Die sechs ausgestopften Spinnenarme auf ein Stück schwarzen Stoff nähen und am besten per Klettverschluss am Rücken anbringen. Das Gesicht des Kindes mit Spinnweben bemalen. Man kann auch noch mit weißer Farbe ein großes Spinnennetz auf den Bauch pinseln.
  • Die Hexe: Aus ein paar alten, verschieden langen Röcken (die zerschnitten werden dürfen!), einem Kopftuch und ein paar kleinen Accessoires lässt sich ganz schnell ein fantasievolles und individuelles Hexenkostüm basteln. Löcher in die Röcke schneiden und übereinander tragen; auch das Oberteil kann etwas zerfetzt sein. Dazu das Tuch hexenmäßig auf den Kopf drapieren. Eine kleine Stoffkatze auf die Schulter genäht. Eine dicke Warze ins Gesicht gemalt. Auf die Schuhe noch eine gebastelte Spinne geklebt – fertig ist die kleine Grusel-Hexe!
  • Das Gespenst: Dieses Kostüm ist der Klassiker unter den spukhaften Kostümen. Einfach ein altes Bettlaken über den Körper stülpen, Gucklöcher für die Augen reinschneiden, einen Strick oder eine Kette als Gürtel.

Die perfekte Dekoration

Für eine richtig tolle Halloween-Party brauchen Sie natürlich auch eine echt gruselige Ausstattung. Unerlässlich: Ausgehöhlte leuchtende Kürbisse auf dem Fensterbrett.

Auch ein Renner: die Gespenster-Girlande. Dazu braucht man weißen Stoff (zum Beispiel ein altes Bettlaken), eine Schere, einen Filzstift, Bindfaden sowie Watte oder Zeitung.

  • Aus dem Bettlaken gleichgroße Quadrate ausschneiden (etwa 20 x 20 cm).
  • In die Mitte des Quadrats eine feste Kugel aus Zeitung oder Watte packen, das Tuch um die Füllung schlagen und wie einen Blumenstrauß nehmen.
  • Faden um den "Hals" binden und überstehende Fadenenden abschneiden.
  • Jetzt mit dem Filzstift Augen auf den Kopf malen, schon ist das Gespenst fertig.
  • Mithilfe von Sicherheitsnadeln an einem langen, dickeren Faden befestigen und ans Fenster hängen. Schon schaukelt schaurig die Geister-Girlande schaurig.

Das passende Grusel-Menü

Keine Party ohne ein dämonisches Menü für die kleinen Halloween-Fans. Wir haben Ihnen einige Rezepttipps zusammengestellt.

Vorspeise:
Hexensuppe

Hauptspeisen:
Gespenstersalat
Gruselburger
"Abgehackte Finger"

Nachspeise:
Kürbismuffins

Getränk:
Vampirbowle

Die besten Spiele

Ohne die entsprechend horrormäßige Unterhaltung wäre Halloween für Kinder langweilig. Deswegen darf der Schauerfaktor nicht zu kurz kommen. Tipps für eine gute Partystimmung.

  • Grusel-Greifen: Verschiedene Schuhkartons mit Löchern versehen, die gerade so groß sind, dass eine Hand durchpasst. Dann auf die Kartons schreiben, was – angeblich – drin ist und mit Dingen befüllen, die sich so ähnlich anfühlen. Zum Beispiel ausgefallene Blutzähne (in Ketchup getunktes Popcorn), heraus gefallene Augen (abgeschälte Weintrauben), Drachen-Gedärm (eingeweichte Weingummischlangen). Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
  • Hexenkessel: Die Kinder sitzen im Kreis. Einer beginnt und sagt: "Ich bin eine Hexe / ein Zauberer und werfe in meinen Kessel..." und nennt eine gruselige Zutat (Monstermilch, Gespensterzähne, Krähenfüße etc.). Der nächste muss die vorangegangenen Begriffe nennen und einen neuen dazu. Wer etwas durcheinander bringt oder wem nichts mehr einfällt, scheidet aus.
  • "Süßes oder Saures": Der Kultbrauch "Trick or treat" darf auch bei der eingedeutschten Halloween-Party nicht fehlen. Statten Sie die Kinder mit Tüten aus und gehen Sie mit ihnen von Tür zu Tür. Die Kleinen klingeln an den Türen und fordern "Süßes oder Saures".

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