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So lernen Kinder Schlittschuhlaufen

Ob in der Halle oder draußen – im Winter brechen herrliche Zeiten für Eisprinzessinnen und -prinzen an. Wie Eltern den Kleinen am besten das Eislaufen beibringen, erklärt eine Expertin

von Barbara Weichs, 14.01.2014
Eislaufen

Ist das Eis dick genug, macht Schlittschuhlaufen auf dem zugefrorenen See Spaß


Starthilfe für kleine Schlittschuhläufer

Ab etwa vier Jahren können Kinder das Eislaufen lernen. "Bei jüngeren Kindern ist die Freude und der Spaß nur kurz, denn es ist kalt und rutschig", sagt Petra Dauer, die seit mehr als 25 Jahren Kindern an der "Ungewöhnlichen Eislaufschule" in Berlin das Gleiten übers Eis beibringt.

Auch kleinen Anfängern empfiehlt die Expertin bereits Schlittschuhe. "Mit Gleitschuhen gewöhnen sie sich falsche Bewegungsabläufe an, das erschwert das richtige Gleiten beim Schlittschuhlaufen."

Zu Beginn mögen die Kinder immer etwas zum Festhalten. Auf vielen Eisbahnen gibt es dafür Laufhilfen in der Größe der Kinder, die diese vor sich herschieben. Doch auch Mama oder Papa können helfen: Man stellt sich dafür dem Nachwuchs gegenüber hin, geht in die Hocke und reicht sich beide Hände. Nun kann’s losgehen!

Anleitung für die ersten Schritte auf dem Eis

Ausgangspunkt für die ersten Schritte ist ein leichtes Öffnen der Fußspitzen, die Fersen berühren sich. "Verlagert das Kind nun sein Gewicht von einem Bein auf das andere, setzt es seine Füße automatisch leicht nebeneinander und nicht voreinander aufs Eis und bewegt sich nach vorne", erklärt Petra Dauer.

Ganz wichtig: "Erinnern Sie ­Laufanfänger nicht immer daran, dass es wackelige Kufen unter sich hat." Es sieht die ­anderen übers Eis flitzen und möchte genau das auch lernen. Die perfekte Motivation!

Eltern neigen dazu, ihren Nachwuchs auf dem Eis ständig vor dem Hinfallen zu warnen. "Verkneifen Sie sich das", rät die Eislauf­lehrerin. Denn Kinder denken von sich aus überhaupt nicht daran und haben daher auch keine Angst zu fallen. Erst wenn Erwachsene dies immer wieder thematisieren, gehen den Kleinen ihre Unbefangenheit und ihr Mut verloren.

Achtung: Einbruchgefahr

Um auf Seen oder Kanälen Schlittschuh laufen zu ­können, braucht es länger anhaltenden Frost. Denn die Eis­decke sollte mindestens 15 Zentimeter dick sein. Dunkle­ ­Stellen im Eis können gefährlich werden. Erkundigen Sie sich bei der ­Gemeinde, ob der See zum Eislaufen freigegeben wurde.

Tipps für den Schlittschuhkauf

Gute Schlittschuhe sind leider nicht ganz billig. "Lassen Sie die Finger von größenverstellbaren Schuhen", sagt die Expertin. Denn die Kufen haben nur in einer Einstellung die richtige Länge. Wichtig: Steht das Kind auf dem Schlittschuh, sollte der Schwerpunkt in der Mitte der Kufen liegen. "Anfängerkinder haben bei manchen Schuhen besondere Probleme, da hier der Schwerpunkt konstruktionsbedingt nicht stimmt. Sie kippen dann leichter nach hinten." Leider zeigt sich das oft erst auf dem Eis. Tipp: Leihen Sie zunächst Schlittschuhe aus. So sehen Sie, welches Modell und welche Marke Ihrem Kind gut passt. Auch wichtig: Guter Halt am Knöchel. Ob Hockey- oder Kunstlaufschuhe – kleine Eisflitzer lernen in beiden Modellen gleich gut.

Die richtige Kleidung

Egal ob auf einer Eislaufbahn drinnen oder draußen: Kinder brauchen beim Schlittschuhlaufen ­Kleidung, die sie warm hält, die ihnen aber auch genug Bewegungsfreiheit lässt.

Eine Schneehose schützt die Kleinen davor, dass sie nass werden. Ist es nicht sehr kalt, genügt auch eine Regenhose. ­Mütze oder Stirnband müssen ebenfalls sein. "Einen Helm empfehlen wir zum einen für Kinder, die motorisch nicht so geschickt sind", sagt Petra Dauer. Auch Schlittschuhläufer, die sicher auf den Kufen unterwegs sind und mit Höchstgeschwindigkeit übers Eis jagen, sollten einen tragen.

Ein Muss für alle Schlittschuhläufer sind außerdem Handschuhe. "Zum einen tut man sich mit Handschuhen nicht so weh, wenn man fällt und sich auf dem Eis aufstützt", erklärt die Expertin. Zum anderen schützen sie vor den scharfen Kufen, die überall um einen herum unterwegs sind.


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