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Schöne Spiele für drinnen

Manchmal müssen oder wollen Kinder auch mal drinnen spielen. Aber was? Hier sind tolle Ideen für ein oder mehrere Mitspieler

von Peggy Elfmann, Nadja Katzenberger, aktualisiert am 17.03.2020

Theater machen

Kinder lieben Rollenspiele, und sie verkleiden sich gern. Deshalb dürfen sie jetzt die Verkleidungskiste plündern oder sich aus Mamas und Papas Schrank was Schickes aussuchen. Auf geht’s ins Theater! Doch halt: Wer kümmert sich ums Bühnenbild, wer um die Eintrittskarten, welches Stück wird eigentlich ­gespielt? ­Also erst einmal Kulissen basteln, Tickets malen, mit Decken und Stühlen eine Bühne aufbauen. Das Stück? Dürfen sich die Kinder selbst ausdenken – oder sie spielen eine Geschichte aus ihrem Lieblingsbuch nach.

Durch den Dschungel schleichen

Krabbeln, balancieren, kriechen – hier sind körperliches Geschick und Konzentration gefragt. Im Kinderzimmer – oder in der ganzen Wohnung – stehen Hindernisse, die es zu überwinden gilt. Auf diesem Dschungelpfad muss man sich unter dem Besen durchschlängeln, der quer über zwei Stühlen liegt, auf einem am Boden liegenden Seil oder Wollfaden balancieren oder durch alle Stühle hindurch­krabbeln.

Alternative: "Nicht den Boden berühren" spielen wie schon ­Pippi Langstrumpf. Dafür einen Parcours mit Stühlen, Polstern, Kissen oder Kis­ten aufbauen. Die Spieler müssen sich von einem Stück zum nächsten hangeln, ohne einen Fuß auf den Boden zu setzen.

Ins Rollen kommen lassen

Alle Spieler bekommen die gleiche Anzahl Murmeln oder ­Flummis und stellen sich in einem Kreis auf – auf dem Teppich oder einem glatten Boden. Dann wird die Murmel in Richtung Mitte losgeschickt, immer der Reihe nach. Wer eine oder meh­rere Murmeln trifft, darf seine Beute einschließlich seiner eigenen Murmel behalten. Wer zum Schluss die meisten hat, hat gewonnen.

Variante: Aus Toiletten- und Küchenpapierrollen eine Murmelbahn basteln. Die Rollen bemalen oder mit Papier bekleben, dann daraus die Bahn bauen (etwa auf ein großes Stück Karton oder ein Brett kleben, das an einer Wand lehnt). Die Übergänge zwischen den Rollen so zurechtschneiden, dass die Kugel hineinplumsen kann.

Lieder rasseln

Zunächst Rasseln basteln: Leere Streichholz­schach­teln, Joghurtbecher oder Toi­lettenpapier­rollen mit kleinen Steinen, Reis oder Linsen füllen und zukleben. Jedes Kind darf damit nun ein Kinderlied vorrasseln – und die anderen ­raten, welches es ist.

Elefanten wackeln

Jeder Spieler bekommt eine Schnur um den Bauch gebunden. Am langen Ende, dem Elefantenschwanz, wird ein Stift oder ein Löffel befestigt. Den Schwanz muss der Elefant nun in ein auf dem Boden stehendes Glas oder (noch schwieriger) in eine Flasche bugsieren. Natürlich ohne die Hilfe der Hände! Das wird ein lustiges Po-­Gewackel! Geschickte Elefanten können gegeneinander einen Parcours aus mehreren Flaschen ablaufen.

Ding, ding, dong

Kinder spielen gern mit Wasser und mögen Musik. Warum also nicht beides kombinieren? Lassen Sie Ihr Kleines mit Klängen experimentieren. In der Küche kann es Flaschen, Gläser und Töpfe suchen, auf ­einen Tisch stellen und unterschiedlich hoch mit Wasser füllen. Schlägt Ihr Kind die Gegenstände mit einem Metalllöffel an, ­ertönt je nach Wasserstand und Gefäßart ein hellerer oder dunklerer Klang. Vielleicht kann Ihr Kind zu der Wasser­musik sein Lieblingslied singen? Oder es versucht, die Gefäße nach Tonhöhe zu sortieren.

Ein Gefühl von Urlaub

"Weißt du noch, im Sommer am Meer?" Auch für Kinder fangen so die schönsten Erinnerungen an. Die Kleinen lieben es, Fotos von sich, der Familie und gemeinsamen Erlebnissen anzuschauen. An einem grauen Tag kann Ihr Kind sein eigenes Erinnerungsbuch anfertigen. Alles, was es braucht, sind Papier, Fotos, Kleber und Schere. Vielleicht ­findet sich ja noch die Eintrittskarte für den Leuchtturm oder der Urlaubskatalog? Und los geht’s mit Schnibbeln und Kleben. Besonders Eifrige können auch aufmalen, was sie gegessen oder welche Tiere sie gesehen haben. Dann ­alles in einen ­Ordner ­­heften, und fertig ist das Album. Das Beste: An diesen Erinnerungen kann Ihr Kind jederzeit weiterbasteln und seine Freunde daran teilhaben lassen.

Ein Tanz für mich

Freudig, wütend oder traurig – Kinder leben ihre Gefühle durch Bewegungen aus. Sie tanzen, hüpfen und schwingen die Arme mit. Legen Sie unterschiedliche Musik ein, und lassen Sie Ihr Kind den passenden Tanz dazu erfinden. So kann es in verschiedene Rollen schlüpfen, darf mal der Starke sein oder der Empfindliche. Die Berliner Kindertanzlehrerin Judith Frege ­­empfiehlt, Gegensätze wie Stärke und Schwäche oder Freude und Trauer vorzugeben. Improvisieren schult nicht nur die Kreativität, sondern auch das Selbstvertrauen. Egal ob Freuden- oder Rumpelstilzchentanz: Den Kleinen tut es gut, zu erleben, dass sie so sein dürfen, wie sie sind.

Trimmpfad im Trockenen

Immer nur basteln, malen und ­puzzlen? Das wird jedem Kind irgendwann zu öde. Denn Kleine wollen sich bewegen und ­aktiv sein. Wie wär’s mit einem Bewegungsparcours durch das Kinderzimmer? Vorher auf einem Blatt Papier die Stationen aufzeichnen, zum Beispiel: Im Bett eine Minute luftradeln, aufstehen und zehnmal versuchen, im Stehen mit den Fingerspitzen den Boden zu berühren (die Knie ­bleiben dabei ­gestreckt). Weitere Stationen: auf einem Hocker 20-mal "Treppen steigen", fünfmal mit dem Ball in den leeren Mülleimer treffen, zehn Kniebeugen machen, zum Schluss auf einem Bein durchs Zimmer hüpfen.

Ich backe meine Familie

Die Schwester hat so schöne Zöpfe, der Papa wahnsinnig lange Beine und ­Mama die hübschesten Kleider – Kinder ­sehen ihre Familie mit eigenen Augen. ­Lassen Sie Ihren Nachwuchs das festhalten und die Familienmitglieder aus Salzteig basteln. Für den Teig brauchen Sie: 2 Tassen Mehl, 1 Tasse Salz, 1 ­Tasse Wasser, 1 EL Öl. Alles zu einem glatten Teig verarbeiten. Ist er zu trocken, etwas Wasser hinzugeben. Dann dürfen die Kinder ausrollen, kneten, ­­formen. Wichtig: Sie sollten den Teig jedoch auf keinen Fall essen!

Mit Löffel oder Zahnstocher können sie Muster oder Gesichter in den Teig zeichnen. Kleinen ­Kindern macht es viel Spaß, Schlangen zu rollen und Schnecken zu formen. Und ab mit den Figuren in den Ofen! Je nach Dicke muss das Kunstwerk bei 100 Grad ein bis zwei Stunden backen. Fertig ist es, wenn es sich beim Draufklopfen hohl anhört. Ihr Kind kann es mit Klarlack oder Wasserfarben bemalen. Die Bastelarbeit ist zum Anschauen, aber nicht zum Essen gedacht.

Blumen-Druck

Kleine, die gerne mit Farbe matschen, werden diese Bastelidee lieben: mit Hand­ab­drücken eine Blume zaubern. Die Technik ist ganz einfach. Ihr Kind braucht ein großes Blatt Papier. Malen Sie mit Bleistift einen kleinen Kreis in die Mitte. Mit Fingerfarbe bemalt Ihr Kind nun seine Hände und drückt sie entlang der Linie im Kreis auf das Papier. Die Mitte mit einem Finger austupfen. ­Alles trocknen lassen. Wer will, kann noch eine farbige Blüten­­reihe um die erste drucken. Besonders Kreative fertigen auch Blätter und Stiel aus Handabdrücken.

Höhlen-Abenteuer

Verwandeln Sie einen Tisch mit Decken und Tüchern in eine dämmrige Höhle. Entweder krabbelt Ihr Kind ­alleine ­hinein, oder Sie verschwinden mit darin. ­Erzählen Sie Geschichten von ­Urmenschen oder ­Indianern, das sorgt für viel Spannung. Wie bei einer ­echten Höhlen-Expedition braucht Ihr Kind natürlich eine Taschenlampe. Sie spendet nicht nur Licht, sondern auch ein bisschen Geborgenheit. Und vielleicht hat es ja Lust, mit den Puppen und Plüschtieren das Leben der Höhlenmenschen nachzuspielen.


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