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Laufrad fürs Kind: Was beachten?

Wenn sie so weit sind, lernen Kinder fast von selbst, mit dem Laufrad zu fahren. Am Anfang sollten Eltern aber nebenherlaufen

von Peggy Elfmann, aktualisiert am 19.10.2018
Kinder auf dem Fahrrad

Wer sich früh auf dem Laufrad übt, der hat es später beim "richtigen" Fahrrad leichter


Viele Eltern können es kaum erwarten und schenken ihrem Kind zum zweiten Geburtstag ein Laufrad. Die Freude beim Nachwuchs ist groß, aber fahren kann und will er oft nicht. "Die ­Motivation zum Laufradfahren sollte immer vom Kind kommen", sagt ­Petra Bartram-­Burde, Sport­lehrerin und -thera­peutin aus Stemwede bei ­Osnabrück. "Eltern können es ihren Kindern nicht beibringen. Das tun sie alleine, wenn sie so weit sind."

Schrittweise mit dem Laufrad vertraut machen

Sich mit dem Gerät vertraut machen, das sollte für alle Kinder der erste Schritt sein, rät die Expertin. Dazu gehört: das Laufrad ausgiebig untersuchen, eine Runde schieben und auf dem Sattel Platz nehmen. "So bekommen die Kleinen ein Gefühl für die Balance. Wenn sie Vertrauen gefasst ­haben, trauen sie sich loszu­fahren", erklärt Petra Bartram-Burde, die beim ­Osnabrücker Turnerbund Laufradstunden anbietet, in denen Kinder auf einem Parcours ihr Gefährt ausprobieren können. Anfangs müssen Eltern geduldig nebenherlaufen.

Auf die richtige Ausstattung achten

Das Wichtigste: Die Laufrad­größe muss stimmen. "Das Kind sollte mit beiden Füßen am Boden ­stehen ­können", erklärt die Expertin. "Der Abstand zwischen Sattel und Lenker darf nicht zu weit sein, beides sollte sich verstellen lassen."

Von Holzrädern rät sie ab: "Sie lassen sich nicht indivi­duell anpassen. Außerdem sind sie schwer und für Kinder nicht so leicht zu handhaben." Die meis­ten Kleinen haben die Technik schnell raus und sausen durch die Gegend. Wichtig: Auf den Kopf gehört ein Helm. Fahrrad­handschuhe bewahren vor Verletzungen bei einem Sturz. Und: ­"Kleine ­Kinder können noch keine Verkehrs­regeln beachten", warnt die ­Expertin. "­Eltern sollten deshalb mit den Rad-­Anfängern Schritt halten oder sie nur in geschützten Räumen fahren lassen."

Vorteile beim Fahrradfahren lernen

Ab aufs richtige Fahrrad – schon mit vier Jahren? Wenn die Kinder das wollen, spricht nichts dagegen. "Vor allem Kinder, die mit dem Laufrad geübt sind, ­fahren innerhalb kurzer Zeit Fahrrad", sagt die Expertin. Stützräder ­brauchen sie nicht. Aber auch ­Kleine ohne Laufrad-Erfahrung sollten auf die Stützen verzichten: "Wenn ein Kind damit fährt, kann es sein Gleichgewicht nicht ­schulen, da es immer ­­abgefangen wird", erklärt Bartram-Burde.

Kinder müssen mit dem Körper erfahren und üben, wie sie in ­Balance bleiben. Am Straßenverkehr teilnehmen können Kindergartenkinder übrigens noch nicht. "Das geht erst ab zehn ­Jahren", sagt Bartram-Burde. Vorher müssen Eltern ihnen im Verkehrschaos zur Seite stehen.


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