Papa-Kolumne: Männer machen Mädchen

Dass Männer am liebsten Söhne haben, erstaunt unseren Kolumnisten Marian Schäfer immer wieder. Töchter sind doch die bessere Anlage, findet er

von Marian Schäfer, aktualisiert am 03.03.2017
Kolumne

Hauptgewinn für jeden Papa sind Töchter, meint Marian Schäfer


Kürzlich erzählte eine Kollegin von ­ihrem Bekannten, einem Vater zweier Töchter. Jungs, hatte er einmal zu ihr gesagt, würden Jungen machen,­ während wahre Männer Mädchen machten­. Ohne­ die genauen Hintergründe zu kennen, würde­ ich der Aussage erst mal zustimmen.

Wahre Männer machen Mädchen

Ich bin ja selbst Vater zweier Töchter und sehe­ mich durchaus als wahren Mann. Ähnlich ist es, würde­ ich sagen, bei meinem Schwiegervater, der auch zwei Töchter­ hat. Das zeigt sich übrigens vor allem dann, wenn er bei Handballspielen­ auf der Tribüne sitzt. Als meine­ Frau noch ein Kind war, musste­ ­sie ihn oft begleiten­. Die Tage, an denen die beiden aus der Halle­ flogen, weil der Schiri­ von ihrem Vater die Nase voll hatte, verarbeitet­ sie noch heute.

Aber zurück zum Thema: Tatsächlich ist es ja so, dass Männer, die eine­ Tochter erwarten, oft mit­leidig angeschaut werden. Vor allem, wenn auf das erste Mädchen noch ein zweites folgt. Zudem wünschen sich viele Männer selbst eher Söhne als Töchter.

Jungen streuen Gene mutmaßlich breiter

Forscher sehen dafür soziale wie biologische Gründe: Zum einen glauben wohl viele von uns Männern, mit Söhnen eher das machen zu können, was sie selbst gern machen (Sport und Fern­sehen). Zum anderen­ folgen wir unserem Urinstinkt: Wir wollen unsere­ Gene möglichst breit streuen und vertrauen­ in dieser­ Angelegenheit Jungen offenbar mehr als Mädchen­. So gesehen betreibe ich gene­tische Verknappung. Ich fände es aber auch nicht so toll, wenn meine wertvollen Gene kübelweise über der Welt niedergingen­. Ich will sie gut angelegt und behandelt wissen, weshalb mir auch nichts Besseres passieren konnte, als zwei Töchter­ zu bekommen.

Mädchen sind die bessere Anlage

Dieses Jahrhundert, sagen schließlich viele, wird das Jahrhundert der Frau. Vielleicht auch deshalb, weil der Mann zu sehr mit Sport und Fern­sehen beschäftigt ist und damit, Gene­ zu streuen­. Weil ­manche sogar geschäftsmäßig­ Samenbanken be­füllen, könnten Frauen vermutlich über Generatio­nen hinweg selbst in Fortpflanzungs­fragen autark sein, auch wenn alle Spender plötzlich die Arbeit niederlegten.

Die Statistiken sprechen jedenfalls für sich: Mädchen sind gesünder als Jungen,­ wissbegieriger, disziplinierter. Sie gehen früher zur Schule,­ bleiben seltener sitzen, besuchen häufiger das Gymnasium sowie die Uni und schließen beides besser­ ab. Wer Töchter großzieht, so lässt sich zusammenfassen, gestaltet die Zukunft mit.

Deute ich meine Frau richtig,­ scheint unsere­ ­Familie übrigens noch nicht komplett. Sollte doch noch ein Junge folgen, bitte ich unsere Töchter darum, sich später gut um ihn zu kümmern.


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