Wie Sie bei Kindern Nasenbluten stoppen

Vor allem Kinder haben ab und zu mal Nasenbluten. Das sieht oft gefährlich aus, ist aber meist ganz harmlos. Die wichigsten Maßnahmen, die Ihrem Kleinen jetzt helfen

von Peggy Elfmann, aktualisiert am 24.11.2016

Vorsicht: Schnäuzt das Kleine heftig, führt dies manchmal zu Nasenbluten


Eine winzige Verletzung: Ein kleines Gefäß in der Nasenschleimhaut ist geplatzt. Nun blutet es. Auslöser ist fast immer das Nasenbohren, aber auch durch heftiges Schnäuzen kann Nasenbluten verursacht werden. "Vor allem im Winter, wenn die Schleimhäute durch die trockene Luft gereizt sind, platzen die Äderchen sehr leicht", sagt Judith Janßen, Lehrrettungsassistentin beim Deutschen Roten Kreuz in Kiel. Manchmal blutet die Nase auch, weil das Kleine einen Gegenstand wie eine Murmel hineingesteckt oder mit einem Stift darin gebohrt hat.

Bei häufigem Nasenbluten hilft Veröden

Nasenbluten kann aber auch nach einem Sturz, durch Medikamente oder Krankheiten auftreten. "In sehr seltenen Fällen steckt eine Gefäßanomalie dahinter", sagt Dr. Gilbert Heller, Landesarzt des Deutschen Roten Kreuzes Schleswig-Holstein. Dann muss der Hals-Nasen-Ohren-Arzt die Äderchen mit einem Laser veröden. Blutet die Nase häufiger und ohne Grund, sollten Eltern mit ihrem Kind zum Experten gehen und die Ursache abklären lassen.

Die Symptome bei Nasenbluten

Werden die feinen Gefäße in der Nasenschleimhaut verletzt, fließt Blut. Manchmal blutet es sehr heftig. Zudem kann dem Kind übel sein bis zum Erbrechen. Ist der Nasenrücken verschoben, geschwollen und schmerzt, ist die Nase gebrochen.

Diese Maßnahmen helfen

  • Erste-Hilfe-Maßnahme: Beruhigen Sie Ihr Kind und setzen es hin. Es soll seinen Kopf leicht nach vorn beugen. Bitte nicht zurücklehnen! Sonst läuft das Blut den Rachen hinunter und verursacht Übelkeit und Erbrechen.
  • Legen Sie einen kalten Waschlappen oder ein Cool-Pack (in ein Tuch gewickelt) in den Nacken des Kindes. Durch die Kälte verengen sich die Gefäße.
  • Die Blutung lässt schneller nach, wenn Sie oder Ihr Kind mit zwei Fingern den oberen Teil der Nasenflügel zusammendrücken. Nach zehn Minuten sollte es nicht mehr bluten. Ausnahme: Eine gebrochene Nase sollten Sie nicht berühren.
  • Auf keinen Fall dürfen Sie Watte, Mull oder Ähnliches in die Nase Ihres Kindes stecken. Es ist günstiger, wenn das Blut nach außen abfließen kann. Außerdem könnten Sie beim Entfernen der Watte die Wunde wieder aufreißen.
  • Lässt die Blutung nach 15 Minuten nicht nach oder beginnt sie immer wieder, rufen Sie den Rettungsdienst unter 112. Bei schweren Blutungen legen Sie das Kind auf den Bauch, der Kopf liegt mit der Stirn auf den verschränkten Armen.
  • Steckt ein Fremdkörper in der Nase, versuchen Sie bitte nicht, ihn zu entfernen. Der HNO-Arzt hat spezielle Instrumente dafür.

So beugen Sie Nasenbluten richtig vor

  • Mit speziellen Salben, Spülungen oder Sprays kann man die Schleimhäute feucht halten.
  • Die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung lässt sich zum Beispiel mit einem Luftbefeuchter erhöhen.
  • Das Abheilen der Wunde kann bis zwei Wochen dauern. Achten Sie besonders jetzt darauf, dass Ihr Kind nicht in der Nase bohrt oder heftig schnäuzt.

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