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Was tun bei einem Infektkrampf?

Infektkrämpfe - früher eher bekannt als Fieberkrämpfe - sind bei Kindern gar nicht so selten. Was Sie im Falle des Falles tun sollten, erklärt unser Experte

von Barbara Weichs, 26.11.2018
Fieberthermometer

Nicht immer muss Fieber der Auslöser für einen Infektkrampf sein


Nicht gefährlich, aber total erschreckend: Das Kind verliert im Rahmen eines Infektes sein Bewusstsein, seine Lippen verfärben sich blau, die Muskeln verspannen sich, Arme und Beine zucken unkontrolliert. Nannten Ärzte einen solchen Krampfanfall früher Fieberkrampf, weil sie die schnell ansteigende Körpertemperatur dafür verantwortlich machten, sprechen sie inzwischen von einem Infektkrampf.

"Die Anfälle gibt es auch ohne Fieber", erklärt Florian Hoffmann, Oberarzt an der Dr. von Haunerschen Kinderklinik in München. Und sie kommen recht häufig vor. Etwa zweimal am Tag ist der Notarzt in München deshalb zu Familien unterwegs. Ein solcher Anfall dauert meist etwa zwei Minuten, das Kind ist danach oft nicht sofort ansprechbar.

Was tun bei einem Infektkrampf?

Schütteln Sie das Kleine auf keinen Fall während des Krampfens! Einfach bei ihm bleiben und aufpassen, dass es sich nicht verletzt. Selbst wenn das Kind während des Krampfens erbricht, nicht mit einem Finger in seinen Mund gehen. Denn: Während des Krampfens ensteht eine unwahrscheinliche Kraft, der Finger könnte schwer verletzt werden. Beim ersten Anfall bitte den Notarzt rufen! Denn Krampfen ist immer ein Warnsignal. Und ob tatsächlich der Infekt der Auslöser war oder etwas anderes, weiß man erst nach einer Untersuchung.


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