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Eine Wunde richtig verbinden

Das Kind heult, es blutet – eine Wunde ist jedoch meist weniger dramatisch, als sie aussieht. Wie Eltern jetzt richtig reagieren

von Barbara Weichs, aktualisiert am 26.11.2018
Baby mit Kaktus

Ein Pflaster schützt kleinere Wunden vor Schmutz


Kleine Weltentdecker purzeln immer wieder hin, zwicken sich die Finger ein und verletzen dabei ihre Haut. Eine Tetanus­impfung ist deshalb unerlässlich.

Variante 1: Schürfwunde

Reinigen Sie eine Schürfwunde mit Wasser, wenn das möglich ist. Desinfizieren ist nicht notwendig. Ein Pflaster schützt die Wunde dann vor Keimen. Stecken Splitter oder andere Fremdkörper darin, lassen Sie diese vom Kinderarzt entfernen. Auch eine groß­flächige und tiefe Wunde muss der Arzt versorgen. Bedecken Sie diese bis dahin mit einer Kompresse oder einem Tuch, und drücken Sie sie von außen ab. Die nachfolgende Region sollte dadurch nicht blau werden.

99,9 Prozent aller Wunden heilen ohne Probleme ab. Rötet sich jedoch die Haut, eitert die Wunde, bekommt Ihr Kind Fieber und schwellen die Lymphknoten in der Achsel oder Leiste an, sollten Sie mit ihm zum Arzt. "Dann braucht es Antibiotika", sagt Florian Hoffmann, Oberarzt an der Dr. von Haunerschen Kinderklinik in München.

Variante 2: Platzwunde

Alle klaffenden Wunden müssen vom Arzt versorgt werden. Bedecken Sie die blutende Wunde mit einer Kompresse oder einem sauberen Tuch, und ­bringen Sie Ihr Kind in die Notfall­ambulanz. Bei größeren, stark blutenden Wunden bitte den Notarzt holen!

Variante 3: Bisswunde

Tierbisse müssen immer von einem Arzt versorgt werden. Vor allem Katzenbisse sind sehr gefährlich, da sie in den meisten Fällen zu Entzündungen führen. Auch wenn Ihr Kind von einem anderen Kind gebissen wurde und nicht nur ein Zahnabdruck zu sehen, sondern eine Wunde entstanden ist, sollten Sie mit ihm zum Arzt.

Variante 4: Quetschwunde

Mit lauwarmem Wasser kühlen und ein Schmerzmittel geben. Blutet es und klagt das Kind über heftige Schmerzen, gehen Sie bitte zum Kinderarzt.

Der Verbandskasten

Gut verstaut und im Notfall schnell zur Hand: Wählen Sie in Ihrer Wohnung einen guten Platz für den Erste-Hilfe-Kasten, zum Beispiel den Flur. Bad und Küche eignen sich nicht, da Dampf die Qualität des Verbandmaterials mindert. Tauschen Sie Abgelaufenes regelmäßig aus.

 

Diese Dinge gehören ins Notfallset:

  • Wundschnellverband (Pflaster): Ist ideal für kleine Verletzungen. Achten Sie darauf, dass die Wundauflage größer ist als die Wunde und faltenfrei aufliegt.
  • Verbandpäckchen: Besteht aus steriler Wundauflage und Mullbinde in einem. Es wird direkt auf die blutende Wunde gelegt und sollte in verschiedenen Größen vorrätig sein.
  • Kompresse: Wird direkt auf die Verletzung gelegt. Gibt es in unterschiedlichen Größen und sollte steril sein.
  • Rolle Heftpflaster: Dient dazu, eine Kompresse auf der Haut zu befestigen.
  • Mullbinde: Ist nicht steril und wird benutzt, um Verbandpäckchen oder Kompresse zu befestigen. Gibt es in verschiedenen Größen.
  • Verbandschere, Rettungsdecke, Einmalhandschuhe (jeweils 2 Paar in Größe M und L) und Dreiecktuch.

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