Verstopfung durch Eier?

Zu viele Eier und Schokolade: Führt das nicht zu einer Verstopfung? Was Sie dagegen tun können

von Apotheker Ralf Schlenger, 05.04.2018

Spiegeleier zum Frühstück sind ein Klassiker


Manchmal heißt es, Eier führten zu Verstopfung. Aber ernährungswissenschaftlich ist das nicht belegt. Richtig ist: Eier enthalten Eiweiß und Fett, die der Körper praktisch restlos verwertet. Dafür aber null Ballaststoffe, die für eine ­normale Darmtätigkeit wichtig sind. Zusammen mit Flüssigkeit sorgen Ballaststoffe im Enddarm für das nötige Volumen, um den Entleerungsreflex auszulösen.

Selbst wenn man also bespielsweise an ­Ostern mehr ­Eier isst (gilt auch für die aus Schokolade), ­dürfte das ­keine Verstopfung verursachen, solange man genug Ballast­stoffe zu sich nimmt. Manchmal führen hart gekochte ­Eier jedoch zu Blähungen.

Lebensmittel für eine gute Verdauung

Es kommt auf eine­ ausgewogene Ernährung an – und zwar langfris­tig: Gemüse, Obst und Vollkornprodukte. Für eine gute Verdauung empfehlen Kinderärzte zudem Pflaumenmus, Birnen, Feigen, ­Joghurt sowie Flohsamen. Sie ent­halten lösliche Ballaststoffe, die den Stuhl weicher machen.

Wie Verstopfung und Stuhlgang zusammenhängen

Übrigens bedeutet seltener Stuhlgang nicht gleich Verstopfung. Die Spannweite des Normalen ist groß. Als Faustregel gilt, dass Klein- und Schulkinder mindestens zweimal pro Woche ­beschwerdefreien Stuhlgang haben sollten. Von Verstopfung sprechen Ärzte, wenn sich die Abstände der Stuhlentleerungen über ­Tage und Wochen vergrößern und das Kind dabei Schmerzen hat, weil der Stuhl hart wird. Treten solche Beschwerden öfter und länger als einen Monat auf, leidet das Kind unter Bauchschmerzen oder Appetit­losigkeit, sprechen Sie bitte mit ­Ihrem Kinder­arzt darüber.

Therapie bei Verstopfung

Leichte Fälle lassen sich nach Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker selbst lösen. Bei ­akuter Verstopfung oder Schmerzen beim Stuhlgang hilft ein Mini­klistier mit Glyzerin oder Salz­lösungen. Auch eignen sich ab dem Kleinkindalter wasserbindende Präpa­rate wie Milch­zucker, Laktulose oder Makrogol. Sie sind sicher und verträglich. Rasch wirken darmstimulierende Stoffe in alters­gerechter Dosierung. Für Kinder nur auf ärztliche Anweisung.


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