Pausenbrot: So wird die Stulle zum Knüller

Kinder brauchen einen gesunden Pausensnack, der lecker schmeckt und viel Energie fürs Klettern, Toben oder Basteln liefert
von A. Karl, 22.11.2011

Vor allem aktive Kinder brauchen ein reichhaltiges Pausenbrot

Image Source/ RYF

So wichtig wie während des Wachstums ist gesunde Ernährung nie wieder. Das zweite Frühstück spielt dabei eine wichtige Rolle. Es soll den nötigen Energienachschub und wichtige Nährstoffe für Muskeln und Grips liefern – zum Toben und Spielen, aber auch für die Konzentration beim Basteln, Malen und bei Aktivitäten im Stuhlkreis.

Gleichzeitig sollte das Pausenbrot den kindlichen Magen nicht zu sehr belasten. Wichtigste Grundregel: Das zweite Frühstück soll das erste ergänzen. Morgenmuffel, die zu Hause gar nichts oder nur sehr wenig essen, brauchen einen kräftigeren Pausensnack als Kinder, die morgens schon ein reichhaltiges Frühstück verdrücken.

Belegte Brote machen müde Mäuse munter

Ideale Kraftspender für die Kindergartenbox sind nicht zu üppig belegte Vollkornbrote. Sie liefern viele komplexe Kohlenhydrate in gesunder Verpackung. Brote aus feinem Vollkornmehl sind für drei- bis sechsjährige Kinder bekömmlicher als grobkörnige Brote, Vollkornbrötchen oder –toast eine wertvolle Alternative.

Bestreichen Sie das Brot dünn mit hochwertiger Pflanzenmargarine, ab und zu darf es auch mal Butter sein. Als Belag eignen sich Wurst, Käse sowie Kräuter- oder Früchtequark. Bei Wurst und Käse sollten Sie fettarmen Sorten (Schinken ohne sichtbares Fett, Geflügelwurst, Käse unter 40% Fett i.Tr.) den Vorzug geben. Ein Salatblatt oder dünne Gurken-, Radieschen- und Tomatenscheiben zwischen Brot und Belag halten die Stulle saftig. Kresse, Sesam oder gehackte Nüsse peppen die Schnitte zusätzlich auf.

Geben Sie Ihrem Kind auch immer etwas Rohes zum Knabbern mit, zum Beispiel Karottenstreifen, Paprikastücke, einen kleinen Apfel, eine Mandarine oder ein paar Weintrauben. Berücksichtigen Sie außerdem, ob Ihr Kind pummelig aussieht oder eher schlank. Hänflinge dürfen auch mal eine dicke Leberwurstschnitte verdrücken, für Pummelchen ist ein Putenbrustsandwich ohne Steichfett besser geeignet. Dreijährige brauchen kleinere Portionen als Sechsjährige.

So wird die Stulle zum Knüller

Wichtig: Lassen Sie Ihr Kind mitentscheiden, was in die Snackbox kommt. Packen Sie nicht zuviel ein. Legen Sie auch mal eine kleine Überraschung dazu, zum Beispiel Sticker, kleine Stempel oder Tatoos. Kinder essen mit den Augen: Radieschenmäuse, Gurkenscheiben in Blümchenform oder lustige Käsefiguren (mit kleinen Ausstechern aus Schnittkäse geformt) wecken den Appetit. Achten Sie auch auf eine kindgerechte Verpackung: In gut schließenden, aber leicht zu öffnenden Kunststoffbehältern mit dem Lieblingsmotiv Ihres Kindes bleibt die Kindergartenbrotzeit lange frisch. Damit die Klappstulle beim Transport nicht auseinanderfällt und sich mit dem Obst oder Knabbergemüse mischt, wickeln Sie sie am besten zusätzlich in Frischhaltefolie ein.

Megastarke Powerdrinks

Achten Sie außerdem darauf, dass Ihr Kind genügend trinkt. Ideale Pausengetränke sind ungesüßte Tees, kohlensäurearmes Mineralwasser und verdünnte Fruchtsäfte (zum Beispiel Apfelsaft und Wasser im Verhältnis 1:2), am besten aus einer gut schließenden Trinkflasche. Viele Kindergärten bieten bereits ungesüßte Tees als Pausengetränk an. Für Kinder, die morgens keine Milch trinken, kann auch eine Tasse Milch als zusätzliches Pausengetränk empfehlenswert sein. Sie liefert das für Kinder im Wachstum so wichtige Calcium. Kleine Milchmuffel müssen ihren Calciumbedarf aus Joghurt oder anderen Milchprodukten decken.


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